Obwohl in Clear Sky wirklich einiges an Potential schlummert, schreckt der unfertige Zustand des Spiels ein wenig ab.
STALKER: Clear Sky
An Hilfsgerät steht dem Spieler jedoch auch weiteres zur Verfügung. Neben dem PDA kann ein jeder Stalker einen Detektor bei sich tragen, der ihn vor Anomalien warnt aber auch Artefakte erkennt und einem den Weg zu eben diesen wertvollen Kleinigkeiten zeigt. Von Anfang an erhält der Spieler einen, der jedoch aufgrund seiner billigen Machart nur die Richtung eines Artefakts anzeigt. Mit steigender Erfahrung und dem damit einhergehenden Geld kann man sich jedoch mit modernem und vor allem nützlicherem Gerät nachrüsten, und findet so auch immer leichter die begehrten Artefakte. Auch eine Schraube steht dem Spieler wieder zur Verfügung, mithilfe derer man Anomalien aufdecken kann, indem man sie einfach hineinwirft. Während man diese anfangs noch häufiger verwendet wird sie im weiteren Verlauf jedoch zusehends unwichtiger, sodass man im Endeffekt auch komplett darauf hätte verzichten können.
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Ebenso verzichten hätte man auf die neue Gefahrenanzeige können. Diese ist derart minimalistisch klein und unauffällig ausgefallen, dass man schon mal minutenlang übersehen kann, dass man mitten im Säurebad steht oder sich durch strahlenverseuchtes Gebiet kämpft. Auch der Geigerzähler zeigt nun die Strahlung etwas umständlicher an, als man es noch vom Quasi-Vorgänger gewohnt ist - Stalker-Veteranen werden hier anfangs eventuell noch ihre Probleme haben. Doch auch Neulinge haben es schwer, denn so recht erklärt wird die Gefahrenanzeige nur dürftig und umständlich. Dies ist jedoch ganz generell der Fall: Erklärungen zu den Anzeigen und unterschiedlichen Geräten und Items gibt es kaum, meist hilft jedoch ein kurzer Blick ins Handbuch, ins Internet oder die gutbewährte "Trial-and-Error"-Methode.
Schnelle Multiplayer-Action mal ganz lahm
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Neben dem recht umfangreichen Singleplayerpart bietet Clear Sky uns aber auch einen Mehrspieler-Teil, der insgesamt vier Spielmodi bietet: Deathmatch, Team-Deathmatch, Jagd auf das Artefakt und Capture the Artefact. Und überraschenderweise muss man sagen: Der Multiplayer-Modus macht von Beginn an Laune! Anders als der Einzelspieler kommt es hier direkt zu Action, großartige Laufwege sind meist nicht notwendig. Im Großen und Ganzen präsentiert sich uns in allen Modi ein äußerst flinker und geschwindkeitslastiger Shooter, der durchaus zu unterhalten weiß. Zu Beginn einer Runde kann, wie beim großen Multiplayer-Vorbild "Counter-Strike", das Waffenarsenal eingekauft werden, dass man in den folgenden Minuten einzusetzen gedenkt. Dieses baut auf zweierlei Systemen auf: Geld und Rängen. Als Neueinsteiger auf einem Server muss man sich erst durch Kills Geld und Rangpunkte erspielen, um so auch an großkalibrige Waffen zu gelangen. Einfacher ist es hierbei, einfach einem anderen Spieler die Waffe zu stehlen, indem man sich seiner "entledigt". Klingt selbstredend einfach, ein Duell "Pistole gegen Raketenwerfer" verläuft jedoch in den wenigstens Fällen gut für den niederrangigen Spieler.
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Obwohl der Mehrspielermodus der einzige Part des Spieles ist, der von der ersten Minute an fesseln kann, hat auch dieser einige Fehler. So kam es auf fast allen Servern bisher zu gewaltigen Lags, die dafür sorgen, dass man mit Pings knapp über 100 in einer Art Schwebe- oder Beammodus über die Karte gleitet oder gar ruckelt und somit selber kaum noch jemanden trifft, dafür aber auch für andere nur noch schwer treffbar ist. Weiterhin kam es vermehrt zu Server- und Clientabstürzen, was extrem spielspaßhemmend in einem Multiplayer-Match wirkt. Der aktuelle Patch sollte dieses Problem zwar bestmöglich beheben, jedoch sind ruckelnde und laggende Spieler nach wie vor keine Seltenheit, sodass auf dem falschen Server ganz schnell Frust aufkommt. Alles in allem sieht ein gutabgestimmter Netzwerk-Code anders aus.
