Project Motor Racing im Test: So viel Potenzial, aber auch viele technische Probleme!

Test Michael Grünwald
Project Motor Racing im Test: So viel Potenzial, aber auch viele technische Probleme!
Quelle: Giants Software

Project Motor Racing startet auf PC und Konsolen die Motoren. Doch die Technik bremst die Racing Sim in unserem Test noch ordentlich aus.

Das Jahr des Sim-Racing ist noch nicht vorbei, denn seit dem 26. November geht Project Motor Racing an den Start. Die Simulation von Entwickler Straight 4 und Publisher Giants Software wird von vielen Leuten mit Spannung erwartet, schließlich gibt's einen Karrieremodus und eine Konsolenversion. Gerade auf der PS5 und Xbox Series X/S sind Rennsimulationen bisher äußerst selten.

In unserem Test stellt sich allerdings heraus, dass Project Motor Racing (jetzt kaufen 48,50 € / 35,99 € ) den hohen Erwartungen noch nicht gerecht wird. Vor allem technische Probleme trüben das insgesamt vielversprechende Bild ein wenig. Das Potenzial ist zwar erkennbar, doch der Release kommt offenbar zu früh. Wir verraten euch, warum wir für die Zukunft aber weiterhin zuversichtlich sind.

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Was steckt in Project Motor Racing?

Das Team hinter Project Motor Racing ist in dem Genre kein Unbekanntes. Ein großer Teil der Leute von Entwicklerstudio Straight 4 war in der Vergangenheit bereits an beliebten Marken wie GTR und Project Cars beteiligt. Nachdem Project Cars 3 stark in der Kritik stand, trennten sich die Wege des Studios und des damaligen Publishers Electronic Arts.

Die Gruppe rund um CEO Ian Bell blieb aber größtenteils zusammen und entwickelte in den letzten Jahren Project Motor Racing. Die Parallelen zur Project-Cars-Reihe sind auf den ersten Blick ersichtlich. Wir greifen nicht nur ans Steuer moderner Hypercars oder GT3-Boliden wie in vielen anderen Simulationen, sondern widmen uns auch echten Klassikern der Motorsportgeschichte.

GT-Kategorien der frühen 2000er-Jahre und Gruppe-3-Fahrzeuge der 80er und 90er bereichern den Fuhrpark absolut. Die PS-Monster sind Biester auf der Strecke, doch aufgrund des Aussehens und Sounds bei Fans äußerst beliebt.

Die GT-Klassen sind eine absolute Augenweide. Dodge Viper, Saleen S7-R und Lister Storm sind echte Klassiker der Motorsport-Historie. Quelle:   'PC Games Die GT-Klassen sind eine absolute Augenweide. Dodge Viper, Saleen S7-R und Lister Storm sind echte Klassiker der Motorsport-Historie. Am Lenkrad eines Mazda 787B, eines Mercedes CLK-LM und eines Marcos Mantara braucht es ein feines Händchen, um nicht direkt beim ersten Fehler im Gras oder der Mauer zu landen. Die Klassen der verschiedenen Fahrzeugtypen sind prall gefüllt und bieten eine großartige Abwechslung.

Doch auch moderne Rennwagen lassen sich auswählen: Vom Acura NSX über den Ford Mustang bis hin zur Corvette Z06 ist die populäre GT3-Kategorie mit zehn Autos ebenfalls gut vertreten. Ähnlich sieht das Ganze in der LMDh-Kategorie mit den Marken Alpine, Cadillac, Porsche, Aston Martin und Co. aus.

Dazu kommt noch eine breite Palette an Rennstrecken: Klassiker wie Daytona, die Nürburgring-Nordschleife und Spa sind integriert, doch auch exotische Kurse wie Zolder, Mosport und Kyalami stehen zur Verfügung.

Manche Strecken wie Monza, Donington und Silverstone gibt's unter anderem Namen ebenfalls. Für die offizielle Bezeichnung fehlen der Sim lediglich die Lizenzrechte, was beim Befahren allerdings nicht auffällt. Laser-gescannt sind die Pisten nicht, wodurch wir nicht immer die aktuelle Version der Kurse erhalten, was aber wohl die wenigsten Leute bemerken.

In Project Motor Racing gibt's auch variable Bedingungen. Wir können sowohl vom Tag in die Nacht als auch vom Sonnenschein in den nächsten Regenschauer fahren. Quelle: PC Games In Project Motor Racing gibt's auch variable Bedingungen. Wir können sowohl vom Tag in die Nacht als auch vom Sonnenschein in den nächsten Regenschauer fahren.

Toller Karrieremodus mit ärgerlichen Problemen

Der große Umfang ist bereits eine gute Ausgangsposition für die integrierte Karriere. Und da eine Racing-Sim mit solch einem Modus nicht alltäglich erscheint, bietet Project Motor Racing in dem Punkt natürlich ordentlich Potenzial.

Wir starten mit der Erstellung unseres eigenen Rennstalls und legen dabei den Teamnamen und den Standort unseres Hauptquartiers fest. Eine wichtige Entscheidung, denn die Planung der Finanzen spielt eine große Rolle in der Laufbahn. Sitzt der Rennstall beispielsweise in Nordamerika, fallen für Rennserien in Europa wesentlich höhere Kosten an. Das gilt es, für uns zu beachten.

Die Karriere ist im Einzelspieler ein fantastisches Highlight. Wir kämpfen uns einen Weg nach oben auf der Karriereleiter. Wenn da nur die Rumpel-KI nicht wäre! Quelle: PC Games Die Karriere ist im Einzelspieler ein fantastisches Highlight. Wir kämpfen uns einen Weg nach oben auf der Karriereleiter. Wenn da nur die Rumpel-KI nicht wäre! Um finanziell besser dazustehen, wählen wir ebenfalls vor dem ersten Start unser Sponsoring-Modell aus. Wir müssen vor der Karriere die Entscheidung treffen, in welche Richtung unsere Reise gehen soll. Fahren wir um Meisterschaften, Siege, Podien? Oder nur darum, unsere Karre unversehrt ins Ziel zu bringen?

Je nach Erfolg bekommen wir von unseren Sponsoren bestimmte Beträge. Dabei haben alle Vereinbarungen ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir müssen schließlich Anmeldegebühren und anfallende Reparaturkosten aus der eigenen Tasche zahlen. Geht uns das Geld aus, ist die Saison für uns beendet.

Schließen wir Rennen dagegen erfolgreich ab, rollt der Rubel und wir können uns schnellere Fahrzeuge leisten. Vom Porsche Cup im 911-Klassiker und der Mazda-MX5-Meisterschaft arbeiten wir uns nach oben, bis wir irgendwann im GT3 oder Hypercar sitzen. Wir dürfen unsere Saisons zurechtlegen, wie wir es möchten, zumindest solange wir eine positive Bilanz einfahren.

  1. Seite 1 Einstieg, Umfang, Karrieremodus
  2. Seite 2 KI und Handling
  3. Seite 3 Gameplay und Technik
  4. Seite 4 PS5, Sound, Fazit und Wertung
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