Immer wieder gibt es jemanden, der sich traut solch einen Murks auf den Markt zu bringen.
Fast jeder dürfte den großen Yeti kennen, der sich in zahlreichen Flash-Games durchaus erfolgreich immer wieder kleiner, armer, harmloser Pinguine bemächtigt und selbige für die körperliche Ertüchtigung als auch zum Vergnügen missbraucht hat. Aber diese Zeiten sind nun vorbei, denn die die kleinen Frackträger holen zum Gegenschlag aus. Ob es sich lohnt den gefiederten Viechern zu helfen, haben wir für euch getestet.
Weniger ist mehr?
Yetisports: Penguin Party Island
Für viele hat der Yeti, der Pinguine - virtuell versteht sich - zum Vergnügen quält einen ganz langen Bart. Doch jede neue Flash-Game Adaption wurde wie nichts verschlungen und sorgt für kurzweiligen Spielspaß. Genau dieses Prinzip ist es auch, dass man nun dem Nintendo Wii spendiert hat, wenngleich der Yeti nun das Nachsehen und die Pinguine das Ruder in die Hand genommen haben. In leider nur neun verschiedenen Minispielchen sowie zwei nicht wirklich unterschiedlichen Spielmodi (Spielkiste und Wettkampf) haben die Pinguine ihren Spaß. Bis es allerdings soweit ist, gilt es einen Charakter zu kreieren, wobei die Auswahloptionen nicht spartanischer hätten ausfallen können. Die eigentlich wichtigste bzw. auffälligste Ausstattung des Frackträgers ist einer von vier verschiedenen Helmen; Der Rest ist nicht einmal der Rede wert. Noch fix einen Namen verpasst und schon kann es los gehen.
Ebenso kleinlich wie die größtenteils nicht vorhandenen Einstellmöglichkeiten für die Pinguine sind auch die Minispielchen ausgefallen. Dabei fällt nicht nur negativ ins Gewicht, dass die Steuerung in vielen Belangen zu wünschen übrig lässt, sondern auch die Tatsache, dass eine komplette Wettkampf-Runde - aller Widrigkeiten zum Trotz - überaus fix abgespult ist. Wer ca. 30 Minuten benötigt, ist sogar noch verhältnismäßig langsam bei der Sache.
Zu schnell, zu doof, zu wenig Yeti
Yetisports: Penguin Party Island
Zusammenfassend lassen sich die Spiele durchaus als langweilig beschrieben. Egal ob es dabei um "Touchdown" geht, "Base Jump", "Yeti Paint" oder "Wall Climb". Vor jeder Spielrunde wird - das kann man dem Titel durchaus zu Gute halten - hinreichend und verständlich erklärt, was ihr als Spieler genau zu tun habt. Erweist sich die Theorie als ordentlich, kann die Praxis dazu führen, dass ihr den einen oder anderen Fluch ausstoßen werdet. Allein bei Touchdown kämpft ihr massiv mit der Steuerung, die - wie sollte es auch anders sein - ausschließlich über die Wii-Mote ergeht, gesamt allerdings verdammt empfindlich reagiert und dafür sorgt, dass ihr so manches Mal Bekanntschaft mit der Umgebung (Bäume, Felsen, usw.) macht. Ergo müsst ihr auch beim Base Jump Minispiel gutes Fingerspitzengefühl beweisen, damit der mit dem Fallschirm abspringende Pinguin eine saubere Punktlandung hinlegen kann.
Wer bis dato den Yeti vermisst hat, wird zumindest in der Runde Yeti Paint bedient werden. Ähnlich den Messerwerfer-Nummern im Zirkus hängt der Yeti an einem sich drehenden Holzrad und es gilt ihn mit Farbbomben zu bewerfen. Ansonsten sind die Auftritte des pelzigen Wesens gering bis gar nicht vorhanden, da sich alles um die Frackträger dreht. Auch wenn ihr mit ihnen beispielsweise eine Treppe mittels Holzscheiten in eine Felswand schießen müsst, sind nur die kleinen Watschler dabei und vom Yeti fehlt jede Spur. Die Wand-Holz-Kletterei wird ebenfalls mittels Wii-Mote gesteuert bzw. dessen Pointer kommt zum Einsatz; Leider aber auch sehr ungenau und zudem werdet ihr damit kämpfen, dass ihr die Wii-Mote ständig irgendwie drehen und in der Haltung verändern müsst, damit die Treppen gelingt und vor allem der kletternde Pinguin möglichst ohne Absturz nach oben kommt.
Yetisports: Penguin Party Island
Gesamt besehen ist der Umfang als auch die gebotenen Minispielchen alles andere als gelungen. Gleiches gilt auch für die anzuwendende Steuerung, die auch beim Seil klettern ihre Schwächen aufzeigt, da der kleine Frackträger trotz gescheitem Schütteln immer wieder abrutscht. Wer bis dahin noch nicht gänzlich von der Langeweile aufgezehrt wurde, kann sich noch in solch 'ach so witzigen' Spielchen wie "Cheese or Freeze" versuchen, in dem ihr Blumen pflückender Weise über eine Wiese hüpft und euch nicht von einem Paparazzi-Pinguin erwischen lassen dürft. Oder ihr geht ein wenig Curling spielen - bzw. eine abgewandelte Form davon, denn es gilt die Pinguine mittels Steinschleuder punktmäßig gut in ein vordefiniertes Zielareal zu schießen.
