Take-Two bringt nur selten Spiele zu Abo-Diensten wie PS Plus oder Game Pass. Präsident Karl Slatoff nennt jetzt die Gründe für diese Strategie.
Viele Publisher setzen inzwischen stark auf Game Pass und PS Plus, um Reichweite und Spielerzahlen schnell zu erhöhen. Doch Take-Two Interactive, das Haus hinter GTA, Red Dead Redemption und den NBA 2K-Spielen, geht hier deutlich zurückhaltender vor. Jetzt hat Präsident Karl Slatoff erklärt, warum sich das Unternehmen nur in ausgewählten Fällen für diese Abo-Plattformen entscheidet.
Take-Two: Es muss sich wirtschaftlich lohnen
"Wir bringen unsere Titel gelegentlich in einige dieser Abo-Dienste", so Slatoff in einem Investorengespräch. Man arbeite gerne mit den Plattformbetreibern zusammen, aber nur, wenn sich der Schritt wirtschaftlich auszahle.
In der Vergangenheit habe man das etwa mit der NBA 2K-Reihe getan, um Spielerbindung und Reichweite zu steigern. Konkrete Pläne für künftige Releases wollte Slatoff jedoch nicht nennen. Das Ziel sei es, zum richtigen Zeitpunkt den maximalen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Es geht nicht darum, um kurzfristig Abos zu pushen.
Keine Day-One-Releases
CEO Strauss Zelnick betonte bereits zuvor, dass Take-Two neue Spiele nicht zum Release in Game Pass oder PS Plus veröffentlichen werde. Hochkarätige Titel wie Call of Duty könnten zwar kurzfristig Abos ankurbeln, böten aber langfristig keinen Nutzen für den Publisher.
Diese Sicht teilen auch andere Entwickler. Alex Hutchinson, Studioleiter von Raccoon Logic, erklärte kürzlich, dass Day-One-Releases im Game Pass den Wert von Spielen mindern und der Branche schaden könnten. Sein eigenes Studio habe dies mit Revenge of the Savage Planet erlebt. Die Resonanz blieb hinter den Erwartungen zurück. Take-Two setzt also weiter auf eine gezielte und wirtschaftlich begründete Auswahl, und lässt sich offenbar nicht vom Abo-Hype mitreißen. Könnt ihr diese Ansicht nachvollziehen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Quelle: gamespot
