Time Crisis: Razing Storm im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Der Story-Mode konnte uns weniger begeistern, die drei Arcade-Games hingegen machen richtig Spaß.

Arcade, die Rettung naht

Time Crisis: Razing Storm Time Crisis: Razing Storm Ich habe aus gutem Grund bisher explizit vom Story-Modus gesprochen, da Time Crisis: Razing Storm auch über eine Arcade-Fassung verfügt. Hier bekommt man zwar die gleichen Charaktere vorgesetzt, dafür wird in typischer Lightgun-Shooter-Manier eine völlig andere Story erzählt und ein komplett anderes Gameplay geboten. Nur mit dem Move-Controller bewaffnet ballert man sich durch massig Feinde, die vor unseren Augen auftauchen. Wie in einem Rail-Shooter üblich, haben wir keinerlei Bewegungsfreiheit, weswegen lediglich nachgeladen, hinter einem Schild in Deckung gegangen und geschossen wird. Dabei zeigt uns das Spiel anhand einer roten Markierung an, welcher Gegner als nächster auf uns feuert.

Time Crisis: Razing Storm Time Crisis: Razing Storm Und WOW, die Arcade-Version ist einfach nur "geil". Hier entbrennt ein Zerstörungsfeuerwerk, das man selten bei einem klassischen Lightgun-Shooter gesehen hat. Die Grafik ist hübsch und abwechslungsreich, während die herausragende Physik-Engine für eine fast komplett zerstörbare Umgebung sorgt. Hier blättert der Putz im Sekundentakt von den Wänden, während Glas zersplittert und gleißende Explosionen das Auge blenden. Die absolut flüssige Grafik und gelungene Kameraschwenks tun ihr Übrigens. Zudem funktioniert die Steuerung via Move erstklassig. Highscores können ins PlayStation Network hochgeladen werden, was die Motivation noch weiter entfacht. Wahlweise kann ein zweiter Spieler an einem Bildschirm loslegen. Die drei Stages und die Bonusmission sind jedoch nach nur 20 Minuten beendet. Die famose Inszenierung und der hohe Wiederspielwert entschädigen jedoch für den knappen Umfang. Nach 3-4 Durchläufen ist aber auch hier die Luft raus.

Das Überraschungs-Paket

Der Wächter-Modus ist hingegen eine unverdünnte Schlaftablette. Hier schießt man auf Standbildern in einem Gefängnis mit nicht tödlichen Waffen auf fliehende Gefangene. Das schaut man sich ein Mal an und lässt es endgültig bleiben. Ähnliches gilt für den Online-Modus für bis zu acht Spieler. Dabei legt man im Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag und King of the Hill die üblichen Gefechte hin. Trotz Level-Systems gibt es viel bessere Alternativen. Für einige Matches kann man sich jedoch in den Kampf stürzen.

Time Crisis: Razing Storm Time Crisis: Razing Storm Doch Time Crisis: Razing Storm wäre nicht Time Crisis: Razing Storm wenn nach dem Tief wieder ein Hoch kommen würde. Namco war nämlich so frei und hat uns zwei Bonusspiele mit auf den Weg gegeben, die zusammen mit der Arcade-Fassung von Time Crisis: Razing Storm das eigentliche Hauptspiel locker in den Schatten stellen, was eigentlich nicht der Sinn der Sache sein sollte, aber egal. Dabei handelt es sich um die Arcade-Versionen von Time Crisis 4 und Deadstorm Pirates, die als separate Spiele betrachtet werden und mit eigenen Trophäen daher kommen. Deadstorm Pirates benötigt sogar eine über 3GB große Installation.

Time Crisis: Razing Storm Time Crisis: Razing Storm Beide Spiele sind klassische Lightgun-Shooter. Time Crisis 4 aus dem Jahr 2006 sieht mittlerweile ein wenig steril und altbacken aus, überzeugt jedoch immer noch durch abwechslungsreiche Szenarien und natürlich jeder Menge krachiger Action. Auch hier kann man mit einem zweiten Spieler loslegen und seine Highscores online eintragen. Noch mehr Spaß macht Deadstorm Pirates. Als Freibeuter der Karibik jagt man einem Schatz nach und legt sich mit Geistern, Skeletten und riesigen Spinnen an. Ob eine gefährliche Flussfahrt, ein Gefecht auf hoher See oder der obligatorische Kraken, Deadstorm Pirates ist ein kleines Highlight, das sogar noch sehr gut aussieht. Erneut darf ein zweiter Spieler mitmachen, Online-Highscores sind ebenfalls vorhanden. Beide Spiele sind in jeweils ca. 30 Minuten durchgespielt und glänzen mit einer präzisen Steuerung. Wie bei der Arcade-Version von Time Crisis: Razing Storm kann hier zwar auch das Gamepad zur Hand genommen werden, wenn man zum Beispiel keinen zusätzlichen Move-Controller für den Kollegen hat, mehr Spaß kommt jedoch mit der Bewegungssteuerung auf.

Meinung

Wertung zu Time Crisis: Razing Storm (PS3)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
furioser Arcade Modusjede Menge Spielspaß im Arcade-Moduspräzise Move-Steuerung im Arcade-Modusüberragende Technik im Arcade-Modusmotivierende Online-Highscore-Jagd im Arcade-Modusdiverse Koop-Modi über alle Spielvarianten hinwegzwei gelungene Bonusspiele (Time Crisis 4 und Deadstorm Pirates)man hat immer die Wahl zum Gamepad zu wechseln (in allen Modi)G-con 3 wird unterstützt
sehr bescheidener Story-Moduskeine Highlights im Story-Modussehr gewöhnungsbedürftige Move-Steuerung im Story-Moduslahme Story im Story-Moduskurzer Story-Modus (ca. 5 Stunden)Story-Modus ist kein Lightgun-Shooter im klassischen Sinneoptisch langweiliger Story-Modusein wenig unfairer Story-Modussuboptimales Deckungssystem im Story-Modusöder Wächter-ModusMultiplayer nichts BesonderesArcade-Modi sehr kurzbei jedem Spielstart neue Kalibrierung von Move nötig
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