Rod Fergusson verlässt Blizzard und die Diablo-Reihe nach fünf Jahren und vier großen Releases. Was der Gaming-Veteran plant - und wie es jetzt mit Diablo weitergeht.
Mit Diablo verbindet man düstere Fantasy-Welten, blutige Dämonenschlachten und legendäre Loot-Jagden. Seit dem ersten Teil von 1996 hat sich die Action-RPG-Reihe von Blizzard Entertainment zu einer der ikonischsten Marken im Gaming entwickelt - mit Millionen verkauften Exemplaren, prägenden Gameplay-Mechaniken und einer treuen Fanbasis.
Zuletzt hat Diablo IV für Aufsehen gesorgt und uns zwar nicht vollends überzeugt, doch dank der Diablo-Formel im Test trotzdem gut abgeschnitten. Ein entscheidender Kopf hinter diesem Erfolg: Rod Fergusson. Der Branchenveteran stieß 2020 zu Blizzard, übernahm die Leitung der Diablo-Marke und steuerte sie durch gleich mehrere große Releases. Jetzt hat er überraschend seinen Abschied verkündet.
"Mit dem Schwert in der Hand" - Fergusson kündigt seinen Abschied an
In einem Post auf X erklärte Fergusson, dass es nach fünf intensiven Jahren Zeit sei, Blizzard und Microsoft den Rücken zu kehren und sich neuen Abenteuern zu widmen: "Nach fünf Jahren, in denen ich das Diablo-Franchise mit vier großen Veröffentlichungen vorantreiben durfte, ist es für mich an der Zeit, Blizzard/Microsoft mit dem Schwert in der Hand zu verlassen und zu sehen, was als Nächstes kommt.
Die Teams sind für den Erfolg aufgestellt und haben eine aufregende Reihe von Veröffentlichungen vor sich. Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir zusammen aufgebaut haben, und freue mich auf das, was als Nächstes auf Diablo und mich zukommt". Fans stehen jetzt vor einem Rätsel: Wie wird es nach dem Abgang des Chefs mit Diablo weitergehen?
Immerhin stieß Fergusson in einer der wohl schwierigsten Phasen zu Blizzard. Sowohl Diablo 4 als auch Diablo Immortal befanden sich gerade in Entwicklung. Und die lief nicht wirklich rund - trotzdem schaffte es der Branchen-Veteran, beide Titel erfolgreich zu veröffentlichen und hat mit Diablo 2 Resurrected sogar auch noch die Nostalgiker befriedigt.
Dank von Phil Spencer - und viele offene Fragen
Blizzard bestätigte den Abgang offiziell, gab jedoch weder Gründe noch Details zu Fergussons Nachfolge bekannt. Xbox-Chef Phil Spencer nutzte die Gelegenheit, um Fergusson öffentlich zu würdigen: "Du hast Stärke, Höllenfeuer und Vision in eine der ikonischsten Spielereihen gebracht. Diablo IV mit dir zu spielen, war großartig - danke für alles, was du dem Spiel und der Community gegeben hast".
Was Fergusson nun als Nächstes plant, ist noch unklar. Die Fans spekulieren bereits, ob er erneut zu einem großen Entwicklerstudio wechseln, ein eigenes Projekt starten oder vielleicht sogar in eine ganz andere Branche eintauchen wird. Sicher ist: Diablo verliert eine prägende Figur - und Gamer weltweit werden gespannt verfolgen, wie es sowohl mit der Reihe als auch mit Fergussons Karriere weitergeht.
Ob neue Seasons, frische Inhalte oder vielleicht sogar ein Add-on: Die Zukunft von Diablo bleibt spannend - auch ohne Fergusson am Steuer. Aktuell gibt es ja einige Spekulationen rund um die nächste Erweiterung für Diablo IV, die Blizzard geplant hat. Und auch bei der Konkurrenz von Path of Exile tut sich einiges.
