Die Aufbauspiele-Reihe im Rückblick: Zukunfsreisen von 2070 bis 2205
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Die beliebte Strategie-Serie im Genre der Aufbauspiele bekommt mit Anno 1800 Nachwuchs. Für uns Anlass genug, um auf die Entstehungsgeschichte der Reihe zurückzublicken. Vom grandiosen, historischen Einstand mit Anno 1602 bis hin zum futuristischen Anno 2205: PC Games zeichnet die wichtigsten Stationen nach.
Anno 2070: Science Fiction statt Historie
Die Ankündigung hatte seinerzeit niemanden überrascht, das Setting allerdings schon: Anno 2070 (jetzt kaufen / 53,99 € ) siedelt in einem fiktiven Zukunftsszenario an. Dort macht der Klimawandel und die damit verbundenen Folgen den Menschen zu schaffen. Der steigende Wasserpegel hat nämlich viele Landstriche der Erde praktisch unbewohnbar gemacht.
Quelle: PC Games Hardware
Anno 2070 siedelte in einem futuristischen Setting an, blieb den Serienwurzeln jedoch treu.
Nur durch die Erforschung und den Einsatz neuer Technologien lassen sich diese und andere ökologischen Herausforderungen meistern. Im Zuge dessen feiern neue Gameplay-Features Einzug in der Anno-Reihe. Die Spieler wählen zu Beginn zwischen zwei Fraktionen, die die Spielrichtung maßgeblich beeinflussen. Naturfreunde entscheiden sich für die Eco-Fraktion, die geprägt ist durch einen nachhaltigen und umweltbewussten Führungsstil. Alternativ schlägt man sich auf die Seite der Tycoons-Fraktion, den Industriellen.
Eine Einzelspieler-Kampagne sowie ein Endlosmodus, der den Aufbau einer Stadt ohne Zeitbegrenzung ermöglicht, ist ebenso enthalten, wie ein Mehrspielermodus mit Online-Features. Das Aufbau-Spiel entstand in Zusammenarbeit mit Related Designs und Blue Byte (Die Siedler-Reihe). Im ausführlichen Test zu Anno 2070 von Peter Bathge lobten wir vor allem den gelungenen Mix aus Komplexität und Langzeitmotivation. Auch im nachfolgenden Anno-2070-Multiplayertest sicherte sich das Science-Fiction-Strategiespiel reichlich Spielspaßpunkte in unserem Test.
Anno 2070: Die Tiefsee (Add-On)
Wie für die Anno-Reihe typisch, bekam auch 2070 ein umfangreiches Add-on spendiert, das die Spieler in die Tiefen der Meere entführte. Der in der Erweiterung gebotene Missionsumfang fiel zwar eher mager aus, dafür machte die aufgebohrte Unterwasser-Siedelei mit verbesserter Tech-Fraktion, einer friedlichen Übernahmeoption und weiteren Verbesserungen Spaß. Im Test zu Anno 2070: Die Tiefsee verpasste das Add-on mit einer Spielspaßwertung von 84 nur knapp den Award.
Anno 2205: Ab auf den Mond
Quelle: PC Games
Anno 2205: Ihr besiedelt auch die eiskalte Arktisregion.
Den Blick in die Zukunft haben die Entwickler mit dem bislang letzten Teil der Reihe noch weiter getrieben und dabei auch deutliche Veränderungen am Gameplay vorgenommen. Im Mittelpunkt stand dabei das sogenannte Session-System. Neben dem gewohnten Aufbau einer Siedlung in gemäßigten Gefilden werden nämlich auch Niederlassungen in der Arktis und sogar auf dem Mond aufgebaut. Das alles dient dazu die reichhaltigen Rohstoffe dieser eher unwirtlichen Regionen auszubeuten. Jedes der Gebiete hat eigene Karte, die über zusammenhängende Meta-Ebene als persistente Spielwelt miteinander verbunden sind. Zwischen den einzelnen Sektoren werden Handelsrouten eingerichtet, um Waren ihrem Bedarf entsprechend auszutauschen. Vom restlichen Spiel getrennt wurden die Kämpfe. Es werden also nicht mehr direkt die Inseln von Gegenspielern angegriffen. Stattdessen schickt man seine Flotte auf speziellen Kampfkarten gegen feindliche Schiffe und Einrichtungen in die Schlacht. Erstmals in der Seriengeschichte gibt es keine Trennung zwischen Kampagne und Endlosmodus. Beide Spielmodi wurden stattdessen untrennbar miteinander verknüpft. Im Test zu Anno 2205 zeigt sich Stefan Weiss von der hübschen Grafik sowie der unterhaltsamen und motivierenden Aufbaupart begeistert. Ihm fehlte jedoch die Langzeitmotivation, da es ohne Zufallselement, Katastrophen oder spannende Ereignisse kaum einen Grund für wiederholte Partien gibt.
Anno 2205: Tundra, Orbit, Frontierts
Neue Wege beschritten die Entwickler auch bei der Versorgung von Anno 2205 mit neuen Inhalten nach dem Release. Statt einer üblichen großen Erweiterung wurde das Spiel mit diversen Inhaltsupdates und den drei DLCs "Tundra", "Orbit" und "Frontiers" ausgebaut. Diese führten jeweils neue Regionen für das Session-System ein, in denen neue Rohstoffe abgebaut und Siedlungen errichtet werden können. Später erschien das Spiel auch in der sogenannten Königsedition, bei der alle nachträglich veröffentlichten Inhalte bereits integriert sind.
In diesem Artikel
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