Viele verschiedene Monster mit teilweise ausgeklügelten Elementartypen versprechen mehr, als das Spiel halten kann.
Battle Normal
Super Pokémon Rumble
Und damit wären wir auch schon beim Spielelement das dieses Spiel neben der ungewöhnlichen Spielweise ausmacht. Wir positionieren uns inmitten eines großen Plateaus mit einem unserer Pokemon und sehen uns einer Vielzahl von Gegnern zur gleichen Zeit gegenüber. Wir packen also unsere Attacken aus und sehen zu der zahlenmäßigen Übermacht Herr zu werden. Ab einer bestimmten Gegnerzahl müssen wir uns mit einigen besonders starken Pokemon herumschlagen. So besonders dieser Spielmodus auch klingen mag, kommt das Prinzip nicht nur in der Battle Royal nicht über stupides Button-Mashing hinaus. Auch in den kleinen Dungeons sehen wir ein paar Gegner, hauen diese kaputt, sammeln Münzen oder die Tierchen selbst auf und wandern in den nächsten Raum. Zwar gibt es ab und an auch die Möglichkeit im Team anzutreten oder in einen Frontalkampf zu geraten mehr als eine Klopperei mit mehr Beteiligten respektive ein anderer Grund für monotones Knöpfchen drücken springt dabei nicht heraus.
Super Pokémon Rumble
Auch die eigentlich so packende Facette rund um Pokemon-Typen, sowie deren Stärken und Schwächen, liegt in Super Pokemon Rumble unter der sturen Fokussierung auf den Aspekt des Prügelns hermetisch abgeriegelt begraben. Deshalb wird man auch leicht dazu verleitet die gebotenen Möglichkeiten in Spielstadt zu vernachlässigen, da man außer der Möglichkeit Pokemon wieder aus dem Team zu entlassen und sich am Stadtbrunnen zu heilen keinerlei sinnvolle Aktivität findet. Das liegt zum Hauptteil daran dass es sich schlicht nicht lohnt in vergleichsweise teure Attacken welche an Verkaufsmaschinen verteilt werden zu investieren, da sich die Pokemon partout nicht weiterentwickeln. Stattdessen ist eine Level-Stagnation zu beobachten, die das aufpowern völlig entwertet weil das eben noch superstarke Pokemon selbst mit Typus-Vorteil zwei Dungeons weiter völlig unterlegen ist. Hinzu kommt, dass man mit der Kombination aus Basis-Attacken und hohem Level stets am besten fährt da man mit Tackle oder Kratzer viel schneller und vor allem erfolgreicher angreifen kann.
Bunt aufgezogen
Super Pokémon Rumble
Grafisch hat man den Titel einen etwas dickeren Filzstiftrand verpasst und lässt den Look nahe an den berühmten Cell-Shading-Stil heranrücken. Schicke 3D-Modelle aller bisher etablierten Pokemon stehen dem Titel obendrein gut zu Gesicht. Die Dungeons sowie die Arenen sind zwar thematisch abwechslungsreich gestaltet, optisch auf die Dauer nur etwas detailarm und zu schlauchig. Insgesamt wirkt der Gesamte optische Eindruck unter unerwartet nüchternen Einflüssen. Der 3D-Effekt ist solide bietet aber keine Spezialeffekte neben dem obligatorischen Tiefeneffekt. Der Sound ist so wie man ihn von jedem Pokemon Spiel kennt: vermeintlich spielerisch und ohne bombastische Kompositionen kommt stets die richtige Untermalung aus den Lautsprechern.
