Auf dieser Seite gehen wir auf die Struktur der Nebenquests, den Schwierigkeitsgrad und das generelle Gefühl vom Spiel ein.
Ganz schön schwierig ... wenn wir wollen
Auch wenn das Spiel uns anleitet, im besten Fall nicht getroffen zu werden, um den Fundbonus hochzuhalten, kann das vereinzelt ziemlich schwierig werden. Einzelne Gegner stellen nach einer kurzen Lernphase eigentlich kein Problem mehr dar, dafür gibt es dann aber Gegnergruppen.
Wenn verschiedenste Projektile über den ganzen Bildschirm fliegen und eine Gruppe Monster verschiedene Fähigkeiten und Bewegungmuster anwenden, kann es schon ziemlich stressig werden. Da hilft nur das angesammelte Wissen unserer Abenteuer, um allem auszuweichen!
Besonders die Bosse sind hierbei ein wahres Highlight. Die haben etwas ausgeklügeltere Movelisten und müssen in den meisten Fällen erst einmal beobachtet werden, bevor wir draufhauen. Ein superstarker Build kann den Kampf zwar verkürzen, alle Mechaniken können wir aber nur selten ignorieren.
Hier zeigt sich, ob wir unsere Waffen gut genug kennen und geduldig sind. Wem das alles zu hektisch klingt, kann das Spiel aber natürlich auch auf einer der unteren von vier Schwierigkeitsstufen spielen. Außerdem kann Faie uns immer wieder gegen eine kleine Unsumme wiederbeleben. Hätte es das gebraucht? Neee, aber wir wollen uns hier auch nicht über Zugänglichkeit beschweren. Wer will, muss sich immerhin nicht beleben lassen.
Quelle: PC Games
Manche Bosse kommen uns fast schon vor wie aus einem MMORPG, da gibt es Phasen, in denen wir rennen, und kurze, in denen wir angreifen dürfen.
Nutzt man diese Möglichkeit nicht, wie wir bei unserem Test-Durchlauf, so hat man immerhin den Vorteil, immer recht viel Geld für Upgrades und Items übrig zu haben. Wir haben das Spiel auf "schwer" gespielt, da können sogar die kleinsten Gegner gefährlich werden, weil alles ziemlich viel Schaden verursacht. Das hat in uns aber nur den Wunsch geweckt, mehr Abenteuer zu erleben, um immer stärker zu werden.
Einfach 'ne gute Zeit haben!
Diese Abenteuer finden sich teilweise in verschiedenen Zeitaltern bei verschiedenen Generationen an NPCs, die dann kleine oder größere Nebenquests für uns haben. Das können langweilige Fetch-Quests sein, ab der Mitte des Spiels gibt es aber auch längere Quests mit epischerem Ausmaß.
Quelle: PC Games
Nicht nur Dodongo in Zelda: Ocarina of Time frisst gern Bomben, auch der Fürst Nimmersatt! Und ohne Magen wird er dann wohl wirklich nimmer satt. Schade.
Da warten dann auch gelegentlich verschiedene Gegnerwellen oder es sind Bosse zu besiegen und Dungeons zu durchstöbern. Kurz gesagt: Egal ob Hauptquest, Erkundung oder Nebenquests - wir enden stets in einem neuen Abenteuer.
Zusätzlich dazu lernen wir aber auch oft herzergreifende Geschichten einzelner Bewohner kennen.
So richtig schlecht geht dabei keine der einzelnen Kurz-Storys aus, obwohl stets Probleme erwachsener Menschen im Vordergrund stehen. Oft geht es um zwischenmenschliche Auseinandersetzungen, gesellschaftliche Diskussionen oder Verlust. Die Schicksale enden dabei stets mit wenigstens einem Hoffnungsschimmer für die Charaktere.
Als Belohnung gibt es Währung, Upgrades für Waffen oder einzigartige Accessoires.
Die können wir zusätzlich ausrüsten, um verschiedene Effekte freizuschalten, wie eine Druckwelle nach einem Sprung, einen kleinen Flug, oder dass wir einmal getroffen werden dürfen, bevor unser Fundbonus verschwindet.
Schöne Welten
The Adventures of Elliot sieht wunderschön aus und hatte technisch in unserem Test nicht ein einziges Problem. Dazu ist das Spiel durchgehend von einem wunderschön-abenteuerlichen Soundtrack begleitet. Besonders wenn in den Dungeons die schnelleren Tracks abgespielt werden, haben wir richtig Bock, schnell alles, was sich bewegt, unserem Fundbonus zu opfern und weiter zu erkunden.
Aber auch emotionale Momente werden immer wieder hervorgehoben. Und anscheinend fanden die Entwickler die Musik auch ganz toll, weswegen sie gerne einmal genauso laut wird wie die Charaktere, wodurch man diese kaum mehr sprechen hört. Ihnen zuzuhören, ist aber besonders wichtig! Durch die englischen Synchronstimmen wird nämlich ein Löwenanteil der Gefühle transportiert. Gefühle, die man im englischen Text noch etwas herauslesen kann, die im deutschen Text aber öfter verloren gehen.
Meinung
Wir haben in Elliot oft mit einzelnen Figuren und ihren Schicksalen zu tun, die deutsche Übersetzung lässt die Charaktere aber oft blasser wirken, als sie sind. Schade, weil gerade diese immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die NPCs uns durch ihre Stimmen schnell sympathisch werden.
The Adventures of Elliot ist ein hervorragendes Pixel-Action-2D-Abenteuer, das uns positiv überrascht hat. Wir dachten, im Vergleich zu modernen Action-Spielen fehlt da einfach die Tiefe im Kampfsystem, die wird aber durch verschiedene Builds und unterschiedliche Gegner doch erreicht. Lediglich die Hauptstory könnte etwas unerwarteter oder epischer ausfallen, aber das will das Spiel wahrscheinlich gar nicht. Hier geht es um eine Abenteuerreise und eine gute Zeit, und die hatten wir in Elliot zu jeder Sekunde!
