Sony will nicht hinterher hinken und liefert mit dem Dance Ableger ihrerseits eine Tanzsimulation. Gelungen oder ein Flop?
Noch kurz vor Weihnachten veröffentlicht Sony nochmals einen weiteren Singstar Ableger und möchte mit der Unterstützung von Move zusätzlichen Schwung in die altehrwürdige Karaoke-Serie bringen. Es wird nicht nur munter fröhlich geträllert, sondern auch das Tanzbein geschwungen. Vor allem Zuge von Microsoft Kinect und einigen Verkaufsschlagern auf der Nintendo Wii ein durchaus verständlicher Schachzug, doch kann der exklusive Playstation 3 Titel mit solchen Größen wie Just Dance (Nintendo Wii) oder Dance Central (Xbox 360) mithalten?
SingStar Dance
In den Grundzügen bleibt sich die Serie vollkommen treu und serviert uns das altbekannte Spielsystem wie auch das durchgängig gelungenen Menüs. Die Auswahl verschiedener Optionen oder Songs aus der Plattensammlung wird nicht nur mit dem Controller oder der hervorragend funktionierenden Stimmerkennung vorgenommen, neuerdings könnt ich auch den Motion Controller zur Hand nehmen. Dies ist ebenso intuitiv wie auch kinderleicht zu handhaben, indem mit gedrücktem Trigger und jeweiliger Bewegung der Menüpunkt ausgewählt wird.
Nichts neues im Träller-Bussiness
Blicken wir auf das allgemeine Karaoke-Gameplay, hat sich mal wieder nichts getan. Mit einem Spitzname oder dem PSN Useraccount trällert man zu den Songs, deren Texte auf dem Bildschirm zusammen mit passenden Notenlinien eingeblendet werden. Je genauer der Ton getroffen wird, desto mehr Punkte hagelt es, wobei diverse Schwierigkeitsgrade Einsteigern wie Profis Ziele setzen. Was alleine zwischen den heimischen vier Wänden zwar durchaus unterhaltsam ist, wird spätestens in geselliger Runde oder auf einer Party zur ordentlichen Gaudi. Diverse Mehrspielervarianten inklusive kooperativen Harmonie-Duetten oder rivalisierenden Duellen für bis zu acht Spieler sorgen für gute Laune und dank peinlicher Videos zusätzlich für Schadensfreude. Aus spielerischer Sicht, lässt man den Move Motion Controller mal außen vor, hat sich also mal wieder so gut wie gar nichts getan und für reine Singfetischisten ist auch Singstar Dance mal wieder nur ein übliches Update an neuen Songs.
Über die Liste kann man bekanntlich wieder streiten, doch bezogen auf das Titelthema hat Sony eine ordentliche Riege an Musikstars im Aufgebot. Die Hits der 90er Jahre von den N*Sync oder den Backstreet Boys mögen nicht jedem ins Ohr gehen, ein Blick auf die Hintergrundvideos lässt aber schon erahnen, was mit dem Move Controller so alles abverlangt wird. Natürlich darf aktuell auch Lady Gaga nicht fehlen, wobei anstatt ihrem "Poker Face" etwas neuere Titel durchaus interessanter gewesen werden. Spätestens wenn aber solche Klassiker wie "Heart of Glass" von Blondie oder gar "I Will Survive" von Gloria Gaynor aus den Lautsprechern scheppern, dürften die etwas älteren Semester unter den Spielern aufmerksam werden. Werft einfach einen Blick auf die Songliste um nach persönlichem Geschmack entscheiden zu können, ob der Dance Ableger gefällt oder nicht.
Jetzt kommt Bewegung ins Spiel ...
SingStar Dance
Eines merkt man der 30 Songs umfassenden Liste aber definitiv an: Sie ist wie geschaffen, um das Hüftbein zu schwingen und zum Rhythmus der Musik hin und her zu wippen. Wer nicht schon unweigerlich mit dem Mikrofon in der Hand durch das Wohnzimmer hopste, wird spätestens mit dem Move Controller zum Tanzen animiert. Dancekracher, absolut rhythmische R&B und Rap-Songs, sowie richtige Klassiker gefallen und bieten tolle Tanzfolgen.
