Battlefield 4: Second Assault für Xbox One in der DLC-Vorschau: Caspian Border komplett umgekrempelt
SpecialDie beliebtesten Karten aus Battlefield kehren als DLC zurück. Als einziger Journalist Deutschlands durfte Gamezone-Autor Sandro Odak sie nun in London anspielen. Er kämpfte auf Caspian Border an der Seite der besten europäischen Spieler im All-Stars Team gegen eine Auswahl aus den USA.
DICE hat früh erkannt, dass Fans immer wieder gerne zu bereits bekannten Karten zurückkehren. In Battlefield 3 haben sie beliebte Karten aus Battlefield 2 zurückgebracht, Wake Island kehrt sogar seit dem Erstling Battlefield 1942 zurück. In Battlefield 4 soll das nicht anders sein. Unter dem Titel Second Assault veröffentlicht das neugegründete Studio DICE LA Remakes von beliebten Karten aus dem Vorgänger zurück. Das Download-Paket enthält vier Karten: Operation Metro, Gulf of Oman (sogar ein Battlefield 2 Klassiker!), Caspian Border und Operation Firestorm. In London enthüllte EA nun diese Karten und ließ 64 Profis auf Caspian Border gegeneinander antreten. Ich war einer dieser Battlefield-Profis und spielte für ein europäisches All-Stars Team gegen die USA.
Die Grenze erhält einen Grenzwall
Quelle: Electronic Arts
Battlefield 4: Second Assault in der DLC-Vorschau (Symbolbilder aus Hauptspiel) (1)
Caspian Border war für mich eine der besten Karten von Battlefield 3. Auf der riesigen Map war ein gut organisiertes Fahrzeug-Sqaud essentiell und zwei gute Jet-Piloten und ich im Helikopter konnten immer was reißen. Das war Battlefield pur. Caspian Border war alles, was die Marke von anderen Shootern abhob. Nur bot es genau eines nicht: Den intensiven Infanterie-Kampf. Wer nicht in einem Fahrzeug war, war aufgeschmissen. In Caspian Border 2014, so der kreative Name des Remakes im Battlefield 4 DLC Second Assault, hat DICE genau diese Balancelücke geschlossen. In der Mitte der Karte, rund um den Flaggenpunkt auf einem Hügel, haben die Macher ein enges Keller-Netzwerk gesponnen und ermöglichen damit intensiven Häuserkampf. Die Punkte C und D verbindet ein Tunnel, der unter dem Fluss verläuft. Dort sind im Vorgänger immer wieder Squads gefallen, weil Gegner mit Höhenvorteil sie wie Moorhühner abgeknallt haben. Mit dem Tunnel kann man diese Verteidiger nun umgehen und ihnen sogar in den Rücken fallen. Das bringt mehr Dynamik an die Stelle – vielleicht nicht die schlaueste Entscheidung, denn Flaggenpunkt D war schon immer ein stark umkämpfter und dank seiner vielen Zugänge extrem dynamischer Punkt.
Das ist natürlich nur eine von vielen Änderungen auf Caspian Border. Aber bei weitem nicht die, die zuerst ins Auge springt. Das ist ohne Frage der neue Grenzwall, der nun da steht, wo sich zuvor ein Krater quer durch die Map geschlängelt hat. Er verdeutlicht nun, dass das wirklich eine Grenze ist, an der wir kämpfen. Mehrere Türme entlang der Mauer bieten hervorragende Rundumsicht und Schutz für Panzerknacker. Durchbrechen kann man den Wall natürlich trotzdem: Ein paar explosive Geschosse reichen, um die Betonelemente zu pulverisieren. Trotzdem verlangsamt die Mauer das Gameplay, komprimiert den Vorstoß aus der höhergelegenen Mainbase und sichert die Punkte A und B in Teilen ab.
Quelle: DICE/EA
Battlefield 4: Second Assault in der DLC-Vorschau (Symbolbilder aus Hauptspiel) (3)
Die werden auch durch spezielle Tore geschützt. Dank Levolution lässt sich das riesige Betontor beim Fernsehturm öffnen und schließen. Wollen Panzer durchfahren, muss jemand aussteigen und einen Knopf betätigen. Erneut: Eine Flaschenhalsposition, an der man den gegnerischen Vorstoß stoppen kann. Noch besser gefällt mir die Panzersperre am Grenzübergang. Sie lässt sich auf Knopfdruck aus dem Boden heben und nicht zerstören. Der perfekte Ort also, um Panzer auszubremsen. Dank MBT LAW Raketenwerfern, die ihr Ziel selbstständig suchen, kann schon ein Pionier alleine die Flagge halten. Auf großen Conquest Large Karten ist das auch nötig. An die riesigen Teams und die Omnipräsenz von Gegnern müssen sich Konsolenspieler erst gewöhnen.
Die Mutter von Levolution
Caspian Border war seinerzeit irgendwie die Mutter von Levolution. Spieler konnten mit Panzern und Raketen einen riesigen Fernsehturm umnieten. Der viel in einer hübschen Skriptsequenz zu Boden, verursachte aber weiter keinen großen Schaden. Vermutlich daraus hat DICE den Plan entwickelt, auf allen Karten interaktive, dynamische Zerstörungen einzubauen. In der Remake-Version der Karte hat man also gar nicht so viel verändern müssen. Zwei zerstörbare Türme runden die vielen Mikro-Levolution-Momente, etwa bedienbare Türen, Falltore und Tore ab. Der eine bleibt beim Umfallen liegen und macht es Fahrzeugen schwer, das Gebiet zu durchfahren. Der andere öffnet einen weiteren Zugang zu der Flagge auf dem D-Hügel.
Quelle: Electronic Arts
Battlefield 4: Second Assault in der DLC-Vorschau (Symbolbilder aus Hauptspiel) (2)
Beeindruckt haben mich auch die tollen Feuereffekte auf Caspian Border. In einem besonders intensiven Gefecht haben die Amerikaner Position auf den umgebenden Hügeln bezogen. Der Höhenvorteil ist eigentlich zu ihrem Vorteil. Doch einer meiner Mitspieler zieht eine Brandgranate raus. Die macht zwar nicht so viel Schaden wie eine Frag-Granate, brennt aber am Boden weiter und macht Zeit- und Umgebungsschaden. Und das Feuer greift auf umliegende Gräser über. Schon bald fressen sich die Flammen den Hügel rauf und zwingen das Gegnerteam zum Rückzug. Wunderschön!
Was die anderen Karten angeht, wird Levolution sicherlich eine größere Rolle einnehmen. Auf Operation Metro können Spieler in Teilen der Karte die Decke der U-Bahntunnel einstürzen lassen. Das wird die Karte grundsätzlich verändern und neue Wege erschaffen, die man nicht vom Battlefield-3-Original unterscheiden kann. Und Operation Firestorm wird seinem Namen gerecht: Die Multiplayer-Karte in einer Ölraffinerie lässt sich durch Explosionen komplett in Schutt und Asche legen.
Der Battlefield 4 DLC Second Assault erscheint am 22. November 2013 zeitexklusiv für Xbox One. Xbox 360, Playstation 3, Playstation 4 und PC werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Second Assault ist damit das zweite DLC-Paket, das noch in diesem Jahr erscheint. China Rising, das der Vorbesteller-Erstauflage beiliegt, erscheint im Dezember 2013.
