Nachdem die Grundlagen gelegt sind, können nun endlich die ersten Baumaßnahmen in der Stadt beginnen. Die folgenden Tipps sollen den Einstieg in die erste Stadt erleichtern, sodass ausreichend Mittel für Weiteres vorhanden sind.
Quelle: Maxis/EA
SimCity 4
Welche Gebiete soll ich anlegen?
Sim City 4 bietet verschiedene so genannter Zonen an, auf denen später unterschiedliche Gebäudekategorien entstehen. Grüne Zonen stellen Wohngebiete dar, auf blaue Zonen gedeihen Einzelhandel- und Dienstleistungszentren und letztlich wachsen Industriegebäude auf gelben Zonen. Diese unterteilen sich wiederum in Zonen unterschiedlicher Dichte und erlauben somit ein gesteuertes Wachstum.
Quelle: Selbst gemacht, Sim City 4
So könnten die ersten Zonen aussehen.
Zu Beginn einer Stadt sollten niedrige und mittlere Zonen errichtet werden, da die Nachfrage nach höheren Dichten (auf denen auch größere Gebäude wachsen können) schlicht noch nicht da ist und ohnehin nur kleine Häuser entstehen. Zunächst sollte in die Breite gebaut werden, wobei man darauf achten muss, dass man Industriezonen nicht in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten setzt. Erstere sorgen für eine hohe Wasser- und Luftverschmutzung, was sich stark negativ auf die Beliebtheit der umliegenden Regionen auswirkt. Als Puffer dazwischen eignen sich neben Park- und Waldflächen auch Gewerbegebiete. Auf Agrargebiete kann man, sofern man keine Bauernstadt erstellen will, getrost verzichten. Diese bieten auf großen Flächen nur Platz für wenige Arbeiter und sorgen zudem für hohe Verschmutzung.
Die Nachfrage nach entsprechenden Zonen ändert sich im Verlaufe des Spiels, abhängig von der Attraktivität der Stadt, was sich in der Versorgung (Bildung, Gesundheit, etc.) widerspiegelt. Man sollte diese immer im Auge behalten, denn auch wenn man noch so viele Wohngebiete setzt – wenn die Nachfrage fehlt, wird dort auch niemand einziehen. Als Grundsatz sollte man sich merken, dass nur jeder zweite Bürger in der Stadt Arbeit sucht.
Zu Beginn des Spieles leben vorwiegend arme und ungebildete Bürger in der Stadt, die Arbeitsplätze in Fabriken suchen. Dementsprechend sollte man zunächst auf gelbe Zonen setzen, an den Verbindungsstraßen von Wohn- zu Industriegebieten können kleinere Gewerbezonen errichtet werden. Die Attraktivität der letzteren ist zudem vom Verkehr abhängig. Je mehr Autos, Busse etc. eine Straße nutzen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort gehobenere Dienstleistungsstätten entstehen.
Quelle: Selbst gemacht, Sim City 4
Auch im späteren Verlauf des Spieles erkennt man die Gebietsaufteilung.
Es werde Licht!
Hat man die ersten Zonen gebaut, müssen diese nun über einen Stromanschluss verfügen, da ansonsten nicht gebaut werden kann. Auf teure Kraftwerke wie Solar- und Windanlagen, sofern bereits zu Spielbeginn vorhanden, sollte zunächst verzichtet werden, da diese die Ausgaben in die Höhe schnellen lassen, was für eine Kleinstadt tödlich sein kann. So sollte die erste Wahl den Kohlekraftwerken gelten, die aber tunlichst am Kartenrand gebaut werden müssen, weil die hohe Verschmutzung wie Gift auf die Einwohner wirkt. Industriezonen, von High-Tech-Betrieben einmal abgesehen, können aber ruhig in der Nähe gebaut werden. Nun muss lediglich eine Stromleitung zu sämtlichen Gebieten gezogen werden und schon sieht man die ersten Sims in ihre Häuser ziehen.
Auf jeden Fall sollten die Ausgaben für die einzelnen Infrastrukturanlagen heruntergeregelt werden, da gerade Kraftwerke zu Beginn längst nicht ausgelastet werden. Also einfach auf ein Kraftwerk klicken und die Ausgaben senken, dabei jedoch stets den angezeigten Bedarf im Auge behalten. Stromausfälle mag niemand. Hat man bereits mehrere Städte in einer Region, können alle Ressourcen auch im- oder exportiert werden um Geld zu sparen oder gar zu verdienen.
Auf Wasserversorgung kann man in den ersten Augenblicken der Stadtgründung noch verzichten, diese wird erst für einkommensstärkere Einwohner und Arbeitsstätten von Bedeutung. Da diese keine Verschmutzung darstellen, können Wassertürme und co. jedoch auch in Siedlungen untergebracht werden – nicht jedoch in Industriezonen, da die Brunnen durch die Wasserverschmutzung schnell von der Umweltbehörde stillgelegt werden. Beachten sollte man außerdem, dass Wohngebiete eher wenig Wasser verbrauchen, während Fabriken sehr hohen "Durst" haben.
Mülldeponien und Kraftwerke sind zu Beginn ebenfalls nicht wichtig, bei größeren Städten aber von essenzieller Bedeutung. Auch hier sollte beachtet werden, dass dreckige Deponien nicht in der Nähe von Wohngebieten gebaut werden. Zudem kann man je nach Belieben einen kleinen Bug (?) nutzen: Müllkraftwerke produzieren zwar keinen Strom, wenn man die Ausgaben auf null gesenkt hat, verbrennen aber dennoch eine gehörige Menge an Müll.
