Arkham Asylum war gestern, Arkham City ist heute: Hier erleben wir Batman und Catwoman in absoluter Bestform!
Wayne-Tech
Batman: Arkham City
Auch technisch gibt sich Batman von hin und wieder auftretender Treppchenbildung mal abgesehen keinerlei Blöße. Für ihre Größe sieht die Stadt Arkham City fantastisch aus. Scheinwerfer von Gebäuden und den Sicherheitsmauern in und um die Stadt herum tauchen das Areal in einen bedrohlich wirkenden Mix aus totaler Dunkelheit und künstlicher Beleuchtung. Das Farbspiel aus erdigen Tönen, schwarz-grauen Schatten und strahlend bunten Kontrollleuchten, Hinweisschildern und Reklametafeln sorgt für eine optisch unglaubliche Dichte. Auch die verschiedenen Areale aus Hafen, Vergnügungspark, Industriegebiet, und dem Wohngebiet samt Park lässt Arkham City innen wie auch außen trotz aller Tristesse noch facettenreich erscheinen, obwohl die Zerstörungswut so mancher krimineller Freigeister das Gesicht der Stadt erheblich verstümmelt hat. Zeitweise haben wir uns dabei erwischt mit Batman den Höchsten Turm in Arkham City anzuvisieren, uns hoch zu katapultieren und dann einfach im freien Gleitflug den Blick über die Stadt schweifen zu lassen. Dabei hätten wir auch gerne einfach auf dem Turm verharren können, denn die Charaktermodelle beider bisher verfügbaren Spielfiguren sind noch besser gelungen als im Vorgänger. Während Batmans Cape realistisch im kalten Wind des verschneiten Abends weht und unsere Rüstung vom Vollmond beschienen wird steht der dunkle Ritter da wie aus dem Ei gepellt - zumindest noch zu Beginn. Denn im Verlaufe der Geschichte reißt das Outfit der Fledermaus auf, das Cape bekommt Risse und die darunter liegende Haut ist von Schürfwunden gezeichnet.
Batman: Arkham City
Dem in nichts nach stehen die Animationen, welche Butterweich in jeden Lebenslagen aus den Muskulösen Gliedmaßen geschüttelt werden. Für Männer dürfte der laszive Hüftschwung Catwomans das Prachtstück der Bewegungsanimation sein. So filigran und zart ihre Bewegung zumeist sind, kann ein nicht ganz unerheblicher Grad an bewegungsfreudigen Hüften und einer großen Menge Sexappeal durch das hautenge Lederoutfit mit demonstrativem Ausschnitt nicht von der Hand gewiesen werden. Noch besser kommt die Optik des Spiels im optionalen 3D-Modus rüber, der einen phänomenalen Tiefeneffekt auf den Bildschirm zaubert und gerade das Schweben über die Stadt zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.
Batman: Arkham City
Ein Extralob hat sich der Soundtrack des Spiels verdient. Auch wenn die aus Filmen oder auch dem Vorgänger durchaus bekannten Synchronsprecher der deutschen Ausgabe nicht immer au point sind, sind sie stets mit viel Elan dabei. Wer allerdings der englischen Sprache mächtig ist darf sich das auf der Disk enthaltene Original auf keinen Fall entgehen lassen. Die akustische Inszenierung des Titels hat ebenfalls das Niveau eines Blockbuster-Films und sorgt an vielen Stellen für Momente, welche einem das Adrenalin in sämtliche Gliedmaßen pumpen oder einfach nur eine wohlige Gänsehaut verpassen. Das Zusammenspiel aus imposant-ansteigenden Melodien und schrill-abgehakten Stücken in schnellem Tempo passt sich perfekt jeder Spielsequenz an und gießt das Fundament der Faszination dieses Spiels.
