Toy Soldiers im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Das actionreiche Gameplay und die knackigen Missionen sorgen für reichlich Kurzweil auf dem Schlachtfeld der Toy Soldiers.

Im Rahmen der Arcade House Party wird Microsoft eine Reihe von Spielen auf den Xbox Live Marktplatz bringen. Den Anfang macht dabei das Strategiespiel Toy Soldiers. Hier kämpfen kleine Plastiksoldaten in einem WWI-Szenario um den Sieg im Kinder- bzw. Hobbyzimmer. Ob der zugegebenermaßen doch recht stolze Preis von 1.200 Microsoft Points gerechtfertigt ist, lest ihr in unserem Test.

Ruhm, Ehre und die Spielzeugkiste

Toy Soldiers Toy Soldiers Toy Soldiers ist im Prinzip sehr simpel aufgebaut, da man in zwölf Singleplayer-Missionen und einem Tutorial lediglich die eigene Spielzeugkiste vor Angriffen der Deutschen beschützen muss. Dazu stehen und allerdings eine Reihe von verschiedenen Geschützen zur Verfügung. MGs sind gut gegen Infanterie, jedoch wenig wirksam gegen gepanzerte Einheiten. Artillerie-Stellungen haben eine enorme Reichweite, sind effektiv gegen Soldaten und Fahrzeuge, können allerdings kaum mit Präzision punkten und sind im Nahkampf überhaupt nicht zu gebrauchen. Um uns gegen altertümliche Doppeldecker zu verteidigen, werden zusätzlich Luftabwehrgeschütze montiert. Zu guter letzt stehen uns noch Granatwerfer- und Giftgas-Stellungen zur Verfügung, die sich prima gegen die Infanterie einsetzen lassen, die wahlweise mit Stacheldraht ausgebremst werden kann. Die Geschützstellungen lassen sich jedoch nur an markierten Stellen aufbauen, wobei man auch die Größe der Waffen beachten muss.

Toy Soldiers Toy Soldiers Hat man einen Verteidigungswall aufgezogen, darf der Feind ruhig mit seinen Angriffswellen anmarschieren. Während zunächst nur leicht bewaffnete Soldaten von unseren MG-Nestern aufgerieben werden, rollen später schwere Panzer an, wobei wir in der Luft von Bombern attackiert werden. Pro Missionen muss eine bestimmte Anzahl an Feindwellen überstanden werden. Wird die Spielzeugkiste zerstört bzw. eingenommen, muss das Level von vorne begonnen werden. Teilweise muss man über 20 Minuten lang einen Angriff nach dem anderen abwehren. Und da man nur eine bestimmte Anzahl an Geschützen aufbauen darf, muss die Taktik des öfteren umgekrempelt werden, weswegen Geschütze abgebaut und durch andere Varianten ersetzt werden. Glücklicherweise wird dem Spieler angezeigt, mit welchen Einheiten er als nächstes angegriffen wird. Mit der Zeit lassen sich alle Verteidigungsanlagen in drei Stufen ausbauen, wodurch sie effektiver gegen den Feind vorgehen.

Selbst ist der Spielzeugsoldat

Toy Soldiers Toy Soldiers Sind die Gegenmaßnahmen aufgebaut, kann man sich im Prinzip nur darauf konzentrieren, die Anlagen zu verbessern und zu reparieren. Der Erfolg stellt sich jedoch eher ein, wenn man sich selbst hinter die Geschütze klemmt und auf den Feind los ballert. Darüber hinaus darf man sich als Scharfschütze verdient machen. In vielen Missionen ist es zudem möglich, die Kontrolle über einen Panzer oder ein Flugzeug zu übernehmen. Das hat zwei Vorteile: Zum einen kann der Feind bereits weit vor der eigentlichen Basis dezimiert werden, und zum anderen können Geschützstellungen der Gegenseite zerstört werden, wodurch man an selbiger Stelle seine eigenen Verteidigungsanlagen aufbauen darf. Wird das Flugzeug oder der Panzer zerstört, benötigt es eine gewisse Wartezeit, bis ein weiteres Vehikel zur Verfügung steht. Im späteren Verlauf ist es ohnehin dringend notwendig selbst ins Geschehen einzugreifen, um eine anrückende Armee beispielsweise vor einem Nadelöhr abzufangen.

Toy Soldiers Toy Soldiers Panzer und Flugzeuge lassen sich jedoch nur vom Spieler selbst steuern und stellen quasi eine Erweiterung des vorliegenden Tower Defense-Spielprinzips dar. Mobile Armeen wird man demnach nicht in die Schlacht schicken können. Ebenso ist es nicht vorgesehen, den Stützpunkt des Gegners auszuschalten, zumindest nicht im Singleplayer-Part. Wie kommen wir eigentlich an Ressourcen für den Bau unserer Geschütze? Ganz einfach, für jeden getöteten Feind fließt ein kleiner Betrag auf das Konto, womit auch Upgrades und Reparaturen bezahlt werden. Diese Vorgänge sollten am besten zwischen den einzelnen Angriffswellen durchgeführt werden. Bei einigen Aufträgen muss man sich außerdem mit teils riesigen Boss-Gegnern wie einem Über-Panzer oder einem bildschirmfüllenden Zeppelin auseinander setzen.

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