Test Drive Unlimited 2 im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

TDU2 kommt nur langsam in die Gänge, dann aber umso gewaltiger. Ein Fest für digitale Jäger und Sammler!

Test Drive Unlimited 2 Test Drive Unlimited 2 Auf dem Weg zur Meisterschaft begreifen wir dann was es mit diesem FRIM-System auf sich hat. Wie schon der Vorgänger setzt auch TDU2 auf das Entdeckerprinzip, weswegen man nur Orte direkt anspringen kann die man bereits erkundete. Manche Spieler empfanden es als mühselig erst 15 oder mehr Kilometer zu einem Rennen anreisen zu müssen, das ändert sich nun mit FRIM. Dieses "instant money" System nämlich gibt uns die Möglichkeit im Freeride, also während wir uns frei auf der Insel bewegen oder eben auf der Reise sind, Geld zu verdienen. Es kommt darauf an möglichst nah an anderen Autos vorbei zu fahren, am besten dem Gegenverkehr, viel zu springen und viel zu schlittern. Mit diesen Aktionen laden wir einen Balken auf, der uns bei 100% die Möglichkeit gibt die angezeigte Summe auszahlen zu lassen. Versäumen wir diesen Zeitpunkt, baut er sich erneut auf, und die dann angezeigte Summe ist deutlich höher als davor. Das gemeine daran ist, bauen wir einen Unfall, verlieren wir das ganze erspielte Geld. FRIM legt es also darauf an, dass wir zwar spektakulär fahren, aber keinesfalls irgendwas dabei kaputt machen. Das wirkt sich natürlich enorm auf den Freeride aus und sorgt ganz schön für Disziplin unter den Online-Racern. Darum ist es auch so schade, warum das FRIM ausschließlich im Freeride funktioniert und nicht während der regulären Rennen.

Test Drive Unlimited 2 Test Drive Unlimited 2 Die angebotenen Meisterschaften bestehen grundsätzlich aus mehreren, verschiedenen Herausforderungen. Es erwartet uns immer ein bunter Mix aus normalen Rennen, Zeitrennen, Radarfallen und so weiter. Alle Spielvarianten die wir schon aus TDU her kennen sind wieder vorhanden, sowie ein paar neue, die wir euch aber nicht verraten wollen, denn es macht einen Teil des Spielspaßes aus diese zu entdecken. Die KI der gegnerischen Fahrer würde ich als solide bezeichnen, aber nicht berauschend. Sie ziehen ihre Bahnen recht korrekt, versuchen uns auch am Überholen zu hindern und ab und zu werden wir auch angeschoben. Trotzdem aber hängt viel vom gewählten Auto ab, besonders wenn man dann mal weiter fortgeschritten ist und die Auswahl größer wird, ob man überhaupt eine Chance zu gewinnen hat oder gleich dem Feld vorne davonfährt. Meiner Meinung nach kann man das verschmerzen, denn der Fokus von TDU2 liegt nun mal auf den Online-Rennen und irgendwann hat man sowieso alle Offline-Rennen hinter sich gebracht. Was sich dadurch aber nicht ändert, ist das rudimentäre Schadenssystem, bis auf ein paar Kratzer im Lack und leichte Beulen im Blech hinterlassen die Unfälle keine Spuren. Dafür macht sich unser Auto kräftig dreckig, wenn wir mal ins Gelände ausreiten. An diesem Punkt zu erwähnen ist, dass das GPS nun etwas besser zu funktionieren scheint, allerdings mit einer unangenehmen Funktion aufwartet. Denn egal welches Auto wir fahren, das GPS lotst selbst Rennautos ungeniert über die Feldwege, was wenig Sinn macht, da diese dort kaum voran kommen.

Test Drive Unlimited 2 Test Drive Unlimited 2 Je nachdem für welche der drei angebotenen Simulationsarten wir uns zu Beginn des Spiels entschieden haben, sind bestimmte Fahrhilfen aktiviert. Das lässt sich aber jederzeit im Spiel ändern und ehrlich gesagt, so sehr unterscheiden sich die drei Varianten gar nicht. Einen deutlich größeren Unterschied macht es da schon für welches Fahrzeug wir uns entschieden haben. Könnte man an den ersten Fahrzeugen zu denen man Zugang erhält noch verzweifeln, weil sie lahm wie Schnecken sind und trotzdem gerne ausbrechen aber nur ungern bremsen wollen, ändert sich das radikal mit den besseren Autos. Die machen dann auch richtig Spaß zu fahren und bringen die Engine des Spiels zum schwitzen. Diesbezüglich ist es auch sehr angenehm, dass wir viele generelle Einstellungen vornehmen können, was das Lenkverhalten usw. betrifft. So sollte jeder Spieler eine Einstellung finden die genau seinen Vorstellungen entspricht. Doch egal was wir einstellen, immer noch fühlt sich TDU wie TDU an, eine richtige Simulation also ist es nach wie vor nicht, man meint eher ein Auto fernzusteuern. Ich persönlich tat mich mit der Verfolgerperspektive am leichtesten und mit der Motorhaubensicht am schwersten.

Test Drive Unlimited 2 Test Drive Unlimited 2 Grafisch stellen die Autos selbst das Highlight von TDU2 dar, was bei einem MMO kaum anders zu erwarten war. Die Landschaft auf den Inseln ist nun tatsächlich deutlich unterschiedlicher ausgefallen als in TDU, kann es aber nicht mit den bekannten Grafikbomben aufnehmen. Deutlich ist der Ring um den Spieler zu erkennen, ab dem die Details abnehmen und am Horizont sieht man oft Dinge die sich erst beim Näherkommen aufbauen. Auch deutlich sichtbar ist, dass es Schatten nur in einem bestimmten Umkreis um das eigene Auto zu sehen gibt. Das bedeutet jetzt nicht, dass TDU2 schlecht aussieht, vom Hocker haut es einen aber auch nicht. Während der Rennen allerdings bemerkt man das kaum, da man sich voll auf die Streckenführung konzentriert, im Freeride dagegen schon. Und genau dort kommt es leider auch zu mitunter ganz schön fiesen Framerate-Einbrüchen, wenn sich mehrere Online-Racer in unmittelbarer Nähe befinden. Hoffentlich schiebt Eden Games da noch einen Performance-Patch nach, der würde dem Spiel echt gut tun.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk