Der unkomplizierte 2D-Brawler macht mit seinem schicken Comiclook schon Laune, ist aber doch recht kurz ausgefallen.
Shank
Bei den Kämpfen ist Shank durchaus fordern, auch auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Zum Glück gibt es extrem viele und fair gesetzte Checkpoints, weswegen kein Frust aufkommt. Auf "schwer" fallen diese Punkte weg. Zwischen den Horden von Standardgegnern warten die Bosse auf uns. Nun muss man ein wenig überlegter vorgehen, doch auch hier ist die Taktik bei rund 60 Prozent der Obermotze nahezu identisch. Man fühlt sich an diverse Hüpfspiele erinnert, in denen man der Schildkröte drei Mal auf den Kopf springen muss. Dennoch sind diese Kämpfe nett inszeniert. Und die aller letzte Bossbegegnung ist dann doch eine kleine Herausforderung. Wer die knapp vierstündige Singleplayer-Kampage beendet hat, darf sich mit der noch kürzeren und lokalen Koop-Mission begnügen. Dazu muss nur noch ein Kollege an die Konsole gezerrt werden. Hier wird übrigens die Vorgeschichte zu Shank erzählt. Spaß macht das Unterfangen allemal. Schade, dass es nicht online zur Sache geht.
Buntes Treiben
Shank
Die Optik von Shank kann überzeugen, was für die nett animierten Charaktere sowie die abwechslungsreichen Hintergründe gilt. Schauplätze und Figuren orientieren sich am Grindhouse-Phänomen, während man sich durch ein Kloster, einen Rotlichtbezirk, Lagerhallen oder eine schicke Villa metzelt. Klei Entertainment hat sich aus vielen Bereichen der Filmkultur bedient und ein angenehm aussehendes Gesamtwerk kreiert, was auch auf die Musikuntermalung zutrifft. Leider ist das knapp zwei Gigabyte große und 1.200 Microsoft Points bzw. 14,99 Euro teure Shank komplett in Englisch gehalten. Untertitel gibt es nicht. Zwar bekommen wir einige Zwischensequenzen im Comicstil zu sehen, die Rachestory ist allerdings derart simpel gestrickt, dass man eigentlich keine Verständnisprobleme bekommen sollte. Die Sprachausgabe ist zudem gut gelungen.
