Am 30.11.2012 startet der Verkauf von Nintendos Wii U auch in Deutschland. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft gibt es also eine neue Konsole und direkt 23 Spiele zum Launch. Gamezone hat die Wii U schon seit einiger Zeit und testet, was die Hardware kann und ob Nintendo damit für die Next Gen gewappnet ist.
Hardware: Das steckt drin
Quelle: Computec Media AG
Die Wii U neben einer regulären Wii
Die Wii U nutzt ein optisches Laufwerk von Panasonic, welches das neue, proprietäre Disc-Format von Nintendo liest. Ähnliche wie eine Blu-Ray fassen Wii U Discs 25 GB. Die Kuriosmeldung zum US-Start, die Discs wären "angenehm rund" bzw. runder als andere Discs können wir mittlerweile bestätigen! Sie sind sehr präzise abgeschliffen und weisen keine typische Wellenform auf. Außerdem sind die Kanten abgerundet – angenehm! Die Lesegeschwindigkeit soll übrigens mit 22 MB pro Sekunde deutlich über der einer Playstation 3 liegen, auch die Xbox 360 liest DVDs langsamer.
Auf der Platine sind insgesamt 2 GB Arbeitsspeicher verbaut, das ist deutlich mehr als Playstation 3 und Xbox 360 zur Verfügung stehen. Im Vergleich zu aktuellen PCs, auf denen 8 GB mittlerweile zum Standard gehören, wirken die RAM-Module aber winzig.
Grafik- und Systemprozessor sind zusammen in einem MCM (Multi Chip Module) verbaut. Als CPU dient ein Multicore PowerPC-Chip, der dank ähnlicher Bauweise auch Wii-Spiele abspielen kann. Die fast fünfmal so große GPU basiert auf ATI Radeons RV7xxx-Generation. Damit lässt sich zwar vermutlich etwas mehr Power rausholen, als auf jetzigen Konsolen, nach oben hin ist aber am PC-Grafikkartenmarkt noch viel Luft offen.
Eine genaue Auflistung des Wii U Innenlebens findet ihr in unserer News vom 19.11.2012: Tüftler nehmen Wii U auseinander: 2GB RAM, IBM PowerPC CPU und ATI RVt4xx GPU
Was schafft die Wii U optisch?
Quelle: Nintendo
Screenshot aus dem Zelda-Minispiel aus Nintendo-Land: Die Frage ist: Wo bleibt ein richtiges Zelda-Spiel?
Mit einer Bewertung, was die Wii U Hardware gebacken kriegt, sind wir noch vorsichtig. Einige Details kann die Wii U Version von Multi-Plattformern bisher besser darstellen, andere schlechter als die Konkurrenz. Im Allgemeinen sehen Games aber sehr gut aus und müssen sich im Vergleich nicht hinter Xbox 360 und Playstation 3 verstecken. Aber: Wir sind ja auch erst am Anfang dieser Wii U Generation! Sobald Entwickler mehr Programmier-Erfahrung an der Hardware erhalten und sich Engines etablieren, werden die Ergebnisse deutlich besser aussehen können, als jetzt.
Nintendo ist trotzdem im Zugzwang: Microsoft und Sony werden bis es soweit ist, sicherlich nicht ruhig bleiben und eventuell schon eine eigene "Next Gen" einläuten. Sobald es soweit ist, kann die Wii U hardwareseitig als angezählt betrachtet werden. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis aktuelle Technik die Japaner einholen wird. Wir haben es im Preview schon vorausgesagt und die Beobachtung ist nun auch beim Review nicht falsch: Mit der Wii U landet Nintendo in der (relativ aktuellen) Current Gen. Damit können gute Entwickler sicherlich arbeiten und tolle Ergebnisse abliefern, aber der Zahn der Zeit nagt schon!
