Nicht nur die mitreißende Rennatmosphäre katapultiert Race Driver GRID in Richtung Genre-Spitze.
Die Technik
Race Driver: GRID
Grafisch kann man kaum meckern: Kein Tearing, kaum merkliche Pop-Ups, wenig Kantenflimmern und trotz vieler Wagen sowie Trümmerteile läuft das Spiel stets butterweich. Die Strecken sind detailliert und erinnern an die tollen Umgebungen von Project Gotham Racing 4, wobei Race Driver: GRID über kein Wettersystem verfügt. Es ist immer trocken. Dafür hat das Spiel einen fließenden Tag- und Nachtwechsel, den man bei den 24 Stunden von Le Mans schön beobachten kann. Die Wagenmodelle inklusive Cockpitsicht, sind zwar nicht ganz so detailliert, wie vielleicht bei einem Gran Turismo 5: Prologue, doch dafür sieht das Schadensmodell mit seinen umher fliegenden Teilen (die dann über das ganze Rennen lang liegen bleiben) einfach phänomenal aus, ebenso die Dreckbildung. Besonders die tollen Replays sind dadurch immer einen Blick wert. Auch Schatten- und Lichteffekte sind auf der Habenseite zu verbuchen. Codemasters hat aus den technischen Fehlern eines Colin McRae: DiRT ordentlich gelernt und eine fast fehlerfreie Technik auf die Beine gestellt.
Allerdings ist es so, dass es auf einigen, wenigen System zu Freezes und Abstürzen kommen kann, weswegen Codemasters bereits an einem Patch arbeitet. Auch während des Tests kam es dazu, dass in den ersten 2-3 Rennen periodisch für eine halbe Sekunde das Bild einfror. Das hatte jedoch scheinbar etwas mit dem Caching der Konsole zu tun, da bis zum Schluss und nach unzähligen Stunden kein weiterer Ruckler mehr auftrat. Die Ladezeiten von GRID sind ebenfalls einen Blick wert, schließlich werden euch dort viele Statistiken gezeigt. Lang sind sie ohnehin nicht.
Race Driver: GRID
Die Wagensounds scheinen recht realistisch aufgenommen worden zu sein, zumindest klingen die Fahrzeuge sehr unterschiedlich. Ebenso trägt der Boxenfunk zur Rennatmosphäre bei, obwohl er sich wiederholt. Einen Soundtrack gibt es in diesem Sinne nicht. Seid ihr zum Beispiel in der letzten Runde eines Rennens, im finalen Lauf einer Meisterschaft oder tretet in einem Duell an, setzt dann doch Musik ein, die an Actionfilme erinnert und dadurch die Stimmung aufheizen will, was allerdings nur teilweise gelingt. Viel interessanter ist, dass das Publikum tatsächlich auf Rennereignisse, wie zum Beispiel einen Unfall, reagiert und die Situation passend begleitet. Eine Info am Rande: Im Soundmanager könnt ihr aus einer Liste euren Namen wählen. Und so säuselt bei jedem Start des Spiels eine Frauenstimme den eigenen Namen und heißt euch willkommen. Wer braucht da schon teure 0900-Nummern, wenn man GRID besitzt? Wer einen Namen trägt, der nicht dabei ist, kann sich immerhin noch einen passenden Spitznamen wie "Granate" aussuchen.
