Supercar Challenge im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Besonders die knallharte KI zeichnet den Ferrari Challenge Nachfolger aus dem Hause der System 3 Studios aus.

Supercar Challenge aus dem Hause der System 3 Studios darf man mit Fug und Recht als technischen Nachfolger von Ferrari Challenge bezeichnen. Das beginnt schon mit dem direkt aus dem Vorgänger übernommenen Menü, welches nun aber neben den Ferraris auch viele andere Schönheiten für uns bereithält. Die grundlegende Spielvariante um die sich alles dreht nennt sich aber neuerdings "Herausforderung" und nicht, wie man vielleicht erwarten könnte, Supercar Challenge. In diesem Modi verbringen wir als Einzelspieler die meiste Zeit und erwirtschaften uns das virtuelle Geld um uns neue Sportautos kaufen zu können bzw. gewinnen sie bei den einzelnen Veranstaltungen direkt.

Supercar Challenge Supercar Challenge Dabei bietet uns das Spiel anfangs vier grundlegende Schwierigkeitsgrade an sowie die Möglichkeit die einzelnen Fahrhilfen, wie ABS, TCS und die Stabilitätskontrolle, in mehreren Stufen hinzuzuschalten. Das hebt Supercar Challenge etwas von der Konkurrenz ab, die meist nur das Ein- oder Ausschalten dieser Fahrhilfen erlaubt. Doch merkt man recht schnell wie nötig das Spiel diese Abstufungen hat, denn die Gegner-KI darf man ungestraft als knallhart bezeichnen. Hier gewinnt man nicht einfach so den Platz auf dem Podest, den muss man sich mit viel Konzentration und Herzblut erarbeiten. Denn die KI-Gegner kennen kein Erbarmen und haben sie sich erst einmal freigefahren ziehen sie uns Runde für Runde davon. Schalten wir zu viele Fahrhilfen ein, erreichen wir schlicht nicht mehr die nötige Beschleunigung um mithalten zu können, schalten wir sie hingegen ab kämpft man mehr damit die Boliden auf der Strecke zu halten als mit den Gegnern. Besonders haarig wird die Sache dann im Regen, den manche Autos überhaupt nicht zu mögen scheinen, was sie uns mit permanenter Geradeausfahrt quittieren.

Supercar Challenge Supercar Challenge Dafür muss man die Physik wirklich loben, die Fahrzeuge reagieren auf die unterschiedlichen Untergründe ebenso wie auf verschiedene Einstellungen die wir am Setup vornehmen und die Gefährte hören sich schon sehr echt an. Je nach Kameraperspektive nehmen wir die unterschiedlichen Aggregate wahr und die Cockpitperspektive ist ebenfalls sehr gelungen und vermittelt wirklich das Gefühl im Fahrzeug zu sitzen. Dafür könnte der Geschwindigkeitseindruck ruhig etwas höher sein, besonders unter 200 Sachen wirkt Supercar Challenge "etwas langsam" auf den Spieler, besonders wenn man die Verfolgerkamera gewählt hat, erst ab 200 km/h stellt sich der Geschwindigkeitsrausch ein.

Supercar Challenge Supercar Challenge Steuerungstechnisch bietet uns Supercar Challenge alle drei bekannten Quasi-Standards gleichzeitig an. Wir können also mit den X- und Quadrat-Tasten ebenso Gasgeben und Bremsen wie mit den beiden Triggern L2 und R2 oder mit der altbekannten "Trambahnsteuerung" per rechtem Analogstick. Ein Umschalten ist nicht nötig, alle drei Eingabevarianten funktionieren gleichzeitig. Wegen des hohen Simulationsgrades und der verteufelt starken KI empfehlen wir aber ein Lenkrad, mit dem sind besonders die langgezogenen Kurven wesentlich besser zu durchfahren. Einzig auf das "Gesten-Feature" muss man dann verzichten, weil dieses wird durch den Motion-Sensor im PS3 Pad ausgelöst. Heben und senken wir es schnell hintereinander, macht unser Fahrer eine bedrohliche Geste.

Supercar Challenge Supercar Challenge Die verwendete Ideallinie, die uns besonders hilft neue Rennstrecken kennen zu lernen, lässt sich nur komplett ein- oder ausschalten, reagiert aber dynamisch auf unsere Geschwindigkeit und zeigt uns so immer den idealen Bremspunkt an. Auch eine automatische Bremse bietet uns Supercar Challenge, mit der man aber keinerlei Chance mehr auf den Sieg hat. Recht witzig hingegen ist, dass wir das Licht der Fahrzeuge manuell ein- oder ausschalten können, über eine Hupe aber verfügt keines der Fahrzeuge.

Supercar Challenge Supercar Challenge So richtig individualisieren können wir unsere Supercars in der Lackier- und Vinylwerkstatt. Der dort verwendete Editor erinnert frappierend an Forza 2, ist genau so umständlich zu bedienen lässt aber bei dementsprechendem Zeitaufwand erstaunliche Ergebnisse zu. Man muss nur die Energie aufbringen aus einzelnen geometrischen Objekten und Buchstaben etwas Vernünftiges zu zaubern. Fast schon selbstverständlich ist, dass man sein so geschaffenes Werk auch fotografieren und so für die Nachwelt erhalten kann.

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