Diablo 3: Hardwareanforderungen / Echtgeld-Auktionshaus / Fazit

Special Sandro Odak

Wir wollten Diablo 3 ausführlich und ganz normal testen, doch dank Fehler 37 und Co. haben wir das in der Kürze der Zeit einfach nicht hinbekommen. Gamezone-Autor Andreas Peter hat aus dem Test daher kurzerhand ein Leser-Special gemacht und beantwortet darin Fragen zu Blizzards Action-RPG.

Special statt Test: Buntes Allerlei zu Diablo 3 Quelle: Blizzard Angela M. aus B. frägt: "Diablo 3 soll ja sehr gerine Hardwareanforderungen haben. Läuft also auch auf meinem alten Notebook, richtig?"

Den Mythos, das Diablo 3 keine hohen Hardwareansprüche hat, haben wir auch in diversen Reviews gelesen. Wir halten das aber für ein unbewiesenes Gerücht. Vor dem Kauf von Diablo solltet Ihr Euch auf jeden Fall auf der Diablo-Website vergewissern, dass Eure Grafikkarte direkt unterstützt wird. Und wenn sie dort aufgeführt, aber nur mit "minimum" bewertet wird, vergesst den Kauf des Spiels gleich wieder und spart erstmal auf einen neuen PC. Je nachdem, wieviel auf dem Bildschirm gerade an Effekten los ist, ruckelt Diablo 3 auch auf neuen, leistungsstarken Maschinen. Diablo 3 ist durchaus hardwarehungrig, und man hat relativ wenig echte Möglichkeiten, durch Klicks in den Grafikoptionen noch mehr Leistung durch das abschalten von Grafikfeatures zu erzielen. Zu der Rechenpower, die z.B. die Zauber-FX der Dämonenjägerin ziehen, kommt natürlich auch noch von Zeit zu Zeit der oben beschriebene Serverlag. Kurz und knapp: Diablo 3 braucht schon eine vernünftige PC-Basis, der drei Jahre alte Laptop hat sie vermutlich nicht mehr. Es ist definitiv nicht wie damals bei Starcraft 2 oder viel früher Diablo 2, die tatsächlich mit sehr zahmen Specs für Ihre Zeit ausgeliefert wurden.

B. von dem anonymen Glücksspielern frägt: "Was hört man da mit Echtgeld-Auktionshaus? Ist das nicht ein Tabubruch bei Retail-Spielen?"

Special statt Test: Buntes Allerlei zu Diablo 3 Quelle: Blizzard Das ist es wohl, ein Tabubruch. Zum Erstellungszeitpunkt dieses Artikels ist das Echtgeld-Auktionshaus noch nicht freigeschaltet, das soll aber in den nächsten Wochen passieren. Und da erfolgreiches Spiel wie oben beschrieben noch mehr von den Items abhängt als in den Vorgängerspielen, dürfte auch einiges an Umsatz garantiert sein. Und Blizzard erhält für jeden Trade an ihren virtuellen Gegenständen eine satte Provision. Verwundern sollte uns dieses Buisnessgebahren nicht, immerhin verscherbelt Blizz auch in WoW virtuelle Reittiere für echtes Geld, und macht offensichtlich richtig Asche. Schon seid der Activision-Übernahme testen sie, wie weit sie im Geschäft mit Charaktermodellen und Texturen gegen Einwurf zusätzlicher kleiner Münzen gehen können.

Die Argumentation, "wenn wir den Handel nicht selber machen, macht eben ebay das Geschäft", kann man aber eigentlich nicht so stehen lassen - damit lässt sich nämlich die Auktionsprovision eigentlich nicht rechtfertigen. Eher ist Gewinnmaximierung für den Activision-Blizzard-Aktionär hier die ehrliche Begründung.

Auch stellt sich dem Autor dieses Artikels die Frage, inwiefern Blizzard hier an charakterlich labilere Spieler, die zur Spielsucht neigen, denkt. Ehrlich gesagt erinnert mich die Kombination "suchterregendes Endlosgameplay + echtes Geld ausgeben" eher an einen Geldspielautomaten in der dunklen Eckkneipe, als an klassisches Videospiel. Muss man wirklich alles umsetzen, was irgendwie Kohle bringt? Oder gibt's nicht irgendwo doch Grenzen.

User Alfred E. frägt: "Hört sich ja alles schon etwas kritisch an, was ihr hier schreibt. Soll ich Diablo 3 noch kaufen? Macht es Spass? Wie ist es mit Artwork und der Story?"

Ja, kaufen. Sofort. Es macht riesigen Spass. Konsequent wurden die Schwächen des Vorgängers verbessert. Im Vergleich zu den alten Diablos wird auch größeren Wert darauf, die Geschichte zu erzählen - die Figuren bekommen z.B. im Spielverlauf zusätzliche Dialoge zum anhören. Das Artwork ist aus einem Guss, düster, fantastisch gemalt und animiert, mit einem Wort diabloesque. Kaufbefehl! Trotz aller Meckereien auf wohlgemerkt sehr hohem Niveau.

So, wir hoffen, Ihr hattet Spaß mit Gamezones buntem Allerlei - wenn Euch noch Themen einfallen, die wir in einem kommenden Artikel ansprechen sollten, freuen wir uns um rege Diskussion im Forum. Außerdem stehen wir euch in den mmentaren bei Fragen zur Verfügung!

Bildergalerie

  1. Seite 1 Diablo 3: Wieso kein Test? / Die Geschichte von Diablo
  2. Seite 2 Diablo 3: Was hat es mit dem Onlinezwang auf sich? / Ist das noch ein RPG?
  3. Seite 3 Diablo 3: Hardwareanforderungen / Echtgeld-Auktionshaus / Fazit
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