orever Skies hat eine geniale Idee für Survival-Spiele - aber scheitert an den Erwartungen
Special
Nach nicht ganz zwei Jahren im Early Access ist Forever Skies endlich als Vollversion erschienen. Doch kann das Luftschiff-Survival-Spiel bei den Spielern nicht so richtig landen.
Allerdings sind nicht alle Vertreter, weder die der Flora noch die der Fauna, von freundlicher Natur. Immer wieder muss ich mich vor giftigen Pflanzen in Acht nehmen, die mir bei Kontakt Schaden zufügen, und vor feindlichen Kreaturen, die mich angreifen, sobald ich ihnen zu nahekomme.
Insgesamt wirkt die Geschichte zwar rund erzählt, aber wenig aufregend. Mutige Wissenschaftler haben sich bei dem Versuch, ihre Forschung voranzubringen, wie es häufig der Fall ist, gründlich verzockt und ihre Forschungsobjekte gehörig unterschätzt, was unweigerlich zum Tod geführt hat. Die Idee, den Survival- und Basenbauaspekt mithilfe einer linearen Geschichte etwas mehr Biss zu verleihen, ist in den Grundsätzen super, allerdings fehlt mir in der Geschichte der Tiefgang.
Natürlich habe ich die Storyline weiterverfolgt, aber nicht, weil mich wirklich interessiert hat, was dem Team passiert ist, das vor mir auf der Erde war. Nicht mal, weil ich unbedingt dieses Heilmittel finden wollte, denn ich selbst merke von meiner Pesterkrankung nichts. Sondern lediglich, weil ich nur so weitere Fortschritte für neues Equipment und bessere Ausrüstung machen konnte.
Kämpfe gegen mutierte Kreaturen
Wie bereits erwähnt, sind mir natürlich nicht alle Lebensformen auf der zerrütteten Erde friedlich gesinnt. Während Pflanzen mich meist lediglich vergiften oder mir anderweitigen Schaden zufügen, wenn ich mich zu nahe an sie heranwage, greifen mich feindliche Kreaturen direkt an.
In den meisten Fällen handelt es sich dabei um durch die Katastrophe mutierte Insekten. Diese können von kleinen Grillen über mittelgroße Gliederfüßer bis hin zu gigantischen Gottesanbeterinnen meine Expedition zu einer ernsthaften Gefahr werden.
Quelle: Far From Home S.A.
Bei den kleineren Kreaturen, die sich oberhalb des Staubs befinden, sind die Angriffe selten stark und schon gar nicht tödlich. Bei einigen bin ich danach mit einem Virus infiziert, den das Vieh übertragen hat, ansonsten habe ich dabei wenig zu befürchten. Auch die Kämpfe gestalten sich dementsprechend simple. Mit nur einem Messerhieb ist der Fall erledigt. Alternativ tut es auch ein einzelner Pfeil mit meiner Armbrust, doch ist das bei den meisten Kreaturen, die mir in der Oberwelt begegnen, schade um die Munition.
Anders verhält es sich unterhalb des Staubs in der Unterwelt. Dort lauern gigantische Wesen, die mir mit Zangen, Scheren, giftigem Speichel und vielem Weiteren blitzschnell den Garaus machen können. Bei diesen Zeitgenossen komme ich mit meinem Messer nicht weit, und auch die Armbrust braucht zahlreiche Treffer, um eines dieser Viecher zu erledigen.
Was sich anfangs als herausfordernde Kämpfe darstellt, entpuppt sich allerdings leider schnell als Geduldsprobe. Nicht etwa, weil die Kämpfe zu fordernd und damit schwer zu bewältigen wären. Nein, sobald ich herausgefunden habe, wie sich die einzelnen Gegnertypen verhalten, muss ich mich lediglich an den passenden Ort stellen und so lange Pfeile auf die entsprechende Kreatur schießen, bis sie schließlich umfallen. Das Ganze hat nicht viel mit einem spannenden Kampf, stattdessen mehr mit einem lästigen Beschuss aus der Ferne zu tun.
