Yakuza: Dead Souls im Gamezone-Test

Test Patrick Büssecker

Der Ausflug in die Zombie-Welt darf unterm Strich als gelungen bezeichnet werden und Fans kommen sicherlich auf ihre Kosten.

Als im Jahre 2010 ein Zombie-Spin-Off der Yakuza-Reihe für die PS3 angekündigt wurde, dürfte so mancher Zocker erst einmal ungläubig auf den Bildschirm gestarrt haben. Zombies, die unser bekanntes Areal Kamurocho heimsuchen und für apokalyptische Verhältnisse sorgen? Die Vorstellung ist äußerst abgefahren, zugleich aber absolut genial und je mehr man darüber nachdachte, umso neugieriger wurde man. Neue Informationen zum Titel wurden daher dezent verschlungen. Doch wie so oft musste man im Westen noch einige Zeit bangen, bis endlich auch der Release hierzulande bestätigt wurde. Keine Selbstverständlichkeit, denn außer den vier bisherigen Hauptteilen für die PS2 und PS3 erschienen bislang keine anderen Ableger außerhalb Japans. Im Falle des Spin-Offs Ryu ga Gotoku Kenzan! ist dies auf Grund der sehr speziellen Thematik allerdings durchaus nachvollziehbar. Doch umso erfreulicher, dass man nun das Zombie-Spin-Off, welches bei uns auf den Namen Yakuza: Dead Souls hört, als erstes Spin-Off in den Westen gebracht hat.

Yakuza: Dead Souls Yakuza: Dead Souls Bevor es endlich mit den Zombies zur Sache geht, steht leider wieder einmal eine Installation vor der Tür, denn rund 5 Gigabyte an Daten möchten auf die Festplatte geschaufelt werden. Ein paar Minuten muss sich der Yakuza-Zocker also wie gewohnt noch kurz gedulden. Immerhin wird uns kein öder Ladebalken präsentiert, sondern wir dürfen uns während der Installation über eine ganz nett gemachte Präsentation diverser Protagonisten des Spiels freuen. Eine nette Geschichte, die ja man bereits von Teil 4 kennt. Wer also ein paar Hintergrundinfos über die Charaktere möchte, sollte während der Installation nicht umschalten.

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Die Informationen sind auch wie sämtliche andere Texte im Spiel nur auf englisch verfügbar. Einerseits sicherlich ein gewisser Kritikpunkt, andererseits bei einem solchen Spiel schlichtweg nachvollziehbar und bei der Reihe ja nichts neues. Die Zielgruppe dieses Titels dürfte sich an englischen Texten ohnehin nicht stören und darf sich zudem wieder auf eine japanische Sprachausgabe freuen.

Yakuza: Dead Souls Yakuza: Dead Souls Das Spiel selbst in vier Kapitel eingeteilt, in denen ihr auch jeweils einen anderen und aus früheren Teilen bekannten Protagonisten spielt. So darf man also gleich mit verschiedenen Charakteren den Zombies ans Leder. Vor dem ersten Kapitel steht jedoch noch der Prolog an, der mit seinen Sequenzen einen kurzen Überblick über die Story bietet. Nach diesem durchaus apokalyptischen Intro geht es dann aber zu Beginn des ersten Kapitels eher ruhig los. Doch keine Sorge, das Spiel kommt anschließend schnell in Fahrt und es dauert nicht lange, bis brennende Autos, zerstörte Häuser und ganze Mobs von Zombies, die sich langsam aber sicher den Weg zu euch bahnen, an der Tagesordnung stehen.

Etwas hakelige Steuerung

Bei den ersten Zombies darf man sich dann gleich so richtig mit der Steuerung vertraut machen. Da im Grunde alles beim Alten bleibt, sollten Fans der Reihe sofort zurecht kommen und bis auf die Tatsache, dass man nun nicht mehr prügelnd den Gegnern an den Kragen geht, sondern hauptsächlich auf diverse Waffen zurückgreift, gibt es kaum Unterschiede.

Yakuza: Dead Souls Yakuza: Dead Souls Das Zielen ist dabei allerdings ein Thema für sich. Letztlich muss man in vielen Situationen gar nicht in dem Sinne zielen und es reicht, wenn man einfach in die Richtung des jeweiligen Gegners blickt. Kleinere Abweichungen gleichen die Charaktere von selbst aus und drehen sich leicht zum Feind hin. Sofern die Zombies aber zum Beispiel am Boden krabbeln oder man einfach Kopfschüsse verteilen möchte, muss man dann doch selbst Hand anlegen. Beim Zielen kann man sich dann komplett umschauen und darf sich über ein hilfreiches Fadenkreuz freuen, welches das Schießen nochmals erleichtert. Ein wenig hakelig ist die Steuerung aber auch in diesem Modus und gerade wenn es mal etwas schneller gehen muss, kann man da seine Probleme bekommen. Sofern mehrere Zombies in der Nähe sind, sollte man ohnehin möglichst wenig Zeit beim Umschauen oder im Zielmodus verbringen, denn schnell wird man von einem Zombie gepackt und darf anschließend auf die X-Taste hämmern, um diesen wieder loszuwerden. Schnelligkeit ist hier unbedingt gefordert, denn die beißenden Zombies nagen gefährlich an der eigenen Energieleiste und gerade auf einem höheren Schwierigkeitsgrad ist Vorsicht geboten.

Yakuza: Dead Souls Yakuza: Dead Souls Zur Erfrischung der eigenen Lebensenergie sind auch wieder diverse Items mit von der Partie, die immer wieder in den Umgebungen gefunden werden oder käuflich erworben werden können. Denn während in manchen Teilen Kamurochos die Zombies toben, ist in anderen Bereich die Welt noch in Ordnung und in fast schon absurder Weise geht hier das Leben völlig normal weiter. Die Läden haben geöffnet, verschiedene Freizeitaktivität locken und auch das eine oder andere bekannte Gesicht läuft einem hier über den Weg.

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