Planet Coaster 2 ist ein toller Baukasten mit markanten Problemen - Test!
Test
Freizeitpark-Vergnügen mit Kreativoptionen oder mühsamer Baukasten mit Handling-Chaos? Die Wahrheit liegt bei Planet Coaster 2 irgendwo dazwischen.
Jede Menge Möglichkeiten
Mit jeder Stunde Spielzeit wächst nicht nur der Park, sondern auch der Optimierungsbedarf. Planet Coaster 2 bietet eine ganze Reihe von Mikromanagement-Optionen. Wir entscheiden zum Beispiel, ob der Eintritt frei ist und dafür die Fahrgeschäfte Geld kosten.
Wir können auch Premium-Pässe einführen und so den Gutbetuchten das Überspringen der Warteschlangen erlauben. Oder wir legen die Preise für Hotdogs, Limonade und Luftballons fest. Um mehr Gäste anzulocken, machen wir Werbung nach vorgegebenen Zielgruppenkriterien.
Vor allem aber müssen wir den Zustand des Parks und der Attraktionen im Auge behalten. Die Hausmeister zum Beispiel räumen den Müll von den Wegen, die Techniker kümmern sich um die Wartung der Fahrgeschäfte. Läuft die Wartungsfrist ab, nehmen die Fahrgeschäfte Schaden und gehen irgendwann kaputt.
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich
Das wiederum sorgt für schlechte Presse und treibt die Gäste in Scharen zum Ausgang. Damit das nicht passiert, erstellt ihr Personalpläne oder scrollt händisch durch die Übersicht, um mögliche Probleme selbst zu erkennen.
Das Mikromanagement ermöglicht eine Feinabstimmung des Parks, ist aber nicht zwingend erforderlich. Im Grunde funktioniert der Park auch so. Die erweiterten Optionen geben uns aber noch mehr Möglichkeiten, unseren Gästen den einen oder anderen Dollar mehr aus der Tasche zu ziehen. Allerdings hätten wir uns mehr Feedback über die Konsequenzen unseres Handelns gewünscht.
Tolle Präsentation - trotz Bugs
Leider gibt es bei Planet Coaster 2 immer noch kleinere und größere technische Probleme. Zum Beispiel können wir manchmal Fahrgeschäfte einfach in andere Objekte hineinbauen. Dadurch stachen beispielsweise Bäume kurzerhand durch unser Tea-Cups-Karussell. Ohnehin ist das Spiel eine wahre Fundgrube für Clipping-Fehler; ständig ragen Objekte ineinander.
Quelle: Frontier Developments
Mit dem offiziellen Release des Spiels und dem dazugehörigen Patch hat sich das Verhalten der Parkbesucher zwar verbessert, dennoch kommt es immer wieder zu Staus auf den Wegen. Um das zu verhindern, lohnt sich das gelegentliche Anlegen alternativer Routen und Abzweigungen.
Auch wenn technisch (noch) nicht alles rund läuft, ist Planet Coaster 2 ein überaus schönes Themenpark-Spiel. Und so macht das Beobachten des Geschehens mindestens ebenso viel Spaß wie das Bauen selbst. Immer wieder entdecken wir kleine Gags und erfreuen uns an den herrlich detaillierten Fahrgeschäften.
Sehr schön auch: Wie im Genre fast schon üblich, gibt es auch in Planet Coaster 2 eine Ego-Perspektive, aus der wir Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte hautnah ausprobieren können. Das sorgt für ein gelungenes "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl.
Planet Coaster 2 ist seit dem 6. November 2024 erhältlich, und zwar neben dem PC auch für die Konsolen PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Eine Umsetzung für die Nintendo Switch ist unterdessen nicht in Aussicht. Transparenzhinweis: Die Testversion des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.
