Sekiro: Shadows Die Twice in der gamescom-Vorschau: Endlich haben wir From Softwares neues Werk selbst gespielt!
Special
Auf der E3 2018 in Los Angeles wurde From Softwares neues Action-Adventure Sekiro: Shadows Die Twice angekündigt und auf der gamescom 2018 durften wir den in einer Fantasy-Version des feudalen Japan angesiedelten Titel für PC, PS4 und Xbox One auch endlich selbst zocken. Typisch für Spiele des Entwicklerstudios bissen wir dabei häufig ins Gras.
Eigentlich durften wir "nur" die Demo von Sekiro spielen, die uns bereits auf der E3 vorgestellt wurde, doch ein From-Software-Game vorgespielt bekommen und selbst zocken ist eben ein riesengroßer Unterschied. Während sich die Entwickler in Los Angeles ziemlich problemlos durch die hübsch gestaltete Spielwelt bewegten und die dort wartenden feinde ausschalteten, kommen wir in Köln ziemlich ins Schwitzen. Bei uns muss sich eben erst der From-Software-typische Lerneffekt einstellen. Bis wir wissen, wie wir bestimmte Gegner besiegen, indem wir ihre Attacken aushebeln, sterben wir mehrere Tode. Eigentlich kein Problem, schließlich darf man in Sekiro ein paar mal wiederauferstehen, doch bei manchen Feinden hilft es uns auch nicht, dass wir vor dem Game Over zwei Mal auf den Spuren Jesu wandeln dürfen.
Spaß beim Sterben
Zunächst schwingen wir uns mit Sekiros Greifhaken über Dächer und Bäume, schalten Gegner unbemerkt von oben aus, doch dann treffen wir auf einen gut gepanzerten Samurai mit schweren, teils nichtkonterbaren Attacken, der auch noch von Schützen und Schildträgern Unterstützung bekommt. Obwohl wir nur fünf Minuten im Spiel sind, sterben wir hier gefühlt tausend Tode. Doch von Versuch zu Versuch lernen wir dazu. Wir nutzen Sekiros Fähigkeiten besser und erkennen im Areal neue Wege, von denen wir ungesehen vorgehen können. Schlussendlich hangeln wir uns an dem Vorsprung entlang, auf dem der Schütze steht und schalten diesen heimlich aus. Danach umgehen wir den Samurai und zerbrechen die Schilde der anderen Feinde mit unserer Axt, bevor wir ihnen unser Schwert in den Leib rammen. Anschließend springen wir aus erhöhter Position auf den Samurai, der nach dieser Attacke schon mal einen seiner zwei Lebensbalken einbüßt. Nun weichen wir mit einer Rolle aus, kontern, was wir können, achten auf die Bewegungsmuster und schlagen immer wieder schnell zu. Der garstige Widersacher ist endlich Geschichte.
Quelle: Activision
Sekiro: Shadows Die Twice in der gamescom-Vorschau (3)
Nun gelangen wir in einen Hof, wo mehrere Gegner unterwegs sind und ein mächtiger Oger in Ketten liegt. Zunächst schleichen wir um den Platz und schalten die Schützen außerhalb aus. Der Oger wird trotzdem auf uns aufmerksam und reißt sich los. Wir halten Abstand zu dem Ungetüm und erledigen erst mal die menschlichen Gegner. Als diese nur noch ein Haufen blutiger Matsch sind, wechseln wir unsere Nebenwaffe. Statt einer Axt oder den Wurfsternen haben wir nun eine Fackel, die wir dem Oger ins Gesicht schlagen und ihn so zum Brennen bringen. Der riesige Klopskerl, der uns zuvor versuchte mit Dropkicks zu treffen, bekommt nun Panik. Dadurch können wir ihn mit unserem Schwert malträtieren. Diesen Vorgang wiederholen wir ein paar Mal und die Kreatur fällt tot in den Staub. Dafür brauchten wir sogar nur zwei Heiltränke! Überhaupt muss man sagen, dass sich die Kämpfe wunderbar wuchtig anfühlen und verdammt intensiv sind. Hat man Sekiros Fähigkeiten und Attacken erstmal verinnerlicht, fühlen sich die packenden Gefechte einfach richtig an. Auch wenn man mal auf die Fresse kriegt, steht man wieder auf, kämpft weiter und hat Spaß dabei. Man merkt von Minute zu Minute, wie man besser wird und so das Hauen und Stechen noch mehr genießen kann.
Bildergalerie
Zum Abschluss der Demo dürfen wir auch noch gegen den richtigen Bossgegner antreten. Der Dämonen-ähnliche, riesige Mönch tritt uns auf einer kleinen Brücke unter prächtigen Bäumen entgegen und schwingt dabei eine Sense mit enormer Reichweite. Wir bleiben in Bewegung, kontern, erklimmen immer wieder die Bäume, um uns von oben auf den Fiesling zu stürzen, heilen uns und trotzdem schaffen wir es nur, den ersten seiner drei Lebensbalken mit einem Stich durch den Kopf zu leeren. Danach beißen wir ins Gras, denn der Mistkerl-Mönch beschwört Nebel und greift gleichzeitig mit drei Schattengestalten an. Leider können wir nur noch ein Mal auferstehen und müssen den Controller der gespielten PC-Version beiseite legen. 40 Minuten Spaß und fast so viele Tode liegen hinter uns und wir würden am liebsten einfach weiterspielen.
