Das Spiel mit der Zeitmanipulation ist ein gelungener Zeitvertreib für den Sommer, aus dem man aber mehr hätte machen können.
Die technische Seite, ist sie veraltet?
Singularity
Alle drei Versionen (Xbox 360, PlayStation 3 und PC) sehen sich sehr ähnlich. Natürlich hat der PC kleinere Vorteile, die allerdings kaum ins Gewicht fallen. Auf Konsolen sehen Texturen jedoch etwas zu matschig aus. Obwohl wieder der typische Unreal Engine Look attestiert werden kann, gibt es einige nette grafische Effekte zu sehen. Die Alterungsprozesse sehen teils spektakulär aus, während die Zeitsprünge ebenfalls viel hermachen. Die düsteren Korridore wurden prima umgesetzt, die Framerate ist stabil und Tearing kommt auch nicht vor. Leider muss man die Texturnachlade-Probleme erwähnen, die bei der PlayStation 3 am deutlichsten auffallen, ebenso wie die längsten Ladezeiten. Darüber hinaus ist die Grafik schick genug, nur wirkt sie leider zu wenig eigenständig, was jedoch das Problem vieler Spiele auf Basis der UE3 ist. Die Soundkulisse ist ebenfalls gelungen und unterstützt die Atmosphäre. Die deutsche Sprachausgabe hinterlässt einen guten Eindruck und glänzt mit witzigen, russischen Akzenten, was jedoch nicht jedem gefallen dürfte. Der Held selbst ist wie Gordon Freeman über die ganze Spielzeit still und lediglich der übliche Befehlsempfänger.
Deutsche Version geschnitten
Der Blutgehalt wurde drastisch reduziert. Blutspritzer an den Wänden wurden ebenso entfernt wie Einschusslöcher bei Gegnern, seien es nun Menschen oder Mutanten. Lediglich wenn man die Nagelkanone benutzt, soll man noch kleinere Eintrittslöcher wahrnehmen können. Separieren von Gliedmaßen? Nicht in Deutschland, wobei es auch hierbei erneut verwunderlich ist, dass die Mutanten in ihre Einzelteile zerschossen werden können, die menschlichen Gegner allerdings nicht. Allzu verheerende Schäden durch große Waffen wurden ebenfalls entfernt, und so wirkt z.B. die Autocannon nicht mehr derart zerstörerisch wie im Original. Schlussendlich wurden auch einige grausame Einstellungen in den Zwischensequenzen entschärft, so dass Bluteffekte und Hinrichtungen gestrichen wurden.
