Tales of the Shire: Neues Herr-der-Ringe-Spiel wird von Kritikern zerrissen
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Eigentlich konnte doch nichts schiefgehen: Tales of the Shire, ein friedlicher Lebenssimulator im "Herr der Ringe"-Universum, klang nach purem Hobbit-Glück. Doch jetzt sind die Wertungen da - Fans müssen wieder stark sein.
Mit einem Setting im gemütlichen Auenland, viel Teetrinken, Gemüseanbau und Pilzsammeln hatte Tales of the Shire eigentlich alles, was ein entspannter Lizenzhit braucht. Doch laut Metacritic liegt der PC-Score aktuell bei mageren 60 von 100 Punkten - Die PS5-Version? Sogar nur 54. Damit reiht sich das Spiel ganz offiziell unter die schlechtesten Lord of the Rings-Games (Urg, Gollum) überhaupt ein.
Herr der Ringe à la Animal Crossing?
Damit geht Tales of the Shire (jetzt kaufen 29,99 € ) den traurigen Weg, den schon Return to Moria und vor allem das berüchtigte Gollum-Spiel eingeschlagen haben. Statt majestätischem Fantasy-Flair gibt's mal wieder technische Probleme, langweiliges Gameplay und Designentscheidungen, die sogar ein Ork als "unambitioniert" bezeichnen würde.
Dabei hatte das Konzept Potenzial: Kein Krieg, keine Ringe, keine epischen Schlachten - einfach nur Hobbit-Life mit viel Backkunst und noch mehr Butter, irgendwie wie Animal Crossing in Mittelerde. Doch wie sich zeigt, braucht selbst ein gemütliches Spiel gute Mechaniken und ein bisschen Tiefe. Sonst wird aus der Idylle schnell Langeweile mit Tolkien-Lizenz. Die Fans sind jedenfalls alles andere als begeistert.
Schatten über dem Auenland
Besonders enttäuschend: Nach Shadow of Mordor und Shadow of War, die mit großartigem Gameplay und ebenso grandioser Story Maßstäbe setzten, ist die Reihe in ein kreatives Loch gefallen. Seitdem hangelt sich die Marke von einem halbgar gebackenen Projekt zum nächsten. Ob Tales of the Shire wenigstens bei Hardcore-Hobbit-Fans zündet, bleibt abzuwarten. Vielleicht gibt es ja vereinzelt Spieler die genau das wollen: kein Stress, keine anspruchsvollen Mechaniken. Aber die Mehrheit scheint sich - wieder einmal - ein Herr der Ringe-Spiel zu wünschen, in dem es ordentlich zur Sache geht.
Bis dahin heißt es: weiter hoffen. Irgendwann kommt vielleicht doch noch Shadow of Something Decent. Bis dahin bleiben uns nur alte Klassiker - und die Frage, wie ein Franchise mit derart epischem Fundament so zuverlässig scheitern kann. Vielleicht sollte Frodo das nächste Spiel einfach selbst entwickeln. Der hat wenigstens Durchhaltevermögen (sofern er von Sam getragen wird).
Quelle: Insider Gaming
