Socom: Special Forces im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Spannend inszenierte Missionen und fordernde Kämpfe sowie der Multiplayer für bis zu 32 Spieler zeichnen den Titel aus.

Lasst die Waffen sprechen

Socom: Special Forces Socom: Special Forces Obwohl es in Socom: Special Forces etwas taktischer zur Sache geht, heißt das nicht, dass Munitionsarmut oder ein ähnlich unerfreulicher Zustand vorherrscht. Der Third-Person-Shooter ist ein sehr actionreiches Spiel, bei dem man alles verballern darf, was man hat. Überall finden sich Munitionskisten, während man zusätlich die Knarren der Feinde einsammeln kann. Vor jeder Missionen darf man zwei Hauptwaffen und zwei Granatentypen mitnehmen. Es ist also möglich, entweder ein Sturmgewehr, eine MG, ein Scharfschützengewehr oder auch eine Pumpgun einzupacken, die sich grundsätzlich fast beliebig kombinieren lassen. Da uns selbst viele Heckenschützen begegnen, ist eine Sniper-Rifle nie verkehrt. Je häufiger man eine bestimmte Waffe nutzt, desto mehr Extras, wie zum Beispiel Visiere oder größere Magazine, werden freigeschaltet. Es lohnt sich demnach, einen Schießprügel komplett aufzurüsten, da spürbare Vorteile daraus resultieren.

Socom: Special Forces Socom: Special Forces Auch wenn sich weitläufige Areale für Socom: Special Forces angeboten hätten, sind die Kampfgebiete meistens recht eng begrenzt, weswegen nur wenige Routen zum Ziel führen. Man kann zwar auch selbst flankieren, dies ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Es bleibt zwar häufig ein wenig taktischer Spielraum übrig, letztendlich führt es dazu, dass man ganz einfach frontal zuschlägt, da die geplanten Manöver irgendwie nur selten so gelingen, wie man es sich vorgestellt hat. Die Missionsziele ähneln sich hingegen: Man wandert von Punkt A nach B und muss irgendetwas sabotieren oder stehlen. Es kann man aber auch ordentlich krachen, wenn man gegen Panzer oder Kampfhubschrauber antreten muss. Zum Glück stehen uns hinter den feindlichen Linien nicht selten Kampfdrohnen zur Verfügung, denen wir gepanzerte Ziele zuweisen können. Kurze Zeit später erhellen gleißende Explosionen den Bildschirm. Die Granaten lassen sich ebenfalls zielgenau werfen, weil sie grundsätzlich dort landen, wo das Zielkreuz hinzeigt. Das funktioniert im Freien prima, in geschlossenen Räumen hätte man sich gewünscht, dass die Flugbahn angezeigt wird. Mit geskripteten Ereignissen wird übrigens sparsamer umgegangen als in einem Call of Duty. Dennoch sind sie vorhanden und steigern die Atmosphäre.

Socom: Special Forces Socom: Special Forces An anderer Stelle muss man möglichst lange seine Position verteidigen, einen Hinterhalt für einen Konvoi legen oder es mit dem Geschützturm eines dicken Schlachtschiffs aufnehmen. Ab und zu muss ohne das eigene Team ein Stealth-Einsatz bei Nacht durchgeführt werden. Hier meuchelt man seine Feinde lautlos mit dem Messer nieder oder schleicht an ihnen vorbei. Wenn man entdeckt wird, ist das in 99 Prozent der Fälle der sichere Tod. Eine Anzeige verdeutlicht, ob wir gut oder schlecht zu sehen sind. Manchmal haben die Feinde allerdings Adleraugen und entdecken uns, obwohl dies eigentlich nicht geschehen sollte. Bei diesen Einsätzen ist viel Geduld und noch mehr Trial & Error nötig, da es im Prinzip nur einen Weg gibt, den man erst mühsam entdecken muss. Das kann durchaus für ein wenig Frust sorgen, da Socom: Special Forces ohnehin nicht das einfachste Spiel ist. Immerhin sind die Checkpoints recht fair verteilt. Die Spielzeit ist typisch für einen 3rd-Person-Shooter. Nach 6-7 Stunden ist man auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad durch. Ansonsten braucht man durchaus länger.

Die Mehrspieler-Modi

Socom: Special Forces Socom: Special Forces Abseits der Kampagne wird jedoch noch reichlich Umfang geboten, so zum Beispiel im Koop-Modus für bis zu fünf Spieler. Hier darf man seine eigene, kleine Kampagne mit mehreren Missionstypen erstellen oder die Stärke der KI regulieren. Danach geht es in die Schlacht, in der man sich mit seinen Kameraden sehr gut absprechen muss, weswegen Headsets Pflicht sind. Ansonsten stehen Multiplayer-Matches für bis zu 32 Spieler zur Verfügung. Da wäre unter anderem das typische Deathmatch, das sich grundsätzlich wie bei anderen Shootern spielt und erwartungsgemäß ziemlich hektisch wirkt.

Socom: Special Forces Socom: Special Forces Die drei anderen Spielmodi sind schon als etwas anspruchsvoller und teamorientierter zu bezeichnen. So muss man Bombenspezialisten eskortieren, Daten vom Feind beschaffen oder Kontrollpunkte sichern, um letztendlich die Basis des Gegners anzugreifen. Das ist sehr fordernd und benötigt Teamabsprachen. Einzelkämpfer sind dabei nicht gerne gesehen. Für jede erfolgreiche Aktion werden Erfahrungspunkte gesammelt, die dazu führen, dass man im Rang aufsteigt. Damit werden unter anderem vielen Waffen und deren Verbesserungen freigeschaltet. Eine Clan-Funktion ist ebenfalls vorhanden. Hier können eigene Regeln aufgestellt werden, weswegen die Spieler beispielsweise alle mit einer speziellen Waffe unterwegs sind. Insgesamt gehört der Multiplayer-Modus von Socom: Special Forces zu einem sehr ordentlichen Vertreter sein Zunft.

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