Steam Deck: Modder gelingt erstmals erfolgreiche Erweiterung auf 32GB RAM

News Antonio Funes
Steam Deck: Modder gelingt erstmals erfolgreiche Erweiterung auf 32GB RAM
Quelle: Valve

Dem vom YouTube-Kanal SlicksBuys Mods and Repair bekannte Modder gelang das Erweitern der Handheld-Konsole Steam Deck von 16 auf 32 GB RAM.

Es gibt immer mehr Handheld-Konsolen, auf denen ihr PC-Spiele zocken könnt. Zwar reicht die Hardware naturgemäß für einige Spiele nicht aus, und auch kompatible Games könnt ihr oftmals nur mit grafischen Abstrichen spielen. Vor allem Valve arbeitet aber stark daran, möglichst viele Spiele, die auf der Valve-Plattform Steam zu haben sind, auch für die eigene Handheld-Konsole Steam Deck kompatibel zu machen. Das alles inklusive dem passenden, schlanken Betriebssystem SteamOS.

Nichtsdestotrotz bemühen sich Hardwaremodder, die Handheldkonsolen leistungsseitig aufzumotzen. Dies ist aber gar nicht so leicht, zum einen wegen der Platzverhältnisse im Gerät, zum anderen da Hardwareveränderungen vom System möglicherweise nicht akzeptiert werden, so dass die Handheld-Konsole am Ende gar nicht mehr funktioniert.

Einem Modder, das berichtet auch die PC Games Hardware, ist es nun aber gelungen, ein Steam Deck auf 32GB RAM zu erweitern. Standardmäßig sind für das ab 419 Euro erhältliche Steam Deck nur 16GB vorgesehen, um die AMD-APU mit Zen 2-Architektur und bis zu 3,5 GHz Taktraten zu unterstützen.

Von 16 auf 32 Gigabyte - durchaus sinnvoll

Der Speicher kann bei so einer Handheld-Konsole durchaus einiges an Leistung bringen, denn die APU ist CPU und GPU in einem - der Arbeitsspeicher dient also auch als Grafikspeicher. Der Modder, bekannt durch den YouTube-Kanal SlickBuys Mods and Repair, verwendete die OLED-Version des Steam Decks mit 512GB Festspeicher.

Die auf einem Chip verbauten 16 GB LPDDR5-RAM mit einem Takt von 6400 MHz ersetzte er durch einen 32GB-Chip mit den gleichen Basisdaten und vom gleichen Hersteller, nämlich Micron. Der neue RAM-Chip kostete umgerechnet etwa 95 Euro - das ist kein Pappenspiel, aber auch kaum mehr als 32GB DDR5-6400-RAM in Form normaler DIMM-Riegel für PCs.

Neben Lötarbeiten war für das korrekt Erkennen des RAMs durch das Steam Deck auch eine Anpassung der Firmware nötig. 6GB der 32GB klassifizierte der Modder hierbei als für die GPU-Arbeiten reservierten Speicher. 2GB entfallen auf das Betriebssystem Steam OS, so dass 24GB frei verfügbar für die CPU übrigbleiben. Der Modder bietet auf seiner Website slickbuysmodsandrepairs bereits fertig gemoddete Handhelds an, zum Beispiel eine ROG Ally mit 32GB RAM (7500 MHz Takt) für 1200 Dollar, aber auch Zubehör wie zu Sega Game Gear passende Glaslinsen für 8 Dollar.

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