Vor über einem Jahr gruselten wir uns endlich auch mal unterwegs was die Gänsehaut hergab, als mit Resident Evil Revelations für den 3DS die Spieleserie ihrem Ruf wieder gerecht wurde. Nun bekommen aber auch die stationären Heimkonsolen eine eigene, aufpolierte Version des Handheld-Hits. Sorgt nun also ein Handheld-Titel auf den Heimkonsolen für altbekannte Resi-Momente?
Zugegeben: Bereits auf dem 3DS war die Geschichte rund um Revelations eher stark stereotyp als innovativ. Terroristengruppierung Veltro hat es mit dem T-Abyss-Virus auf die Menschheit und die Weltmeere abgesehen. Dem entgegen stehen Chris Redfield sowie Jill Valentine, welche von euch wechselweise übernommen werden, samt jeweiliger Partner, um diese Bedrohung abzuwenden und den Terroristen das Handwerk zu legen. Wie schon im Original wird die Geschichten über neun bis zehn Stunden auf zwölf Kapitel verteilt erzählt. Während die SS Queen Zenobia gut und gerne als Hauptort des Geschehens betitelt werden darf ist mit einer Eiswüste oder auch der künstlichen Bio-Stadt Terragrigia für ein wenig Abwechslung vom dunklen Dampfer-Grusel geboten. Noch immer wechseln sich die Ballerei und Gruselei munter ab, im späteren Spielverlauf nimmt jedoch der Action-Anteil etwas zu stark das Heft in die Hand.
Quelle: Capcom
Resident Evil: Revelations (5)
Wie schon eingangs erwähnt, hat man für die Heimkonsolen vor allem an der grafischen Präsentation gearbeitet und ordentlich auf HD geschraubt. Dabei gehen jedoch manche Texturen oder Gesichtsausdrücke auf dem Weg vom kleinen zum großen Bildschirm verloren und auch die Basis zahlt den Port-Preis mit teils starken Slow-Downs und Rucklern auf allen großen Systemen. Ungeachtet dessen bleibt in Sachen Spielspaß alles dort wo es hingehört und vermittelt den gleichen, schaurig guten Gesamteindruck den wir schon beim Test der Handheld-Version hatten. In puncto Umfang kommen ein paar neue Outfits, neue Spielcharaktere im Raubzug-Modus, sowie die obligatorischen Erfolge und Trophies für Sammler hinzu.
Einen wirklichen Vorteil bietet im Vergleich der großen Konsolen der Controller der WiiU, da hier die Vorzüge eines zweiten, berührungsintensiven Screens vom 3DS direkt weiter genutzt werden können. Nicht nur, dass hier viele der HUD-Elemente ausgelagert werden, kann auch das Spiel auf dem Gamepad selbst weitergespielt werden. Die große Offenbarung im Hinblick auf den Tochscreen des WiiU-Pads bleibt jedoch aus.
