Arkham Asylum war gestern, Arkham City ist heute: Hier erleben wir Batman und Catwoman in absoluter Bestform!
Batman: Arkham City
An Gadgets fehlt es Batman aber auch im neuen Teil nicht, das Gegenteil ist eher der Fall. Auf dem Digipad liegen technische Spielerein wie der Batarang, der kryptografische Sequenzer, Frostgranaten, der Seilwerfer, das Explosiv-Gel oder ein Gewehr für Distanz-Stromladungen. Um jederzeit vollsten Überblick zu haben wird Batman von seinem Detektiv-Modus umfassend über alle wichtigen Daten in Kenntnis gesetzt. Während die Umwelt in einen Blauschimmer getaucht wird, werden Gegner, Türen und andere wichtige Dinge orange hervorgehoben. Wird ein Gegner ins Visier genommen, bekommen wir automatisch mitgeteilt welche Waffen er bei sich trägt und wie schnell seine Herzfrequenz im Moment ist. Besonders wichtig wird dieses Feature, wenn wir uns einer großen Gegnerschar gegenüber sehen. Wenn vorsichtiges vorgehen und unsichtbares Ausschalten von Gegnern gefragt ist, heißt es Detektiv-Modus an und die Lage sondieren. Hat sich eine Wache zu weit von der Herde entfernt ist es an der Zeit die Zahl der Gruppenmitglieder zu minimieren. Als Rückzugsort dienen dazu meist die aus dem Vorgänger bekannten Wasserspeier, oder neue, kleinere Plateaus die den Wasserspeier der Moderne mimen sollen.
Batman: Arkham City
Wie wir nun den vereinsamten Verbrecher zur Strecke bringen liegt in unserem Ermessen. Ob wir ihn per Schall-Batarang unter einen Wasserspeier locken und ihn dann herabhängend aufgreifen, lautlos auf den Boden gleiten und ihn von hinten leise überwältigen, uns unter Gittern im Boden verstecken und ihn dann überraschen, oder einfach brachial per Gleittritt zu Boden treten und ihm dann den Rest geben ist von Fall zu Fall eine neu zu beantwortende Frage. Werden wir doch mal entdeckt und heftig unter Beschuss genommen hilft uns die neu eingeführte Rauchbombe für kurzzeitige Verwirrung unter den Schergen zu sorgen und uns ein kleines Zeitfenster für die Flucht einzuräumen.
Die Bewohner
Quelle: Warner Bros.
Batman: Arkham City
Nun geht es auch mal darum das Feinbild in Arkham City näher zu beleuchten. Am häufigsten bekommt es Batman wohl mit dem Fußvolk der Superschurken zu tun. Diese sind entweder normale Insassen, erkennbar an den orangen Overalls, oder eben Diener des großen Meisters. So trägt beispielsweise das Joker-Gefolge entweder eine Clownsmaske oder haben einen gehörigen Batzen Farbe im Gesicht, wohingegen die Mannen von Two-Face ein zur Hälfte verbranntes Outfit mit passender Maske zur Schau tragen. Im Laufe der Geschichte lernt das vermeintliche Faustfutter Batmans doch die eine oder andere Sache dazu. Nicht nur, dass am Körper öfter mehr Panzerung, Macheten oder gleich ein vollwertiges Polizeischild zu finden ist, wartet das Kleinvieh ebenfalls mit neuen Gadgets auf wie Störsendern für unseren Detektiv-Modus, Wärmekameras mit denen sie die Wasserspeier scannen oder auch bewegungsempfindliche Minen.
Batman: Arkham City
In taktischer Hinsicht haben sie im Bezug auf Variantenreichtum beim Verhalten dazugelernt. Werden wir auf einem der Wasserspeier entdeckt, erkennt die KI, dass wir uns auf diesen Vorsprüngen hin und her bewegen, und schießt den Wasserspeier ab auf dem wir gesichtet wurden. Sind Geiseln zugegen, schnappt sich einer der Insassen eine davon und versucht uns unter Druck zu setzen, denn werden wir nun gesehen stirbt eine unschuldige Person. Aber es kann auch vorkommen, dass sich Insassen freiwillig ergeben, weil sie nicht das gleiche Schicksal erleiden wollen wie ihre Kollegen. Grundsätzlich ist die KI aber eine angenehme Beschäftigungstherapie die sowohl im Nahkampf als auch in den Stealth-Passagen nicht gerade wenig Geschick und taktisches Denkvermögen fordert. Doch Batman wäre nicht Batman wenn er sich mit den Marionetten zufrieden geben würde, wo er doch gleich den Puppenspieler dingfest machen kann. Und so jagen wir über die gesamte Geschichte jeden Bösewicht mit Rang und Namen aus dem DC-Universum. Die Palette reicht hier vom eingangs erwähnten Joker über Hugo Strange, Staatsanwalt Harvey Dent alias Two Face, die aus dem Vorgänger bekannte Poison Ivy, Mr. Oswalt Chesterfield Cobblepot alias Penguin, Mr. Freeze, Viktor Szasz, Harley Quinn bis hin zu unserem alten Freund dem Riddler, welcher auch dieses Mal wieder insgesamt vierhundert Rätseleinlagen, Trophäen und andere hinterhältige Fallen für uns vorbereitet hat. Wir laufen jedoch nicht nur den gerade genannten Figuren über den Weg, sondern begegnen noch einer Reihe anderer Widersacher aus älteren und neueren Comics - und das manchmal auch zu völlig überraschenden Zeitpunkten!
Nebenbeschäftigungen
Batman: Arkham City
Abseits der Haupthandlung wurde in Arkham City ebenfalls für gehörig Entertainment der übelsten Art gesorgt. Überall setzen unschuldig inhaftierte Menschen Notsignale ab, schreien vor Schmerzen in die kühle Luft der Nacht oder wir haben einfach nur Lust den "Wachen" ordentlich die Kauleiste zu polieren. Neben den erwähnten Riddler-Rätseln sind wir auch auf Spurensuche nach dem einen oder anderen Hinweis auf die Anwesenheit so manch anderer Charaktere, oder wir machen gemeinsame Sache mit Bane und zerstören getrennt von einander sechs in Arkham City verteilte Behälter des Mutagens Titan. Weiter können wir Flugmissionen erledigen, die uns vom Wayne-Tech Computer per Augmented Reality in Arkham City projiziert werden und uns bei Abschluss mit neuen Gadgets, wie einer Beschleunigungsfunktion für die Grapnel Gun, belohnt. Als wir die Story fast beendet hatten und wirklich vielen Nebenmissionen nachgegangen waren, wurde uns im Gesamtfortschritt ein Prozentwert von 45% angezeigt - nach gut zwanzig Stunden Spielzeit!
