The Quarry im Test: Willkommen im Ferien-Camp des Grauens!
Test 53,99 €
Erst Until Dawn und die Dark Pictures Anthology, nun The Quarry: Das britische Entwicklerstudio Supermassive Games bleibt dem gespielten Grusel treu. Aber wie schaurig-schön ist das Teenie-Horror-Abenteuer überhaupt? Oder ist der Ausflug ins Ferien-Camp einfach nur ein lahmer B-Movie-Trip? Unser Test plus Video!
Eine Gruppe sexy Teenager, ein abgelegenes Ferien-Camp und eine düstere Legende: Das sind die Grundzutaten für The Quarry. In dem spielbaren Gruselstreifen übernehmt ihr quasi die Rolle des Regisseurs: Eure Entscheidungen prägen die Geschichte, deren Ausgang und vor allem auch die Schicksale der Figuren. Euch kommt dieser Ansatz bekannt vor? Kein Wunder! Für The Quarry zeichnet Entwickler Supermassive Games verantwortlich. Von dem britischen Studio stammen unter anderem das 2015 für die PlayStation 4 veröffentlichte Horror-Spiel Until Dawn oder auch die Episoden-Abenteuer der Dark Pictures Anthology. Die Prämisse hinter The Quarry (jetzt kaufen 24,99 € / 53,99 € ) ist identisch, allerdings legt das Spiel in Sachen Besetzung und Inszenierung noch einmal eine deutliche Schippe drauf. The Quarry ist unterhaltsamer, technisch aufwendiger Mystery-Spaß - krankt aber an ähnlichen Problemen wie schon frühere Supermassive-Titel.
Das ist Hackett's Quarry
Doch von vorne: Schauplatz des virtuellen Horror-Trips ist das Ferien-Camp Hackett's Quarry. Nach der Sommersaison sind die Kids nach Hause gereist, und die Betreuer brechen ihre Zelte ab. Aber natürlich kommen den Jugendlichen die Hormone in die Quere: Jacob wurde vor Kurzem von der hübschen Emma abserviert und bildet sich nun ein, dass er sie zurückerobern könnte, sofern sie nur noch eine Nacht länger im Camp bleiben würden. Also bastelt er am Bus herum, sodass die Truppe strandet.
In diesem Artikel
Die eigentlich geplante Party endet jedoch im Chaos. Denn wie sich rasch herausstellt, versteckt sich in dem alten Steinbruch ein düsteres Geheimnis.
Quelle: PC Games
Scream-Star und Ex-Wrestler David Arquette mimt den Camp-Leiter Chris. Mit wem er hier wohl telefoniert?
Hat es etwas mit den Flyern zu einer einstmals dort gastierenden Freak-Show zu tun? Oder vielleicht doch eher mit der Familie Hackett, nach der die Einrichtung benannt wurde? Es ist eure Aufgabe, das herauszufinden.
Starbesetzung und (meist) geniale Technik
Bei den Charakteren setzt Supermassive Games - ähnlich wie schon in Until Dawn - auf klassische Horror-Stereotypen. Emma beispielsweise ist die herablassende Schönheit, die alle mit ihren Schauspielambitionen nervt. Der von ihr verlassene Jacob kommt dagegen eher als aufgedrehter, aber durchaus netter Trottel rüber.
Quelle: PC Games
Luft anhalten: Lasst ihr die Aktionstaste im falschen Moment los, fliegt Abis Versteck auf und sie wird angegriffen.
Ryan ist der ruhige Außenseiter, der Führungsqualitäten lernen muss. Und Abi und Nick fungieren als das schüchterne Pärchen, das einen Stups in die richtige Richtung benötigt.
Wirklich auffällig sind aber die aufwendig ins Spiel integrierten Darsteller dieser Figuren: Camp-Leiter Chris wird beispielsweise von Scream-Star David Arquette gespielt. Die Rolle Ryans übernimmt Justice Smith, den man beispielsweise aus Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu oder der Netflix-Serie The Get Down kennt. In weiteren Rollen seht ihr etwa Lin Shaye (Insidious), Lance Henriksen (Aliens, Terminator), Skyler Gisondo (Santa Clarita Diet) und Ted Raimi (Spider-Man, Evil Dead).
Der Wiedererkennungswert ist also groß. Das liegt aber natürlich auch an den enorm detaillierten Charaktermodellen, die ihren Vorbildern wirklich zum Verwechseln ähnlich sehen. Auch wenn Lächeln oder Augenrollen bisweilen ein wenig grimassenhaft wirken, so ist die technische Umsetzung von The Quarry ausgezeichnet. Speziell bei Nah- und Dialogaufnahmen fallen hier auch Eigenheiten verstärkt auf.
Abi beispielsweise verzieht gelegentlich verlegen den Mund. Es sind diese Details, die die Polygon-Modelle natürlich erscheinen lassen.
So detailreich und lebensecht die menschlichen Darsteller aber auch inszeniert sein mögen, so künstlich und wenig bedrohlich sehen leider die auftauchenden Monster auf. Wir möchten an dieser Stelle natürlich nichts spoilern, aber gerade in diesem Genre erwarten wir einfach mehr Ekel- und Freak-Faktor!
