Trotz schicker Grafik kann uns Project Motor Racing nicht komplett überzeugen. Zum Abschluss unseres Tests verraten wir euch das Fazit und die Wertung.
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Mit ein paar Veränderungen in den Grafikeinstellungen konnten wir das Tearing beheben, seitdem ruckelt das Geschehen allerdings hin und wieder. Meistens jedoch nur in der Startaufstellung vor den Rennen, was wiederum verschmerzbar ist.
Die Entwickler kennen das Problem des sogenannten Stuttering und möchten es schnellstmöglich beheben. Auch die restlichen Performance-Schwierigkeiten sind glücklicherweise recht leicht zu fixen, doch der Zustand, in dem sich Project Motor Racing zum Launch befindet, ist für Käufer sicherlich ärgerlich.
Insgesamt kann sich die Simulation sehen lassen, bietet aber auch keine Revolution im Genre. Die Replays hinken aber dem echten Live-Gameplay hinterher. Die Wiederholungen sind auf PC und PS5 keine Offenbarung und laden nicht gerade zum mehrmaligen Anschauen ein.
Quelle: PC Games
Die Replays wirken qualitativ schwächer als das eigentliche Gameplay. Hier muss das Entwicklerteam nochmal ran, schließlich möchten wir unsere Glanzleistungen nachträglich bewundern.
Wenn wir eh schon bei der Sony-Konsole sind, verlieren wir auch darüber noch ein paar Worte. Insgesamt wirkt die Performance auf der Playstation nämlich sogar besser als auf unserem Rechner mit AMD Ryzen 5 5800 X 8-Core und eingebauter RTX-5070-Grafikkarte.
Allerdings müssen wir dafür Abstriche in Kauf nehmen. Die Höchstanzahl an gegnerischen Fahrzeugen liegt auf der PS5 bei 15 Stück. Auf dem PC heizen dagegen 31 Autos um die Piste. Für eine Sim, die auch auf Multiclassing setzen möchte, ist das auf der Playstation definitiv zu wenig. Für die Zukunft muss also auch auf der Konsole noch was passieren, bevor die Leute wieder zur Konkurrenz wechseln. Denn die wird immer zahlreicher.
Das Steuern mit dem DualSense-Gamepad ist erwartungsgemäß anspruchsvoll, aber mit Übung möglich. Zumindest mit den langsameren Fahrzeugtypen kommen wir in der Karriere gut zurecht. Mit mehr Pferden unter der Haube verlieren wir dagegen häufiger die Kontrolle. Dabei sind vor allem die Karren ein Problem, die uns auch schon mit Lenkrad Schwierigkeiten bereiten.
Quelle: PC Games
Mit den alten Modellen des Porsche 911 macht es gewaltigen Spaß, um die Kurven zu brettern. Wir entwickeln sehr schnell ein gutes Gefühl für die Oldtimer.
Brachiale Extraklasse
Zu guter Letzt dreht sich in unserem Test alles um den Sound. Denn die Geräuschkulisse in Project Motor Racing ist fantastisch. Die Motoren unterscheiden sich deutlich in Sachen Klang. Ob wir nun im MX-5, im Cadillac-Hypercar oder im Panoz Esperante GTR-1 unsere Runden drehen - alle Fahrzeuge haben ihren eigenen Sound.
Vom Hybrid-, bis hin zum dröhnenden Turbomotor gibt's jede Menge Abwechslung auf die Ohren. Und bei Rennsimulationen sind es schließlich die, die mitessen und nicht die Augen, wie das Sprichwort üblicherweise sagt.
Dass sich unser Renn-Ingenieur hin und wieder über Funk zu Wort meldet, ist zwar nur ein Detail, aber ebenfalls eine tolle Kleinigkeit. Meistens gibt er uns sogar sinnvolle und motivierende Ansagen durch.
Wer sich neben Rennen gegen die KI noch weiter austoben möchte, kann sich für Multiplayer-Events qualifizieren. Ja, qualifizieren! Wir müssen an einem Lizenztest teilnehmen und in einem 8-Runden-Rennen eine vorgegebene Zeit schlagen. Schaffen wir das, bekommen wir ein erstes Rating und dürfen an Online-Events teilnehmen.
Quelle: PC Games
Es sind für die Zukunft etliche Online-Events geplant. Bislang konnten wir im Multiplayer noch nicht wirklich durchstarten.
Vor Release ließen sich noch keine vollen Lobbys finden, das sollte sich aber ändern, denn in Project Motor Racing gibt's schließlich Crossplay. Auf den ersten Blick wirkt der Netcode gut, aber für ein endgültiges Fazit reichen unsere Eindrücke noch nicht.
Insgesamt braucht Project Motor Racing noch ein ordentliches Feintuning: Viele Funktionen fehlen, einige Features sind noch nicht ganz ausgereift und die KI zerstört hin und wieder den Spielspaß. Das Potenzial ist aufgrund des größtenteils gelungenen Handling-Modells aber da. Eventuell behebt auch der bereits angekündigte Day-One-Patch einige Probleme. Spannend bleibt die Entwicklung des Titels in der Zukunft trotzdem.
Meinung
Project Motor Racing erscheint am 25. November für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Zum Preis von 60 - 70 Euro erhaltet ihr ein großes Umfangpaket, das in den nächsten Wochen allerdings noch Überarbeitung benötigt. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde eine Early-Access-Fassung vom Publisher gestellt.
