Star Wars Battlefront Classic Collection ist eine absolute Katastrophe - Test

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Star Wars Battlefront Classic Collection ist eine absolute Katastrophe - Test
Quelle: Aspyr

Dieser X-Wing legt eine gewaltige Bruchlandung hin: Im Test entpuppt sich Star Wars Battlefront Classic Collection als absolute Katastrophe - wie konnte das geschehen?

Vor allem die integrierte Ragdoll-Physik hat es in sich: Wenn Sturmtruppen nach Explosionen wie Marionetten durch die Gegend fliegen, können wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Gleiches gilt für das aktivierte Friendly Fire, das immer wieder für kuriose Situationen sorgt.

Die Macht ist noch spürbar

Dass Star Wars: Battlefront Classic Collection bisweilen dennoch leidlich Spaß macht, liegt zum einen am Nostalgiefaktor, zum anderen aber auch an der Einfachheit des Gameplays: Einschalten, Blaster in die Hand nehmen und los geht's! Hier bedarf es nicht vieler Erklärungen, stattdessen stürzen wir uns gleich in die Action.

Wer sich an den zweifellos vorhandenen ästhetischen Defiziten des Spiels nicht stört, bekommt flotte Shooter-Kost mit einer gehörigen Portion Star-Wars-Atmosphäre. Es macht einfach Spaß, den AT-STs dabei zuzusehen, wie sie durch den Wald von Endor stapfen und Ewoks jagen.

Auch die Weltraumsequenzen im zweiten Teil erweisen sich als unterhaltsam. In Zeiten von No Man's Sky und Starfield fehlt es den Dogfights zwar an Pomp und Dynamik, doch für kurze Sternenkriege sind sie überraschend launig. Gerade wenn man mit den Helden aus dem Star-Wars-Universum unterwegs ist und das Lichtschwert schwingt, profitiert das Spiel stark von seiner Lizenz.

Schlacht auf Hoth Quelle: Aspyr Im ersten Teil etwa serviert man uns in der Solo-Kampagne sogar Szenen aus den Kinofilmen. Beide Spiele setzen auf die typischen Soundeffekte und Musikstücke der Hollywood-Streifen. Und natürlich bietet auch das Design der Einheiten und Fahrzeuge einen enormen Wiedererkennungswert. In die gleiche Kerbe schlagen auch die bereits erwähnten Kampagnen.

Einen besonderen Platz in unserem Herzen hat außerdem der Modus Galaxie-Eroberung, in dem wir auf der Sternenkarte Planeten ansteuern und erobern oder befreien müssen. Auch hier gilt: Wirklich taktisch ist das Ganze nicht. Aber man bekommt einen guten Eindruck von den gewaltigen Konflikten, die sich zwischen Rebellen und Imperium abspielen.

Mit Bonusgegenständen verschaffen wir uns in den Schlachten einen Vorteil und schalten mit gesammelten Credits neue Einheiten frei. Auch wenn es dem System heutzutage an Tiefe mangelt, ist es in Kombination mit der Lizenz und den schnellen Kämpfen ein überraschender Zeitfresser. Ohne auf die Uhr zu schauen, vergeht hier locker die eine oder andere Stunde.

Der entscheidende Punkt ...

Die Frage, die sich jetzt aber wirklich stellt, lautet: Braucht es im Jahr 2024 überhaupt noch eine halbgare Neuauflage von Star Wars: Battlefront und Star Wars: Battlefront 2? PC-Freunde können dies mit einem klaren "Nein!" beantworten. Denn die können sich etwa den zweiten Teil für kleines Geld auf Steam besorgen und dort fehlerfrei drauflos spielen.

Wenn man sich die Steam-Reviews anschaut, haben das nach dem Katastrophenstart der Collection auch schon einige getan. Gleiches gilt im Grunde für Xbox-Sternenkrieger. Lediglich für PlayStation 5 und Nintendo Switch bietet die Classic Collection Inhalte, die auf diesen Plattformen bisher nicht verfügbar waren.

Wertung zu Star Wars Battlefront: Classic Collection (PS5)

Wertung:

4.0 /10
Fazit

Im Singleplayer leidlich unterhaltsam. Im Multiplayer mit Nostalgie-Potenzial, aber leider spielerisch hintendran. Star Wars: Battlefront Classic Collection enttäuscht selbst eingefleischte Fans und spielt mit Retro-Gefühlen.

Gemessen an der Qualität der Umsetzung muss man sich bei aller Nostalgie allerdings fragen, ob es nicht unzählige bessere und aktuellere Alternativen auf dem Markt gibt. Für den Augenblick jedenfalls sind unsere Retro-Träume von den guten, alten Battlefront-Zeiten explodiert wie der Todesstern.

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