Bethesda: Entwickler haben Angst, Todd Howards Ideen zu kritisieren, sagt Ex-Mitarbeiter

News Michael Miskulin
Bethesda: Entwickler haben Angst, Todd Howards Ideen zu kritisieren, sagt Ex-Mitarbeiter
Quelle: Youtube/Wired

Ein Ex-Bethesda-Entwickler erhebt schwere Vorwürfe: Viele Kollegen hätten sich nicht getraut, Todd Howard zu widersprechen. Das soll Folgen für wichtige Entscheidungen im Studio gehabt haben.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Bethesda Game Studios meldete sich zu Wort und zeichnete kein besonders schmeichelhaftes Bild seines ehemaligen Chefs Studio-Chefs Todd Howard und der internen Entscheidungsprozesse. Dieser soll laut des früheren Kollegen nur selten offen hinterfragt worden sein.

Bethesda intern: Zu viel Respekt vor der Chefetage?

Auslöser ist ein älteres Interview mit Dennis Mejillones, das kürzlich wieder mehr Aufmerksamkeit in den sozialen Medien bekam. Der ehemalige Character Artist, der an Titeln wie Skyrim, Fallout 4 und Starfield beteiligt war, beschrieb in dem vor einem Jahr stattgefundenen Interview eine Arbeitskultur, in der viele Entwickler offenbar Hemmungen hatten, ihrem Vorgesetzten zu widersprechen. Laut Mejillones habe genau das langfristig zu problematischen Entscheidungen geführt.

Dabei wollte Mejillones aber seine Kritik nicht als persönlichen Angriff verstanden haben. Howard sei ein "phänomenaler Mensch", aber eben nicht unfehlbar. "Ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich Todd gesagt habe: 'Mann, das ist keine gute Idee.' Normalerweise habe ich meine Meinung geäußert, wenn mir etwas wirklich am Herzen lag. Todd und ich konnten zumindest miteinander reden", so Mejillones. Ein Verhalten, das seiner Einschätzung nach nicht selbstverständlich im Team gewesen sei.

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Um seine Sicht zu verdeutlichen, zog Mejillones einen Vergleich mit George Lucas. Er erklärte: "Ich halte George Lucas für ein Genie, aber ich glaube, auch Genies haben manchmal schreckliche Ideen, weißt du? Nicht alles kann perfekt sein." Eine offene Feedback-Kultur sei deshalb essenziell, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu vermeiden.

Als öffentliches Gesicht von Bethesda stünde Howard ohnehin regelmäßig im Rampenlicht - besonders dann, wenn Projekte wie Fallout 76 oder Starfield gemischte Reaktionen hervorriefen. Große Verantwortung brächte eben nicht nur Einfluss, sondern auch verstärkte Kritik mit sich.

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Quelle: Dennis Mejillones auf Youtube

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