Shank im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Der unkomplizierte 2D-Brawler macht mit seinem schicken Comiclook schon Laune, ist aber doch recht kurz ausgefallen.

Wenn man sich Shank auf die Konsole lädt, fühlt man sich gleich an Robert Rodriguez- oder Quantin Tarantino-Werke erinnert, was nicht nur auf die Charaktere, den Grafikstil und die Umgebungen zutrifft, sondern auch auf die Story. In Kill Bill, ich meine Shank, wird die Frau/Freundin von Shank von einer Verbrecherorganisation getötet und Shank im Glauben seines Todes zurück gelassen. Dieser recht sich nun fürchterlich an der Bande und legt einen Obergangster nach dem anderen um, bis er letztendlich vor dem Boss steht.

Ich sehe rot

Shank Shank Shank ist ein klassischer seitwärts scrollender 2D-Brawler, wie man ihn aus der guten, alten Zeit kennt. Es geht nach oben und unten sowie nach rechts und links. Dabei stürmen uns von allen Seiten Gegner entgegen. Einige greifen im Nahkampf an, andere benutzen Fernkampfwaffen und sogar Granaten. Einige sind flink und weiblich, andere riesige Muskelberge, die es ordentlich zu bearbeiten gilt. Shank ist relativ kurz, denn nach rund vier Stunden ist das fröhliche Gemetzel wieder vorbei. In dieser Zeit haben wir rund 700-800 Bösewichte um die Ecke gebracht. Derart viele Feinde in eine kurze Spielzeit zu packen, heißt natürlich, dass der Bildschirm nur so von Schlachtvieh überladen wird. Teilweise muss man es mit rund 10 Feinden gleichzeitig aufnehmen. Hier ist eine durchdachte Vorgehensweise selten hilfreich, einfach rein ins Vergnügen und möglichst schnell die Angriffstasten drücken.

Shank Shank Mit seinen Messern führt Shank leichte Angriffe aus, bei schweren Angriffen stehen mehrere Waffen zur Auswahl, so zum Beispiel eine Kettensäge, zwei Macheten oder ein Schwert. Auf der dritten Angriffstaste liegen die Fernkampfwaffen wie Dual-Pistolen, Pumpgun und Uzi. Durch diese Möglichkeiten lassen sich nett anzuschauende Offensiven abfeuern, doch wie gesagt, Kontrolle ist nicht immer möglich. Manchmal muss man sich auf sein Glück verlassen. Übrigens kann Shank auch Angriffen ausweichen und Feinde packen, um sie dann mit einer der drei Attacken zu bearbeiten. Wahlweise stopfen wir dem Gegenüber eine Granate ins Maul und stoßen ihn weg.

Shank Shank Und da wären wir schon bei der Gewaltdarstellung, die stark überzeichnet daher kommt, wie eigentlich alles im Spiel, und literweise Blut vergießt. Obwohl man auf seine Gegner wie ein Berserkern mit Messern ein sticht, sie würgt oder die Kettensäge sprechen lässt, gibt es kaum abgetrennte Körperteile oder ähnliche Dinge zu sehen. In Verbindung mit dem Comicstil hat sogar die USK ihr Einverständnis gegeben. Shank ist zwar auf den ersten Blick ultra-brutal, beim zweiten Hinsehen wird vieles wieder relativiert. Zum Glück nimmt sich das Spiel selbst nicht all zu ernst.

Gegner über Gegner und kein Ende in Sicht

Shank Shank Shank macht mit seinem simplen und schnell erlernten Gameplay kurzzeitig ungemein viel Spaß. Nach rund 30 Minuten Spielzeit hat man im Prinzip aber alles schon gesehen und das Gameplay wird in die Endlosschleife gestellt. Die Gegner werden zwar zahlreicher, die Umgebung ändert sich ebenfalls, mehr Abwechslung ist jedoch nicht gegeben. Immerhin, ab und zu schnappen wir uns eine Minigun und richten mit ihr sehr viel Schaden an. Die Jump & Run-Sequenzen sind halbautomatisch und alles andere als schwer. Man muss im Prinzip nur zur rechten Zeit abspringen. Und so läuft Shank wie der Prinz von Persien an Wänden entlang, schwingt sich von Haken zu Haken und klettert an Rohren entlang.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk