Uncharted: The Lost Legacy in der Vorschau - Interview mit Shaun Escaryg
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Auch ohne Nathan Drake ein echter Hingucker: Uncharted: The Lost Legacy trumpft mit neuen Heldinnen und frischem Setting, aber vor allem mit gewohnter Qualität auf.
In diesem Artikel
play4 im Gespräch mit Shaun Escaryg, Creative Director bei Naughty Dog.
play4: Der hier spielbare Abschnitt erwies sich als für ein Uncharted ungewohnt offen. Dachte Naughty Dog über noch mehr Open-World-Anleihen nach?
Shaun Escaryg: Gedankenspiele gibt es natürlich immer. Aber wir erzählen in Uncharted: The Lost Legacy eine lineare Geschichte und halten uns über weite Strecken an diese Maxime. Nur in diesem Abschnitt haben Spieler mehr Freiheiten und entscheiden, wie sie vorgehen und ob sie vielleicht das Gebiet länger erforschen möchten.
play4: Nathan Drake war ein schlagkräftiger Draufgänger, Chloe Frazier ist eine clevere Diebin. Wie beeinflusst das die Nahkampfmechanik?
Shaun Escaryg: Wir versuchen, mehr Varianz in die Missionen zu bringen. Chloe soll häufiger vorsichtig vorgehen und muss sich mehr mit Rätseln auseinandersetzen als Nathan in Uncharted 4: A Thief's End. Wir gehen damit zurück zu den Ursprüngen der Serie. In Bezug auf das Kampfsystem passten wir lediglich die Animationen an die neue Protagonistin an.
play4: In früheren Trailern sahen wir Teammanöver, bei denen sich Chloe und Nadine gegenseitig unterstützen. Wie passen die ins Bild?
Escaryg: Diese Aktionen sind kontextuell und hängen obendrein vom Storyfortschritt ab. Es gibt Phasen, da kommen Chloe und Nadine nicht miteinander klar. Dann helfen sie sich auch nicht gegenseitig im Kampf. Irgendwann wachsen die beiden aber immer mehr zusammen und diese Verbindung demonstrieren wir mit gemeinsamen Attacken. Spieler werden diese Moves aber nicht selbst auslösen können.
Quelle: play4
Shaun Escaryg arbeitet bei Naughty Dog als Creative Director und ist somit maßgeblich für die Ausrichtung und die Inszenierung von Uncharted: The Lost Legacy verantwortlich.
play4: Wurde eigentlich irgend etwas am Deckungssystem verändert?
Escaryg: Wir betrieben lediglich ein wenig Feintuning, aber die grundlegende Mechanik bleibt gleich.
play4: Das Knacken von Schlössern erinnert leicht an Skyrim. Wieso so ein Mini-Spiel?
Escaryg: (lacht) Ach, wirklich? Wir finden, es passt gut zu Chloes Charakter. Sie ist eine Diebin und entsprechend setzt sie ihre Fähigkeiten auch ein. Als Belohnung gibt es seltene Waffen, was wiederum dafür sorgt, dass Spieler die Areale erforschen.
play4: Nathan Drake schrieb alle Informationen in seinem Notizbuch auf. Das hatte einen sehr persönlichen Touch. Chloe besitzt derartige Hilfsmittel nicht, oder?
Escaryg: Naja, sie macht im Spielverlauf Fotos mit ihrem Smartphone und erinnert sich so an bestimmte Orte. Ihre Vorgeschichte ist eben auch anders als die von Drake. Sie folgt dem Erbe ihres Vaters und arbeitet dessen Vorkenntnisse auf. Diesen Hintergrund in einem weiteren Notizbuch zusammenzufassen, hätte nicht gepasst. Deswegen entschieden wir uns für das Smartphone.
play4: Okay, aber wenn es schon ein Smartphone im Spiel gibt, dann besitzt Uncharted: The Lost Legacy doch sicher auch einen Foto-Modus?!
Escaryg: So was in der Art gibt es tatsächlich. Aber über diese Funktion sprechen wir noch nicht.
play4: Ohne zu spoilern: Uncharted war schon immer Schauplatz für gigantisch choreographierte Actionpassagen. Wie holt ihr euch die Inspiration?
Escaryg: Natürlich verrate ich nichts über Uncharted: The Lost Legacy. Aber ich glaube, die Größe und der Umfang bestimmter Schauplätze wird viele überraschen. Wir haben uns einige coole Szenen ausgedacht, das verspreche ich.
play4: Vielen Dank für das Interview!
Uncharted: The Lost Legacy erscheint am 23. August 2017 exklusiv für Playstation 4. Weitere Infos zum Spiel findet ihr auf unserer Themenseite zum Spiel oder in der nächsten Ausgabe der play4.
