White Knight Chronicles 2 im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Vom Winzer zum Helden! Leonards Geschichte wird solide weitererzählt und liefert erneut etliche Stunden Spielspaß.

Altbewährtes neu aufgetischt

White Knight Chronicles 2 White Knight Chronicles 2 Wie eng die Geschehnisse und die Mechanik des Vorgängers mit White Knight Chronicles II tatsächlich verzahnt sind, stellt man nicht nur aufgrund der fehlenden Einleitung und Einführung in das Spielsystem recht schnell fest. Hat man sich durch einen riesigen, verwunschenen, mit zahlreichen Ebenen und optisch sehr Abwechslungsreichen Gebieten ausufernden Wald gekämpft und ein mysteriöses magisches Buch erhalten, beginnt die große etwa 30-40 Spielstunden umfassende Reise durchs Land und gar Zeit. Den Leseratten erwartet eine flotte Reise in die Vergangenheit und ihr wandert zum Beispiel durch die gewohnten Gassen von Balandor, durchstreift die saftig grünen Wiesen vor der Königsfestung, wandert in den dunklen Höhlen einer tiefen Mine oder besucht alte Bekannte in der auf einem riesigen Koloss erbauten Stadt Greede.

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White Knight Chronicles 2 White Knight Chronicles 2 Schnell keimt das Gefühl einer billigen Kopie des Vorgängers auf, erlebt man doch als eingefleischter Fan des weißen Ritters an allen Ecken und Enden mal kleinerer, bisweilen aber auch wirklich große Déjà-vus. Nicht nur dass die einzelnen Städte und verschiedenen mit ekelhaften und grauenvollen Monstern versuchten Ebenen erneut durchwandert werden können, selbst Inhalte der vergangenen Story flimmern erneut über den Bildschirm. So zum Beispiel die Festlichkeiten zum 18. Geburtstag von Prinzessin Cisna mit dem bekannten schrecklichen Ausgang dank der Heimtücke des Nachbarreichs. Die Ereignisse, die aus einem Winzer Leonard, dem White Knight, einen ausdrucksstarken Helden machten. Der zweite Teil bietet Recycling pur - vielleicht findet sich auch genau deshalb der erste Ableger ebenfalls auf der Disc - doch hat man sich damit erst abgefunden, taucht man schnell in den erneut aufflammenden Konflikt ein und wird von einem ganz besonderen Flair erfasst. Man kennt natürlich so manche Dinge, erlebt diese aber aus einem völlig anderen Blickwinkel. Während in Balandor die Festlichkeiten stattfinden und anschließend der blutige Kampf ausbricht, wandert ihr zum Beispiel durch die Katakomben der Festung, um rechtzeitig zu Hilfe eilen zu können. Das hat hat irgendwie was prickelndes und motiviert, mehr zu sehen!

White Knight Chronicles 2 White Knight Chronicles 2 Ist man nicht gerade mit einem Plausch oder in den zahlreichen Einkaufsmeile beschäftigt, so wandert die aus mindestens drei Leuten bestehende Truppe bis an die Zähne bewaffnet durch zahlreiche Steppen oder gar üppig begrünten Ebenen, durch dunkle und unheimliche Höhlen bzw. Stollen, bis hin zur staubtrockenen, aber sandigen Wüsten. Die Schmetterlinge flattern, das Wasser rauscht Klippen hinunter und schwer aussehende Wolken zieren den fernen Horizont. Der Spiel mit Licht und Schatten, bisweilen durch den Wechsel zwischen Tag und Nacht mit einer herrlich schummrigen Dämmerung lässt eine verträumte Fantasy-Welt aufleben. Viele Anlaufstellen sind aber wie erwähnt aus dem Vorgänger bekannt und trotz dass sich die Flora im seichten Wind wiegt und Hitzeflimmern ein Gefühl für die Temperatur in der Wüste heraufbeschwört, kann auch White Knight Chronicles II eher nur designtechnisch überzeugen, anstatt mit polierter HD-Pracht glänzen. Ganze Landstriche wirken wie auch schon im ersten Teil leider eher detailarm und so manches Gebiet sorgt mit betagten Texturen für gewohnte Dämpfer. Bedauerlicherweise scheinen sich die Entwickler keinerlei Mühe gemacht gemacht zu haben und servierten denselben Augenschmaus.

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