Obwohl in Clear Sky wirklich einiges an Potential schlummert, schreckt der unfertige Zustand des Spiels ein wenig ab.
Technisch ganz in Ordnung...
STALKER: Clear Sky
... wären da nicht die üblichen kleinen Fehler! Grafisch macht der Titel, vor allem auf High-End Rechnern, einen sehr guten Eindruck, die aufgemotzte X-Ray Engine tut ihren Dienst zu unserer Zufriedenheit. Mit netten Effekten und imposanter DX10-Grafik auf den passenden Rechnern ist einiges fürs Auge geboten. Vor allem die Weitläufigkeit des Areals ist gelungen, der Spieler hat zu jedem Zeitpunkt den Eindruck, er könnte jeden Fleck den er sieht auch zu jedem Zeitpunkt besuchen. Dies ist aber manchmal nur auf Umwegen möglich, womit wir auch schon bei den negativen Punkten wären: Denn obwohl die Spielwelt sehr offen aufgebaut ist und sich damit Open-World-mäßig gibt, ist der Übergang zwischen verschiedenen Zonen mit hässlichen Lade-Szenen verbunden, die somit die komplette Atmosphäre zerstören. Auch Abstürze und einfrierende Grafik-Engines und -Treiber waren bei unserem Test keine Seltenheit, ob dies nun an der Hardware oder dem Produkt selber lag, können wir nicht genau bestimmen. Weiterhin traten vermehrt Clipping-Fehler an den Charakteren auf, die besonders im persönlichen Gespräch auffielen. Zusammengenommen weiß die Engine jedoch die passende Stimmung zu transportieren, solange sie denn funktioniert.
STALKER: Clear Sky
Klanglich ist Clear Sky mit gemischten Gefühlen anzusehen. Während einerseits die Vertonung der wichtigen Charaktere, die die Story vorantreiben, ganz wunderbar gelang und die akzentuierten Sprecher geradezu positiv hervorstechen, haben die anderen Figuren nur allgemeingehaltene und ewiggleiche Phrasen auf den Lippen. Während die Hintergrundmusik zwar teilweise atmosphärisch die passende Gruselstimmung zu transportieren weiß und passend zur Grafik beigesteuert wurde, mangelt es bestimmten Teilen der Zone leider gänzlich an Geräuschkulissen. Geradezu erschreckend ist das Speichersystem von Clear Sky. Denn obwohl in der unteren Bildschirmhälfte oftmals ein Speichersymbol auftaucht, wir deuteten die kleine Diskette als solches, gibt es kaum Autosave-Punkte. So richtig erfahren tut man davon jedoch erst beim ersten Ableben, dann muss man nämlich alles nochmals von vorn beginnen.
