Starship Troopers: Extermination im Test: Klassische Kommunikationskonflikte

Test Marlin Nixdorf Michael Grünwald
Starship Troopers: Extermination im Test: Klassische Kommunikationskonflikte
Quelle: Offworld

I'm doing my part! Mit Extermination erhält Starship Troopers endlich eine Koop-Shooter-Adaption. Ob das funktioniert, verraten wir euch in unserem Test.

kleine Klasse

Die Soldatenklassen unterscheiden sich in ihrem Arsenal, dem Aussehen und ihren jeweiligen Funktionen, die sie in drei Übergruppen sortieren.

Als schwere Trooper sind Wächter und Zerstörer darauf ausgelegt, ihre Position zu verteidigen. Wächter haben dafür eine tragbare Barrikade dabei, mit der sie sich an Ort und Stelle verschanzen und von dort aus mit ihrem Maschinengewehr alles niedermähen können, was ihnen zu nahekommt. Zerstörer verarbeiten mit Granaten große Käferaufläufe dagegen in Sekunden zu Käfergulasch.

Die Sturm-Trooper eignen sich besonders für Aufklärungs- und Späharbeit. Entgegen der namensverwandten Sturmtruppler aus dem Star-Wars-Universum treffen Scharfschützen mit ihrem Gewehr auf große Distanzen ganz passabel, nachdem sie sich mit ihrem Jetpack in die Vertikale katapultiert haben. Die Ranger sind die schnellsten Trooper, die sich mit ihrem Jetpack-Boost schnell ins und aus dem Gemetzel stürzen können.

Zu guter Letzt bleiben noch die Unterstützungs-Trooper, die mal mehr, mal weniger an vorderster Front kämpfen. Obwohl der Ingenieur die Nahkampfwaffe schlechthin, einen Flammenwerfer, mit sich herumträgt, ist er mit seinen Bau-Fähigkeiten wohl innerhalb der Bauflächen besser aufgehoben.

Genauso kann sich der Sanitäter auch allein durch die Käfer ballern, aber seine Proximity-Effekte lassen Verbündete länger überleben und auf jede Distanz mit seiner Drohne reanimieren, was ihn eher zwischen seinen Kameraden verortet als vor ihnen.

Wir leveln nicht nur unser Profil, sondern auch die jeweilige Klasse und die eigene Waffenauswahl mit jedem überstandenen Einsatz auf. Sobald wir unsere Waffe gemeistert (sprich: genug Spielzeit in sie gesteckt) haben, steht sie uns auch außerhalb ihrer zugehörigen Klasse zur Verfügung, was den Klassen-Gedanken etwas entkräftet. Marx wäre stolz.

Propaganda-Ladescree. Quelle: PC Games

Interplanetarische Verständigung ist schwer

Das Spiel glänzt auch in der Übersetzung, deutsche Texte sind fast alle fehlerfrei. Diese herausragende Quote erreicht das Federal Network, indem es ganze Abschnitte einfach gar nicht übersetzt. So mischen sich deutsche Erklärungen unter englische, vermutlich um Soldaten beider Nationen anzusprechen, aber wichtige Informationen nur den Armeemitgliedern zu offenbaren, die der Zweisprachigkeit mächtig sind.

Ein besonders peinlicher Schnitzer wird uns leider in jedem Ladebildschirm ins Gesicht gedrückt: Freut uns, dass das Spiel "gelasen" wird, aber dass das keinem beim Lokalisieren aufgefallen ist, lässt uns fast daran glauben, wir verpassen einen Starship-Troopers-Hardcore-Insiderwitz. (Falls dem so ist, bitte klärt uns Plebs auf!)

Wird wohl gelasen. Quelle: PC Games Zum Schmunzeln bringt uns das Spiel aber trotzdem, wenn wir uns entscheiden, es zu beenden. Das kleine Pop-Up-Fenster, das uns aus der Kriegszone führt, bezichtigt uns nämlich des Desertierens und nennt uns Feiglinge, was bei dieser Spielerfahrung eine ganz hinterhältige Ironie mit sich bringt.

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  2. Seite 2 Starship Troopers: Extermination im Test: Zu viele Beine
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