The Quarry im Test: Im Ferien-Camp des Grauens - Seite 2

Test Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid 53,99 €
The Quarry im Test: Im Ferien-Camp des Grauens - Seite 2
Quelle: PC Games

Erst Until Dawn und die Dark Pictures Anthology, nun The Quarry: Supermassive bleibt sich selbst treu. Ob das ausreicht, klären wir im Test plus Video!

Daran ändern leider auch die Hektoliter Pixelblut nichts, die in The Quarry über den Bildschirm spritzen. Wirklich unheimlich oder gar überraschend ist das Spiel viel zu selten, es ergeht sich stattdessen lieber in Klischees. Das ist zwar auch unterhaltsam, hinterlässt aber keinen wirklich bleibenden Eindruck.

Bekanntes Supermassive-Gameplay

Ähnlich wie in Until Dawn oder auch der Dark Pictures Anthology ist das Gameplay stark begrenzt. Mit wechselnden Figuren sucht ihr häufig aus der Verfolgerperspektive oder einer festen Kameraansicht Bereiche des Camps ab. Verwendbare Gegenstände markiert The Quarry überdeutlich; weitere interaktive Elemente oder gar erweiterte Bewegungsmöglichkeiten gibt es nicht. Die hübsch dargestellten Schauplätze wie die Lodge oder die finsteren Wälder sind also ausschließlich Kulissen. In den Gebieten entdeckt ihr immer wieder Hinweise wie beispielsweise besagte Handzettel der Freak-Show. Diese landen im Inventar, und dadurch fügen sich mit der Zeit die Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammen. So sind die bereitgestellten Infos eine nette Zugabe und klären vielleicht über die eine oder andere Frage auf, die in der Hitze des Gefechts untergeht. Mithilfe der bereitgestellten Karte überprüft ihr außerdem, wo sich bestimmte Charaktere gerade aufhalten ... oder wo sie draufgegangen sind.

Jacob vergießt bittere Tränen. Er möchte seine große Liebe Emma zurückerobern. Ob das gelingt, liegt teils in euren Händen.<br> &nbsp; Quelle: PC Games Jacob vergießt bittere Tränen. Er möchte seine große Liebe Emma zurückerobern. Ob das gelingt, liegt teils in euren Händen.
 
"Draufgehen" ist ein gutes Stichwort. Denn natürlich gerät die Truppe zunehmend in Gefahr und eure Entscheidungen und Reaktionen beeinflussen maßgeblich, wer The Quarry mit halbwegs heiler Haut übersteht. In Action-Sequenzen beispielsweise drückt ihr Tasten in bester Quick-Time-Event-Manier. In Schlüsselmomenten greift ihr gar zur Schrotflinte und erwehrt euch der Angreifer. Verzieht ihr den Schuss, dann bedeutet das gerade gegen Ende des Spiels schnell den Bildschirmtod.

Rasantere Momente wie die Flucht vor einem der Monster inszeniert Supermassive Games mit flotten Kamerafahrten, schnellen Schnitten und Quick-Time-Events. Liegt ihr mal daneben, rutscht eure Figur beispielsweise aus oder lässt einen Gegenstand im ungünstigsten aller Momente fallen.

Bringt ihr der Wahrsagerin Tarotkarten, gewährt sie euch einen Blick in die Zukunft. Quelle: PC Games Bringt ihr der Wahrsagerin Tarotkarten, gewährt sie euch einen Blick in die Zukunft. Neu dabei ist das sogenannte "Luft anhalten": In brenzligen Szenen haltet ihr dazu die Aktionstaste gedrückt und entscheidet, wann die Luft rein ist. Findet ihr nicht den passenden Zeitpunkt, werdet ihr womöglich entdeckt und bekommt die entsprechenden Konsequenzen zu spüren.

The Quarry gönnt euch dabei auch einige Hilfsmittel. So besitzt ihr drei Bonusleben und könnt so die Zeit zurückspulen, um liebgewonnene Charaktere zu retten. Zudem verstecken sich in den Abschnitten Tarotkarten. Diese übergebt ihr der Hellseherin zwischen den Episoden. Sie übernimmt eine ähnliche Rolle wie der Kurator in der Dark Pictures Anthology.

Sie fasst also bestimmte Momente zusammen und gibt auch kleinere Tipps. Mit den Tarotkarten aktiviert ihr aber auch optionale Zwischensequenzen und werft einen Blick in die Zukunft. Die kurzen Visionen helfen dabei, bestimmte Augenblicke einzuschätzen und retten manchmal auch Charaktere vor dem drohenden Tod. Wirklich neu ist dieses Spielelement aber nicht.

Steuerungsprobleme

Überhaupt fühlt sich The Quarry für unseren Geschmack zu sehr nach Titeln wie Until Dawn oder eben der Dark Pictures Anthology an.

Das Sel übernimmt sowohl Stärken als auch Schwächen dieser Vorbilder. Das Durchleben und Beeinflussen der Geschichte und das Jonglieren mit den Entscheidungsoptionen motivieren und machen einen Teil des Nervenkitzels aus. Der immer wieder eingestreute Zeitdruck spielt hier ebenfalls eine wichtige Rolle.

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