Fluch und Segen zugleich: Aim-Assistenten - Wie Valorant auf der Konsole alles anders macht.
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PC Master Race oder Konsole? Eine Frage, die die Geister seit Jahrzehnten scheidet. Doch im Jahr 2024 sind die Unterschiede zwischen PC und den Current-Gen-Konsolen nicht mehr so gravierend wie noch vor 20 Jahren.
Playstation und Xbox sind mittlerweile echte Power-Maschinen, die mit Raytracing, Upscaling und Frameraten jenseits der 100 Bilder pro Sekunde mithalten können. Doch eine Sache ist heute wie damals gleich: Während am PC vornehmlich mit Maus und Tastatur gespielt wird, regiert an den Konsolen das Gamepad. Besonders Shooter-Fans spaltet das in zwei Lager. Jahrelang versuchten verschiedene Entwickler, die Wogen zu glätten, doch Riot Games zeigen mit ihrem neuen Spiel, dass ausgerechnet eine gescheite Trennung zur Einigung führt.
Konsolen führen den Markt im Sektor der konventionellen Videospiele an. Laut Gameswirtschaft lagen die Konsolen-Umsätze im vergangenen Jahr, 2023, mit einem Gesamtvolumen von etwa 2,09 Mrd. Euro zwar nur knapp vor dem der PC-Umsätze, doch es zeigt sich, dass fast die Hälfte der Einnahmen aus Einzelkäufen von Spielen kommen. PC-Spieler orientieren sich statistisch gesehen eher an bereits erworbenen Spielen und bauen die mit In-Game-Käufen weiter aus.
Damit sind Spielverkäufe für Konsolen eine wichtige Säule der Publisher. Entsprechend wird der Blick rege auf die Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Spiele und Mechaniken geworfen.
Taktik-Shooter auf der Konsole
Am 08. Juni dieses Jahres präsentierte Riot Games erstmals die Konsolen-Version ihres Taktik-Shooters Valorant (jetzt kaufen 100,00 € ). Der Counter-Strike-Konkurrent feierte erst vor vier Jahren seinen Release auf dem PC, konnte sich jedoch binnen kürzester Zeit zur echten Alternative mausern. Am 14. Juni dieses Jahres startete das Spiel aus dem League-of-Legends-Universum in die Konsolen-Beta und fand großen Anklang. Selbstverständlich ist das ganz und gar nicht.
Quelle: Steam
Anfang der 2000er versuchte Valve, Counter-Strike auf die Xbox zu bringen. Schnell zeigte sich jedoch, dass der Taktik-Shooter zu sehr für den PC ausgelegt war. Spraydown und Aiming waren nicht für den Controller gemacht. Wenngleich Counter-Strike in diesem Zuge einige Elemente schuf, die sich bis heute in einigen Konsolen-Shootern wiederfinden: Crouching auf Stick-Druck oder auch das Waffenrad, das bis heute fester Bestandteil der Reihe ist.
Counter-Strike: Global Offensive startete etwa zehn Jahre später einen zweiten Versuch, aber ihr könnt euch schon vorstellen, von wie viel Erfolg die Konsolenfassung gekrönt war. Doch prinzipiell scheiterte das Spiel auch hier an zwei einfach auszumachenden Punkten: Steuerung und Aim - genauer: Ziel-Assistenten.
Zielhilfen sind ein leidiges Thema. PC-Spieler verteufeln sie, Konsoleros spielen sie gerne herunter. Fakt ist: Zielhilfen sind unabdingbar für Controller-Helden. In vielen Fällen hängen sie noch immer der Präzision einer Maus hinterher, doch es gibt Fälle, in denen ausgerechnet Gamepads an der Macht sind.
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Maus und Tastatur sind wunderbare Alleskönner. Man nutzt sie, um sich durch lästige Excel-Tabellen zu quälen und gleichzeitig sind sie das perfekte Werkzeug, um in virtuelle Schlachten zu ziehen. Sie sind effizient, präzise und bieten unzählige Möglichkeiten in Sachen Individualisierung und Eingabeoptionen. Der klassische Controller ist eher auf Bequemlichkeit ausgelegt. Gezwungenermaßen werden Abstriche bei den Eingabemöglichkeiten gemacht und damit sind die Möglichkeiten in Spielen limitierter. Und doch feierten First-Person-Shooter schon früh Erfolge auf Konsolen.
