Ship Simulator Extremes im Gamezone-Test

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Definitiv ein Spiel der Sparte "Serious Gaming", das eher für ganz hartgesottene Hochseekapitäne am PC ist.

Mit dem Ship Simulator Extremes hat das niederländische Softwarehaus VSTEP aus Rotterdam die dritte Ausgabe seines Schiffsimulators fertiggestellt. Von Paradox Interactive (Stockholm, Schweden) vertrieben verspricht das Spiel dem Spieler die Möglichkeit, die Ozeane zu erobern.

Ship Simulator Extremes Ship Simulator Extremes VSTEP betrat erstmals 2006 mit seinem "Ship Simulator 2006" die Bühne des Serious-Gaming. Seitdem gab es dazu mehrere Add-Ons, sowie eine 2008er Version mit mehr Booten und der Möglichkeit auf offener See zu fahren. Erwähnenswert ist im Übrigen die Tatsache, dass die Professional-Variante des Simulators, die unter dem Namen Nautis veröffentlicht wird, von vielen Institutionen wie Küstenwachen oder sogar dem Militär zu Ausbildungs- und Testzwecken verwendet wird.

Ship Simulator Extremes Ship Simulator Extremes Das Spiel kommt wie üblich in einer DVD-Box und belegt nach der Installation ca. 3 GB auf der Festplatte des zukünftigen Kapitäns. Die Bindung an Steam sorgte bei der Verkaufsversion für erheblichen Ärger, denn die mit dem Spiel ausgelieferten Schlüssel wurden nicht akzeptiert, die Installation damit vereitelt. Nach einigen Tagen wurde dann ein Patch geliefert, der das Problem behebt, dennoch möchte man doch meinen, die Hersteller und Publisher testen Ihre eigenen Produkte vor der Auslieferung an den Kunden? Zum Zeitpunkt dieses Tests ist man mit Hilfe eines weiteren Patchs schon bei Version 1.2.2 angekommen.

Ship Simulator Extremes Ship Simulator Extremes In Ship Simulator Extremes kann man sich in drei verschiedenen Kampagnen mit jeweils 10 Missionen austoben. Das ist zunächst die Greenpeace Kampagne. Greenpeace ist auch als Kooperationspartner auf der Verpackung angegeben, wenn auch leider nur mit einem kleinen unscheinbaren Logo. Der Spieler ist in dieser Kampagne Kapitän eines der beiden Schiffe "Esperanza" oder "Rainbow Warrior III". Letztere ist im Übrigen noch auf der deutschen Berner Fassmer Werft im Bau befindlich und soll nächstes Jahr zum 40. Jubiläumsjahr von Greenpeace vom Stapel laufen. Die Missionen geben einen Überblick über die typischen Einsatzgebiete der Vorbildschiffe. So muss man zu Beginn vor dem Hafen von Rotterdam das illegale Versenken von Giftmüll verhindern aber auch den illegalen Import von Tropenhölzern verhindern. Eine Ölspur im Wasser ruft uns ebenso auf den Plan, wie die Tatsache, dass ein Ölkonzern eine Öltankanlage im Meer versenken will. Nach einer Transferfahrt über den Atlantik gilt es Walfänger zu bekämpfen. Hier sind zunächst einige Vorbereitungsmissionen notwendig bis es dann im großen Finale gilt die Walfänger tatsächlich zu behindern und Beweisfilme zu drehen. Abschließend muss man noch den Bau einer Station in der Antarktis unterstützen. Jede erfolgreich abgeschlossene Mission schaltet eine Belohnung frei. Im Falle der Greenpeace Kampagne kann man sich Videos ansehen, in denen Greenpeace Aktivisten von Ihrer Tätigkeit erzählen.

Wer es lieber gemütlich mag, ist bei der Tourismuskampagne gut aufgehoben. Hier springt man für den plötzlich erkrankten Kapitän eines großen Kreuzfahrtschiffs ein. Kaum ist man per Transfer angekommen, geht es auf große Fahrt z.B. nach Bora Bora, San Francisco oder Sydney. Damit es nicht langweilig wird, gibt es einen Brand zu meistern, Transfers für Passagiere, Sightseeingfahrten etc. Auch hier können Belohnungen, in diesem Fall Postkarten der angefahrenen Ziele, freigeschaltet werden.

Ship Simulator Extremes Ship Simulator Extremes Die dritte Kampagne, auch Kernkampagne genannt, könnte man als bunten Eintopf bezeichnen, der mit verschiedenen Missionen gefüllt ist, die thematisch völlig unterschiedlich sind und den Alltag von Seeleuten recht gut widerspiegeln. So gilt es eine Hafenrundfahrt, diverse Lotsen- und Schleppfahrten, Feuerpatrouillen und Küstenwachdienste zu absolvieren. Die Krönung ist dann die Atlantikquerung. Belohnt wird man in diesem Fall mit Artikeln rund um die Missionsthemen.

Die aus dem Vorgänger bekannten Einzel-Missionen sind entfallen. Der Menüpunkt Missionen ist noch vorhanden, ist aber nur mit einem Tutorial "gefüllt". Natürlich kann man auch ein freies Spiel wagen, in dem sich alle Aspekte, von Gegend, Wetter bis zum verwendeten Schiff beliebig definieren lassen.

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