Uncharted: The Lost Legacy in der Vorschau - Gameplay & Fazit

Special Olaf Bleich Christian Dörre Sascha Lohmüller
Uncharted: The Lost Legacy in der Vorschau - Gameplay & Fazit
Quelle: Sony

Auch ohne Nathan Drake ein echter Hingucker: Uncharted: The Lost Legacy trumpft mit neuen Heldinnen und frischem Setting, aber vor allem mit gewohnter Qualität auf.

Rebellen unter sich

Wenig überraschend tummeln sich an den markierten Orten bereits Asavs Mannen. Allerdings schlugen die Rebellen auch außerhalb dieser Areale ihre Zelte auf. Beim Erforschen der Umgebung stolpern wir beispielsweise über eine antike Siedlung. Doch noch bevor wir uns darüber freuen können, stößt Chloe eine Warnung aus und die ersten Kugeln pfeifen uns um die Ohren. Asavs Truppen haben hier einen Außenposten aufgestellt. Praktisch: Sobald wir das Weite suchen, verfolgen uns die Schurken auch nicht mehr. Wer also keine Lust auf derartige Scharmützel hat, der kann ihnen ausweichen.

Jedoch würden wir dann auch etwas verpassen. Abseits der Strecke entdecken wir nämlich versteckte Kisten. In ihnen befinden sich seltene und besonders mächtige Waffen. Bevor wir sie aufbrechen, müssen wir aber die Gebiete räumen. Danach nimmt sich Chloe einen Moment der Ruhe zum Knacken des Schlosses. Das Mini-Spiel erinnert stark an The Elder Scrolls 5: Skyrim. Mit dem linken Analogstick justieren wir die Position des Dietrichs. Sobald der Controller stärker vibriert, betätigen wir die Aktionstaste und schieben so den ersten Riegel aus dem Weg. Diesen Vorgang wiederholen wir, bis die Kiste schließlich offen ist.
Auf den Spuren von Lara Croft: Dem Erforschen von Gräbern und dem Lösen von Rätseln räumt Naughty Dog diesmal mehr Raum ein. Quelle: play4 Auf den Spuren von Lara Croft: Dem Erforschen von Gräbern und dem Lösen von Rätseln räumt Naughty Dog diesmal mehr Raum ein.

Schleichen oder kämpfen?

Laut Creative Director Shaun Escaryg setzt Uncharted: The Lost Legacy einen stärkeren Fokus auf das Erforschen von Gräbern und das Lösen von Rätseln. Man möchte zurück zu den alten Stärken der Serie und zugleich Chloes Vergangenheit unterstreichen. In der Anspielrunde war davon nur wenig zu spüren. Das bedeutet: Wir brausen zum Ort des Geschehens und müssen uns dort zunächst einen Weg ins Zielgebiet bahnen. In beiden Fällen brechen wir das Tor mit Hilfe der Seilwinde auf. Anschließend fliegen die Fetzen. Ein nettes Detail am Rande: Stellen wir den Jeep vor dem eigentlichen Zielgebiet ab und laufen mit Chloe voraus, schmeißt Nadine den Wagen wieder an und folgt ihrer Kumpanin. Im Kampf gibt uns Nadine ebenfalls Rückendeckung, bleibt aber - sofern wir leise vorgehen - im Hintergrund.

Schleichen gehört in Uncharted: The Lost Legacy zum guten Ton. Überall finden wir hohes Gras, Blumenfelder oder tauchen notfalls im Wasser unter. Auf Tastendruck markieren wir Gegner und schalten sie lautlos aus. Zumindest in der auf dem Event spielbaren Phase präsentiert sich die Erweiterung als ganz typischer Teil der Serie, der durch seine Mischung aus Erkundung und Action glänzt. In den bewachten Gebieten treffen wir auf aus dem Hauptprogramm bekannte Widersacher wie normale Wachleute oder eben schwer gepanzerte Truppen und die besonders auf kurze Distanz absolut tödlichen Schrotflintenschützen.

Chloe und Nadine verlieren immer wieder die Kontrolle über die Situation. Das auftauchende Panzerfahrzeug sorgt für ordentlich Trubel in den Ruinen. Quelle: play4 Chloe und Nadine verlieren immer wieder die Kontrolle über die Situation. Das auftauchende Panzerfahrzeug sorgt für ordentlich Trubel in den Ruinen.

Alle Frauen in Deckung!

Das Deckungssystem bleibt unangetastet. Chloe begibt sich wie Drake automatisch in Sicherheit und wie schon in Uncharted 4: A Thief's End klappt das auch nicht immer perfekt. Zweifelllos sehen gerade die Zerstörungseffekte beim Beschuss von Mäuerchen fantastisch aus, jedoch sucht unsere Heldin längst nicht so intuitiv Schutz, wie wir uns das wünschen würden. Will man in Deckung gehen, ist das wieder ein wenig hakelig. Trotzdem: Uncharted: The Lost Legacy wandelt auf den Pfaden von A Thief's End und auch wenn uns die Hands-on-Session nur einen kleinen Einblick in das neue Universum erlaubte, so wollen wir zweifellos sofort wissen, wie es weitergeht. Und das ist nach knapp einer Stunde Gameplay sicher die beste Voraussetzung für den Erfolg des Standalone-Add-ons.

Meinungen

  1. Seite 1 Seite 1: Story und Spielwelt
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