Sonic Riders Zero Gravity im Gamezone-Test

Test Andreas Keser

Sonic schwingt sich aufs Hoverboard und beeinflusst die Schwerkraft. Interessantes Konzept oder Rohrkrepierer?

Der flinke Igel ist nicht zu bremsen. Ob er auf den Next-Gen-Konsolen durch die Landschaft düst, den Handhelds einen Besuch abstattet oder sich sogar mit Mario in den Olympischen Spielen duelliert - Sonic ist vielbeschäftigt und gut unterwegs. So auch in seinem neusten Abenteuer. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Jump'n'Run, sondern um ein Rennspiel. Dem blauen Igel wird ein Hoverboard unter die Füße geschnallt (wozu eigentlich, er ist doch auch so schon blitzschnell?!) und ab geht die Post. Im Rennen um den ersten Platz wird nebenbei wieder einmal der finstere Plan des Bösen durchkreuzt. Die Frage ist nur, ob Sonic mit Hoverboard eine ebenso gute Figur abgibt, wie ohne...

Amoklaufende Robos

Sonic Riders Zero Gravity Sonic Riders Zero Gravity Wie hätte es auch anders sein können? Es dreht sich wieder einmal alles um den Master Emerald, der schon wieder... Moment! Dieses Mal geht es gar nicht um den wertvollen Klunker? Nein tatsächlich! Aber es geht dennoch um einen Stein mit magischen Kräften. Eines Nachts fällt das ringförmige Objekt einfach so vom Himmel und stellt im wahrsten Sinne alles auf den Kopf. Tails hat den mysteriösen Meteoriten gefunden und ist gerade mit Sonic und Knuckles unterwegs. Plötzlich werden sie von völlig durchgedrehten Robotern überrascht. Diese haben es auf den Stein abgesehen und setzen alles daran, ihn Sonic und seinen Freunden aus den Fingern zu reißen. Die drei flüchten aber auf ihren Hoverboards und verstehen die Welt nicht mehr. Sie wollen der Sache auf den Grund gehen und treffen schon bald auf alte Bekannte. Doch was steckt wirklich hinter der Kraft, die aus dem All kam?

Der kurze und langweilige Storymodus

Sonic Riders Zero Gravity Sonic Riders Zero Gravity Die Geschichte wird im Storymodus anhand von kurzen Zwischensequenzen weitererzählt. Sonderlich ausgereift und kreativ ist sie aber nicht ausgefallen, da dem Spieler eine 0815-Handlung vorgelegt wird, die nicht fesseln kann und völlig frei von Spannung und Dramatik ist. Nach und nach erfährt man immer mehr über den mystischen Stein und am Ende geht es wieder einmal darum, die Welt aus den Fängen des Bösen zu retten und die Pläne von finsteren Gesellen zu vereiteln. Auch in Sachen Ideenreichtum hat man sich gänzlich unkreativ gezeigt, denn man macht vom Anfang bis zum Schluss immer nur das Gleiche: Rennen bestreiten! Einmal mit der Zielvorgabe, dass man Erster werden muss und ein anderes Mal soll man eine bestimmte Bestzeit erreichen. Im Endeffekt ist das ein reiner Rennen-Modus, der hier und da durch primitive Story-Sequenzen aufgelockert werden soll. Es reicht aber noch nicht, dass weder die Geschichte, noch die nicht vorhandene Spannungskurve enttäuschen. Auch der Umfang ist wirklich nicht lobenswert. Nach etwa zwei Stunden flimmern bereits die Credits über den Schirm. Danach hat man allerdings die Möglichkeit, die Geschichte nochmals aus einer anderen Sicht und mit neuen Charakteren und Strecken durchzuspielen, aber irgendwie ist die Luft dann schon raus, da man die grobe Geschichte kennt und auf die "Feinheiten" gerne verzichten kann. Da helfen auch die erspielten Extras nicht viel.

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Allerdings lohnt es sich das Spiel zumindest einmal komplett durchzuspielen, da ansonsten die ganzen Strecken und zusätzlichen Optionen für andere Modi (Zeitrennen usw.), nicht vorhanden sind. Man kann sich dadurch auch Dinge im Shop kaufen.

Sonic auf dem Hoverboard

Sonic Riders Zero Gravity Sonic Riders Zero Gravity Sonic ist weltbekannt für seine flinken Füße. Neben Roadrunner und Speedy Gonzales ist er eines der schnellsten Tiere, das die Welt je gesehen hat. Da ist es natürlich völlig einleuchtend, dass man ihn auf ein Hoverboard stellen muss. Ist ja nicht so, als wäre er ohne nicht mindestens genau so schnell... Den Sinn dahinter muss man nicht unbedingt verstehen, aber "Sonic Riders Zero Gravity" ist nun mal ein Rennspiel auf Hoverboards geworden. Doch was ist der Unterschied zu anderen Rennspielen? Zunächst einmal ein positiver Aspekt: Das Speedgefühl der bekannten Sonic-Reihe ist gut eingefangen worden, denn hier und da kann es ziemlich rasant werden. Es gibt Loopings, Schanzen, Beschleuniger und viele andere Booster. Man kann schon mal leicht den Überblick verlieren, aber meistens behält man die Kontrolle.

Sonic Riders Zero Gravity Sonic Riders Zero Gravity Wie der Titel schon sagt, spielt auch die Gravitation (sprich Schwerkraft) eine entscheidende Rolle. Da ihr in Besitz einer der magischen Steine seid, könnt ihr die Erdanziehungskraft beeinflussen. Setzt sie zu gegebener Zeit außer Kraft und bringt Objekte zum Schweben, sodass sie den Weg nicht blockieren. Aber was noch viel besser ist - auf diese Weise könnte ihr so etwas wie eine Bullet-Time einsetzen und fiese 90°-Kurven kinderleicht überstehen. Das ist noch nicht alles an Besonderheiten. Durch das Einsammeln von Ringen, die überall auf den Pisten verteilt sind, kann euer Hoverboard gepimpt werden. Habt ihr eine bestimmte Anzahl an Ringen erhalten, dürft ihr aus eurem Board kurzerhand ein Motorrad oder einen coolen Jet machen. So seid ihr natürlich schneller und damit wachsen eure Chancen auf den Sieg erheblich. Unabhängig von der Art des Fahrzeuges, lässt sich ein ganz besonderer Turbo einsetzen. Dies ist aber nur für kurze Zeit möglich. Haltet die L1- oder R1-Taste gedrückt und Sonic hebt ab. Er schwebt wie ein geölter Blitz durch die Lüfte und lässt seine Konkurrenten hinter sich. Wenn er nun auch noch ein paar Objekte rammt, beschleunigt er (wieso auch immer?!) und ist kaum mehr zu bremsen. Jedoch sollte man mit der Landung aufpassen. Verfehlt man die Strecke, landet man im Nichts und muss erst wieder auf der Piste abgesetzt werden. Das braucht wertvolle Zeit. Man kann auch über Stangen grinden, Abkürzungen erforschen und Power-Ups einsetzen. Diese helfen entweder dabei, sich die Gegner vom Leib zu halten, indem sie aggressiv aus dem Weg geschleudert werden oder unterstützen die Ringebeschaffung, indem ein Magnetfeld alle Ringe in der näheren Umgebung heranzieht. Aber eigentlich spielen sie eine eher unbedeutende Rolle und sind nicht mit Bananenschalen, Panzern oder Blitzen aus "Mario Kart" und Konsorten zu vergleichen.

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