Mit dem Reboot der Serie, der eigentlich schon längst fällig war, verspricht uns Crystal Dynamics nichts weniger, als Laras Anfänge zu erleben. Es gab da zwar in grauer Vorzeit schon einmal ein Tomb Raider, in dem wir sie als Teenager spielen durften, doch deswegen ja auch der Reboot, da ist alles erlaubt. So lernen wir eine junge Croft kennen, noch naiv und unerfahren, die in ein Abenteuer geworfen wird, welches sie schneller reifen lässt, als ihr lieb ist. Ob der Reboot gelang und wir es immer noch mit einem richtigen Tomb Raider zu tun haben, lest ihr in diesem Test.
Die Technik
Quelle: PC Games
Tomb Raider (18)
Technisch spielt Tomb Raider in der obersten Liga auf Konsolen mit. Durch die Bank bekommen wir knackscharfe Texturen geboten, eine Weitsicht die begeistern kann und ein absolut ruckelfreies Spielvergnügen. Die Steuerung funktioniert einwandfrei und erlaubt sich keine Aussetzer und das Speichersystem sichert sicher alles Eingesammelte, auch wenn wir einen Rücksetzpunkt wählen oder Lara ableben ließen. Einzig zu erwähnen sei diesbezüglich ein übler Bug im letzten Drittel des Spiels, der die PS3-Version ebenso betrifft wie die Xbox 360. Wir empfehlen darum unbedingt vor dem Betreten der Endurance den Speicherslot zu wechseln, um im Falle des Falles nicht ganz von Vorne beginnen zu müssen. So herrlich wie die Grafik kommt auch die Soundkulisse von Jason Grave daher, der auch schon für die Musik in den Dead Space-Spielen verantwortlich zeichnete, der uns mal mit leisen, dann wieder mit umso treibenderen Sounds durch die Level begleitet. Ebenfalls sehr gelungen ist wie Crystal Dynamics die Ladevorgänge in den Zwischensequenzen verbirgt, während des gesamten Abenteuers sehen wir keinen einzigen Ladebalken oder werden sonst irgendwie aufgehalten.
Über die deutsche Synchro kann man geteilter Meinung sein, sie ist sicher nicht schlecht, wirkt aber an manchen Stellen doch etwas gekünstelt. Nora Tschirner, welche die Lara spricht, gibt sich alle Mühe, besonders in den Cutscenes läuft sie zur Höchstform auf, im Spiel selbst aber wirkt sie doch etwas distanziert. Laras Begleiter hingegen hören sich Anfangs noch etwas seltsam an, legen im Verlauf des Spiels dann aber durchaus zu. Wer Tomb Raider auf der PS3 spielt hat die Möglichkeit auf die englische Synchro umzuschalten, Spieler auf der Xbox 360 hingegen haben nur die Wahl zwischen der deutschen und französischen Sprachausgabe.
Der Multiplayer:
Quelle: PC Games
Tomb Raider (19)
Ich weiß ja nicht, ob Tomb Raider unbedingt einen Mutliplayer-Modus gebraucht hätte, wenn es nach mir ginge, nicht. Trotzdem baute Crystal Dynamics vier Spielvarianten für bis zu acht Spieler online ein. Die zugänglichste und zugleich unnötigste stellt der Deathmatch dar, wozu man wohl nichts mehr sagen muss. Des weiteren gibt es auf den fünf Maps auch einen Rescue-Modus zu spielen, bei dem ein Überlebender zu einem bestimmten Punkt eskortiert werden muss, während die Solariis dies zu verhindern versuchen. Durchaus witzig ist die Möglichkeit im Multiplayer den Mitspielern Fallen zu stellen oder bestimmte Dinge auszulösen, wie einen Sandsturm zum Beispiel. Wie auch offline, gibt's für die entsprechende Leistung auch Online EPs um den eigenen Charakter aufzuleveln, was durchaus eine gewisse Zeit lang motivieren kann. Etwas eigenständiger kommt "Schrei um Hilfe" daher, wobei es auf Seiten der Überlebenden darum geht mehrere Funksender in Betrieb zu nehmen, was die Solariis natürlich verhindern wollen.
