Anno 117 gespielt: Das erwartet euch in der keltischen Provinz Albion

Special Viktor Eippert
Anno 117 gespielt: Das erwartet euch in der keltischen Provinz Albion
Quelle: PC Games

Auf der Gamescom kann man in Anno 117 endlich die keltische Provinz Albion ausprobieren - und die spielt sich anders, aber auch sehr gut. Kann bitte schon November sein?

Die Gunst des Imperiums

Welchen Pfad man einschlägt, will übrigens gut überlegt sein, weil man die Bevölkerung in Albion erstmal ausschließlich in diese Richtung entwickeln kann. Wenn man aber weit genug in den Bevölkerungsstufen fortschreitet, ist eine Mischpopulation ebenfalls möglich. Doch selbst dann gilt es, abzuwägen. Denn abhängig davon, wie stark man Albion romanisiert, finden das manche der KI-Fraktionen unterschiedlich gut.

Der Imperator ist zum Beispiel ein Fan davon, wenn wir das wilde Gebiet nach römischem Vorbild neu gestalten. Spielen wir aber mit der Imperatorin, sieht das schon wieder anders aus. Abhängig von der Gunst erhalten wir als Statthalter verschiedene Vor- und Nachteile. Wer sich zum Konsul hocharbeitet, kann nicht nur neue Inseln deutlich günstiger besiedeln, man kann dann auch andere Spieler ohne bestehende Allianz zu Vasallen erklären.

Die Sümpfe sind einzigartig für Albion und ermöglichen den Anbau vieler Waren. Dafür rauben sie aber auch viel Platz. Quelle: PC Games Die Sümpfe sind einzigartig für Albion und ermöglichen den Anbau vieler Waren. Dafür rauben sie aber auch viel Platz. Das ist übrigens eine der beiden Möglichkeiten, andere Spieler ohne direkte Eroberung zu übernehmen. Alternativ können wir die richtigen Forschungen vorausgesetzt auch aus einer Allianz heraus eine Übernahme starten.

Anstatt uns einzuschmeicheln können wir aber auch rebellieren und unsere Unabhängigkeit im Kampf erhalten. Das ist schwieriger, hat aber den Vorteil, dass wir danach als Pro-Konsul keine Steuern mehr zahlen müssen. Ausprobieren konnten wir das in der Kürze der Zeit aber alles leider nicht.

Albions Charaktere und Sprachausgabe

Dafür haben wir einen kurzen Blick auf die neutralen NPCs werfen können, die in Albion unterwegs sind. Der keltische Häuptling Manx dient hier als Freier Händler, während der Prokurator Corvinus mit einem Außenposten die Stellung für das römischen Imperium hält. Bei ihm können wir bei Bedarf auch neue Schiffe für unsere Flotte erwerben.

Und dann sind da noch die Piraten der Region, angeführt von der keltischen Kriegerin Voada. Die residiert in einer gut befestigten Inselhochburg und ist der berühmten keltischen Aufständischen Boudicca nachempfunden. Außerdem ist sie ein gutes Beispiel dafür, dass in der englischen Sprachausgabe mehr Nuancen stecken, als in der deutschen. Letztere konnten wir nämlich erstmals in Aktion hören und keine Frage, sie ist wie üblich gut gelungen. Aber auf Englisch kommen die kulturellen Unterschiede durch die verschiedenen Dialekte besser zur Geltung.

Verbesserungen seit dem letzten Mal

Bei unserem jüngsten Ausflug in die Welt von Anno 117 ist uns außerdem aufgefallen, dass die Entwickler in den letzten Monaten scheinbar schon am Balancing geschraubt haben. Während wir im Mai in Latium nur selten richtig große Probleme hatten, alle Bevölkerungsattribute wie Feuersicherheit, Gesundheit oder Zufriedenheit im Positiven zu halten, sah das jetzt in Albion ganz anders aus. Auch dieses Mal haben wir die Produktionsgebäude mitten in die Stadt für die maximalen Einnahmen gebaut. Doch damit ist das Brandrisiko auch richtig nach oben geschossen.

Das kann natürlich auch mit den lokalen Unterschieden der beiden Provinzen zusammenhängen, zumal wir in Latium nach dem Bau des Aquädukts gar keine Feuersorgen mehr hatten. Aber einige Sachen wurden auf jeden Fall verbessert seit dem letzten Mal. Das UI wurde leicht angepasst und im Forschungsbaum war diesmal mehr drin. Außerdem gab es mit Minerva eine Gottheit mehr, die man freispielen kann. Es gibt schon deutlich weniger Platzhaltertexte. Mit anderen Worten: Anno 117 ist auf einem guten Weg.

Meinung

Öffentliche Demo im Anmarsch

Und zum Abschluss haben wir noch eine gute Neuigkeit für alle, die es nicht schaffen, die Demo auf der Gamescom zu spielen. Keine Sorge, denn vom 2. bis 16. September wird Ubisoft eben diese Demo auch auf Steam und Ubisoft Connect veröffentlichen. Die ist zwar genauso immer auf nur eine Stunde Spielzeit begrenzt und umfasst nicht alle Bevölkerungsstufen, dafür werdet ihr aber so oft neu anfangen können, wie ihr möchtet. Und damit wird er dann losgehen - der Wettlauf gegen die Uhr, um möglichst große, möglichst schöne oder möglichst viele Siedlungen aufzubauen. Transparenzhinweis: Wir konnten die Demoversion des Spiels vorab bei einem Digital-Event spielen.

  1. Seite 1 Albion, die zwei Pfade
  2. Seite 2 Imperator, NPCs, Verbesserungen, Öffentliche Demo
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