Rogue Legacy 2 im Test: Die Fortsetzung lässt uns nicht mehr los

Test Felix Schütz
Rogue Legacy 2 im Test: Die Fortsetzung lässt uns nicht mehr los
Quelle: Cellar Door Games

Schöner, größer und rundum verbessert: Rogue Legacy 2 hängt seinen beliebten Vorgänger in jeder Hinsicht ab. Mit neuem Klassensystem, zig Upgrades, schicker Grafik und vielfältigen Helden sorgt das Rogue-lite im Test für Langzeitmotivation.

Zusätzlich zu den Basisklassen haben eure Helden auch wechselnde Zauber und Talente. Es gibt Feuerbälle und magische Schilde, Giftattacken und Dynamitstangen, Ausweichrollen und sogar ein kleines, fliegendes Piratenschiff, mit dem ihr für ein paar Sekunden lang um euch ballern dürft. Cooles Detail: Hin und wieder landet ihr bei euren Abenteuern in einem speziellen Raum, wo man Waffen, Zauber oder Talente auswechseln darf und dafür sogar noch belohnt wird. Tauscht euer Schurke seine Dolche beispielsweise gegen eine Axt, gibt's dafür einen wertvollen Buff, der euch für den Rest des Runs erhalten bleibt. Ganz selten könnt ihr hier auch Sonderwaffen mitnehmen, zum Beispiel eine tödliche Pizza, die ihr wie einen Bumerang auf eure Gegner schleudert. Später im Spiel könnt ihr außerdem noch Sekundärklassen für eure Heldenauswahl freischalten, dadurch stehen euch diese Sonderwaffen direkt zur Verfügung.

Als wäre das alles noch nicht genug, werdet ihr bei euren Streifzügen auch immer wieder in Schatzkammern stolpern, wo ihr euch eines von zwei Relikten aussuchen dürft. Die verpassen euch dann für diesen Run spezielle Eigenschaften, die sich stark auf eure Spielweise auswirken können. So erhaltet ihr plötzlich Nahrung von besiegten Gegnern oder eure Waffen teilen Feuerschaden aus. Andere Relikte lassen euch tödliche Treffer überstehen oder überladen euren Mana-Pool, wenn ihr Schaden erleidet. Also eine richtig feine Sache, die aber natürlich einen Haken hat: Relikte verbrauchen Entschlossenheit. Sinkt dieser Wert unter eine gewisse Grenze, schrumpft euer Lebensbalken empfindlich zusammen. Hier muss man stets gut abwägen, ob man ein Relikt nicht einfach liegen lässt und sich die Entschlossenheit lieber für ein besseres Upgrade aufhebt.
Der Ausbau eurer Burg verschlingt Unmengen an Gold, schaltet dafür aber tonnenweise Upgrades frei. Quelle: PC Games Der Ausbau eurer Burg verschlingt Unmengen an Gold, schaltet dafür aber tonnenweise Upgrades frei.

Aufgerüstet

Euer Maximum an Entschlossenheit hängt auch mit eurer Rüstungsklasse zusammen. Denn auch hier legt Rogue Legacy 2 noch ein paar Schippen drauf. Genau wie im Vorgänger begegnet ihr einem Schmied, der sich dann in einer kleinen Siedlung niederlässt. Hier könnt ihr euch vor jedem Run neue Ausrüstung anfertigen lassen, wenn ihr dem Schmied die nötigen Baupläne und Ressourcen liefert. Diesmal haben Waffen und Rüstungsteile aber nicht nur starke passive Boni und Set-Eigenschaften, sie erhöhen auch euer Gewicht, was sich unmittelbar auf euren Entschlossenheitswert auswirkt. Wenn ihr euren Helden zum Beispiel nur in dünne Lederklamotten steckt, seid ihr zwar deutlich verwundbarer, bekommt dafür aber extra viel Entschlossenheit, um zusätzliche Relikte einzusacken. Auch hier gilt: Risiko und Nutzen abwägen und einfach das wählen, was sich für euch am besten anfühlt - es gibt kein richtig oder falsch!
Das gilt auch für die Zauberin, die ihr schon kurz nach Spielbeginn freischaltet und die danach vor jedem Durchgang auf euren Besuch wartet. Bei ihr dürft ihr Runen ein- und ausschalten, die ihr zuvor in speziellen Schatztruhen erbeutet habt. Runen verleihen euch passive Boni, haben allerdings auch Runengewicht, das ihr erst durch Burg-Upgrades steigern könnt. Ein Grund mehr, so viele Reichtümer wie möglich heimzuschleppen!

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Wege zum Erfolg

Irgendwann seid ihr stark genug, um euch an den ersten Bossgegner zu wagen. Welcher das ist, spielt keine Rolle, die Reihenfolge bestimmt ihr nämlich selbst. Die Bosse sind gut designt, bringen viele unterschiedliche Attacken zum Einsatz und hauen ausgesprochen kräftig zu - da wird euer ganzes Können auf die Probe gestellt. Ist euch ein Boss noch zu schwer? Dann ignoriert ihn einfach, versucht in die nächsten Gebiete vorzustoßen und baut euer Schloss weiter aus. Um eure Erfolgschancen zu erhöhen, könnt ihr auch möglichst viele Relikte und Upgrades sammeln, die eure maximalen Lebenspunkte erhöhen, bevor ihr euch an den Boss wagt. Das führt natürlich zwangsläufig zu Wiederholungen, aber die gehören in dem Genre schließlich ausdrücklich dazu.

Bildergalerie

Unterwegs schaltet ihr außerdem mehrere Teleporter frei, mit denen ihr euch schnell von einem Gebiet ins nächste transportieren könnt. Auch vor Bossgegnern sind solche Schnellreisepunkte installiert. Solltet ihr an einem dicken Brocken scheitern, habt ihr außerdem die Option, das Layout der Spielwelt zu fixieren - das kostet zwar etwas Gold, doch dafür könnt ihr euch direkt zum Boss teleportieren und einen weiteren Versuch starten.

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