Assassin's Creed Origins: Rollenspielmechaniken im Preview - so viel RPG steckt im neuen Ägypten-Abenteuer

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Assassin's Creed Origins: Rollenspielmechaniken im Preview - so viel RPG steckt im neuen Ägypten-Abenteuer
Quelle: Ubisoft

Wir waren drei Monate vor dem Release von Assassin's Creed Origins zu Besuch bei Ubisoft Montreal. Dort durften wir nicht nur selbst Hand anlegen, sondern konnten mit den leitenden Entwicklern ausführlich über die Entstehung des Ägypten-Abenteuers sprechen. Im fünften Teil unserer Artikelreihe beleuchten wir die Rollenspielmechaniken.

Zum Abschluss unserer Assassin's Creed: Origins-Artikelreihe kommen wir nun nach der Quest-Struktur, dem aufgebohrten Kampfsystem, dem frischen Helden Bayek und der Spielwelt auf die neuen Rollenspielmechaniken zu sprechen. Die fallen im Vergleich zu den Vorgängern wie Assassin's Creed: Unity oder Syndicate deutlich umfangreicher aus und machen so aus dem Meuchelmörderabenteuer fast schon ein Rollenspiel - mit dem Unterschied natürlich, dass die Dialogoptionen in Origins nicht ganz so vielfältig wie in einem Mass Effect ausfallen und wir für unseren Helden zu Beginn weder eine Spielerklasse aussuchen noch Attributspunkte für Eigenschaften wie Stärke oder Intelligenz verteilen.

Assassin's Creed Origins in der Vorschau: So viel Rollenspiel steckt im Ägypten-Abenteuer

Mit den RPG-Elementen wollen die Entwickler uns vielmehr nach dem Durchspielen der Hauptmissionen bei der Stange halten - dafür spricht zumindest das relativ hohe Maximallevel von 40. Die Stufenaufstiege erreichen wir wie in anderen Spielen durch Erfahrungspunkte, die es für das Erledigen von Haupt- und Nebenmissionen gibt. Als Belohnung winkt dann ein Skillpunkt, den wir in dem weitverzweigten Talentbaum in die Bereiche "Jäger", "Krieger" und "Seher" investieren können. Die Jäger-Talente helfen uns vornehmlich bei unseren Stealth-Fähigkeiten und Bogenschießkünsten, während die Krieger-Skills uns im Nahkampf voranbringen und die Seher-Punkte uns etwa die Möglichkeit geben, feindliche Leichen zu vergiften, wodurch weitere Gegner infiziert werden. Die Skillpunkte soll es laut den Entwicklern auch gelegentlich für besondere Aufträge geben und nicht nur durch Stufenaufstiege. Wir gehen davon aus, dass damit Hauptmissionen gemeint sind.

Unser Level spielt vor allem für die vielen Nebenaufgaben eine Rolle. Die Gegner steigen im Gegensatz zu vielen Rollenspielen nicht mit uns auf, sondern sie fallen je nach Spielgebiet schwächer bzw. härter aus. Ergo: Einige Areale im Spiel werden erst gegen Ende der Kampagne - oder gar danach - interessant. Uns wurde zum Beispiel eine Festung namens Pissa Oros gezeigt, die von lauter Level-40-Soldaten bewacht wird und zudem mit Bossgegnern aufwartet. Sogar der Chefentwickler des Kampfsystems, den man wohl als einen Scharmützelexperten bezeichnen kann, hatte mit seinem Level-40-Bayek kaum eine Chance gegen die Wachen.
Loot-Gegenstände wie Schwerter oder Bögen gibt es in drei Wertigkeitskategorien. Quelle: Ubisoft Loot-Gegenstände wie Schwerter oder Bögen gibt es in drei Wertigkeitskategorien. Der zweite wichtige Aspekt des Rollenspielsystems ist der Loot. Wie in RPGs sammelt ihr in Origins nach Kämpfen die Waffen eurer Gegner ein und könnt so neben dem Standard-Arsenal auch besondere Gegenstände bekommen. Der Loot wird dabei in drei Wertigkeitskategorien eingeteilt, die "gewöhnlich", "selten" und "legendär" heißen. Je höher die Kategorie ist, desto mehr Sonderattribute bekommt die jeweilige Waffe. Wir hatten zum Beispiel in einer Nebenmission ein seltenes Schwert bekommen, dessen Wahrscheinlichkeit für kritische Treffer erhöht war und das zudem den Adrenalinbalken schneller auffüllte.

Gewöhnliche Waffen bekommen hingegen nur ein Attribut, legendäre drei. Insgesamt soll das Arsenal von Assassin's Creed: Origins Hunderte unterschiedlicher Waffen beinhalten und so etwa manche Nebenquests oder Kämpfe besonders wertvoll machen. Zudem können wir im Laufe des Abenteuers noch verschiedene Reittiere wie Kamele oder Pferde freischalten und obendrein unterschiedliche Outfits für den Helden Bayek. Die Kleidungsstücke werden aber unseren Helden nur äußerlich verändern, verbesserte Fähigkeiten bescheren sie uns nicht.

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