Subnautica im Test: Crafting, Survival und alles, was das Überlebenden-Herz begehrt

Test Paula Sprödefeld
Subnautica im Test: Crafting, Survival und alles, was das Überlebenden-Herz begehrt
Quelle: PC Games

Die Menschheit hat es geschafft, 1961 das erste Mal in den Weltraum vorzustoßen. 1969 waren Neil Armstrong, Buzz Aldrin und der Dritte, an dessen Namen sich sowieso keiner mehr erinnert, sogar auf dem Mond. Unser nächstes Ziel ist der Mars. Aber was haben wir nicht geschafft? Unsere eigenen sieben Weltmeere gründlich zu erforschen! Da schafft das Survival-Spiel Subnautica jetzt, 57 Jahre nach dem ersten Ritt ins All, Abhilfe und verbindet Weltraum und Tiefsee gleich noch miteinander.

Subnautica im Test: Mein Eigenheim

Eine Basis ist vor allem wichtig, um euer neues Leben auf 4546B komfortabler zu gestalten. Darin baut ihr Lagerplätze für all eure Ressourcen, eine Fischzucht und einen Innengarten, um euch durchgehend mit Essen und Wasser zu versorgen und ein eigenes Tauchdock für eure unterschiedlichen Wasserfahrzeuge. Neben dem kleinen Seegleiter, der euch ein wenig schneller durch das Wasser zieht, ist die Seemotte, ein kleines U-Boot, die beste Investition. Damit kommt ihr in tiefere Gebiete und müsst nicht immer zum Luft holen an die Oberfläche, was schon mal zur Herausforderung werden kann, wenn ihr gerade bei 500 Metern einen zerstörten Lifepod untersucht. Zum Basisbau haben wir aber noch ausführliche Tipps für euch!

Subnautica im Test: Nachladen, nein danke!

Die Seemotte, euer kleines U-Boot, kann aufgerüstet werden, damit es die tieferen Gebiete schafft. Außerdem ist die Ausstattung mit einem Sonar sinnvoll. Quelle: PC Games Die Seemotte, euer kleines U-Boot, kann aufgerüstet werden, damit es die tieferen Gebiete schafft. Außerdem ist die Ausstattung mit einem Sonar sinnvoll. Praktisch an der Basis ist außerdem, dass ihr euer Essen vorproduzieren könnt. So habt ihr immer genug Vorrat, wenn ihr auf lange Erkundungstouren geht. Denn das ist eines der Mankos, zumindest am Anfang des Spiels. Ihr müsst Erkundungen und Sammelaktionen ständig unterbrechen, weil vor allem der Durst nicht lange auf sich warten lässt. Dieser sinkt schnell und rapide, es sollte also immer eine Flasche Wasser in Reichweite sein. Da könnte das Balancing noch ein wenig Feinschliff gebrauchen.

Was Unknown Worlds Entertainment auch patchen sollte, sind die teils heftigen Grafik-Nachladepausen, die manchmal sogar für Unfälle, Orientierungslosigkeit und Spielneustarts sorgen. Im Test wurde das alles erlebt. Die Seemotte prallte mit einem plötzlich nachgeladenen Berg zusammen und ging kaputt. Bei einer Begehung des Aurora-Wracks verschwanden plötzlich die Wände, konnten jedoch trotzdem nicht durchlaufen werden. Vollkommen orientierungslos musste der letzte Speicherstand neu geladen werden, weil es schlicht und einfach keinen Ausweg gab. Das Speichern ist übrigens gar nicht so einfach. Es gibt zwar vier Speicherslots, aber diese sind jeweils nur für einen Spieldurchgang gedacht. Der Speicherstand wird also jedes Mal überschrieben, was ein Zurückkehren in einen vorherigen Stand unmöglich macht. Schade.

Subnautica im Test: Lohnt es sich?

Trotzdem erfüllt Subnautica fast vollends das, was es sein möchte. Ein spannendes, atmosphärisches Survival-Spiel mit einem großen Erkundungs- Der Planet, auf dem ihr eine Bruchlandung hingelegt habt, birgt einige Geheimnisse, die ihr im Laufe des Spiels lüften könnt. Quelle: PC Games Der Planet, auf dem ihr eine Bruchlandung hingelegt habt, birgt einige Geheimnisse, die ihr im Laufe des Spiels lüften könnt. Aspekt. Schnelle Durchspieler haben etwa 25 bis 30 Stunden Spaß, aber ihr könnt auch wesentlich mehr Zeit in das Spiel investieren, alles ganz genau erkunden, eine oder mehr große Basen bauen, alle Storyfragmente finden. Die Möglichkeiten sind groß. Genauso wie die Spielwelt. Ein weiterer Pluspunkt ist das Engagement des kleinen Entwicklerteams. Subnautica erhält regelmäßige Patches und Unknown Worlds Entertainment beschäftigt sich wirklich mit den Spielern und hört auf ihre Anmerkungen und Vorschläge, was sich bereits während der dreijährigen Early-Access-Phase gezeigt hat. Für nur etwa 23 Euro erhaltet ihr ein Spiel, in das erkennbar viel Liebe und Schweiß hineingeflossen sind und das die Entwickler wohl so schnell auch nicht aufgeben werden. Obwohl der Wiederspielwert für ein Survival-Spiel recht gering ist, wenn ihr ein Mal die Story durchgespielt habt, eignen sich die verschiedenen Spielmodi und die große Welt doch für eine lange Spielbindung für alle, die Sammeln, Erkunden und ein bisschen Alienkunde nicht scheuen.

Metacritic bewertet das Spiel mit 87%.

Subnautica im Test: Fazit und Wertung

Meinung

Wertung zu Subnautica (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
lebendige, farbenfrohe und abwechslungsreiche Weltinteressante Storykaum Leerlaufviel zu entdeckenständige Updates und Patchesdichte Atmosphäre
wenig Wiederspielwertteils schwere GrafiknachladerBalancing könnte besser seinkein Autosave und nur ein Speicherstand
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