Divinity 2: Ego Draconis im Gamezone-Test

Test Sandro Odak

Wir waren als Drachentöter und -ritter in Rivellon unterwegs und waren besonders von der Vertonung des RPGs begeistert!

Zuhause im Glück

Divinity 2: Ego Draconis Divinity 2: Ego Draconis Als Drachenritter dürfen wir in Ego Draconis auch ein eigenes Domizil beziehen. Dieses ist uns in Form des Drachenturms fest vorgegeben und hält einige Besonderheiten für uns bereit. Statt beispielsweise selbst zu craften, laden wir uns Untergebene in den gruseligen Turm ein, die solch langweiliges Getue für uns übernehmen, lediglich Ingredienzien müssen wir ihnen abliefern. Unser persönlicher Hofstab besteht unter anderem aus einem Alchemisten und Schmied, welcher starke Zaubertränke bzw. Widerstandsfähige Rüstungen für uns herstellt. Um nicht immer selbst nach dem Krempel suchen zu müssen kann man aber auch Sammler einstellen, die dann bestimmte Stoffe für uns farmen. Allerdings sind wir für deren Ausrüstung verantwortlich. Wenn wir jemanden also ohne nennenswerte Rüstung aussenden, kann dieser unter Umständen schwer lädiert zurück kommen - oder auch mal gar nicht. Einer unserer wohl interessantesten Angestellten ist aber der Nekromant. Während wir durch die Weiten Rivellons ziehen, treffen wir nämlich auf immer neue Monster und sammeln manchmal Körperteile von diesen ein. Die gewonnenen Stücke können wir bei diesem zusammenfügen und uns ein ganz individuelles Monster erstellen lassen. In einem simplen Editor legen wir dabei fest welche Teile miteinander kombiniert werden. Haben wir dann auch noch den nötigen Zauberspruch auf Lager können wir die Kreatur im Gefecht herbei rufen und uns im Kampf unterstützen lassen, ob nun passiv mit Heilzaubern oder aktiv mit Angriffskreaturen.

Technisches Mittelmaß

Divinity 2: Ego Draconis Divinity 2: Ego Draconis Obwohl man wirklich tief in die Welt von Rivellon eintauchen kann, bietet sich dem geneigten Rollenspieler optisch nur ein Blender, der nicht immer das zu bieten vermag, was er zu sein scheint. Denn auf den ersten Blick wirkt das ganze Setting extrem hübsch, sobald sich aber unser Charakter mal ein paar Meter durch die Welt von Divinity II bewegt wird klar: Mehr als Mittelmaß ist nicht drin. Verwaschene bis matschige Texturen, teils liebloses Charakterdesign und häufig repetitives Dungeondesign wirken einfach veraltet. Zudem gibt es wohl auch sonst einige schwerwiegende Hardware-Fehler, so funktioniert etwa nur bei sehr wenigen Rechnerkonfigurationen das Anti-Aliasing. Wer zudem nicht aktuellste Treiber aufgespielt hat, kann schon beim Start Probleme kriegen, beim Test auf einer Nvidia Geforce 8800er GTS Maschine startete das Spiel erst gar nicht mit erst wenige Wochen alten Hardwarebeschleunigern. Zudem wird an wirklich an allen Ecken und Enden geladen, Streaming aus dem Hintergrund beherrscht Divinity nicht. Nervig, vor allem wenn man ein bestimmtes Haus in einer Ortschaft sucht und nicht weiß, welches es ist. Bei jedem betreten und verlassen ploppt ein Ladescreen auf, der einem den letzten Nerv rauben kann.

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Divinity 2: Ego Draconis Divinity 2: Ego Draconis Während der Titel grafisch nicht sonderlich viel hermacht, macht die tolle Vertonung einiges wieder wett! Man hat sich wirklich viel Mühe gegeben, der Welt von Divinity Leben einzuhauchen, sei es nun auf Hauptquest-Pfaden oder auch abseits der Storywege. Wer will, kann zum Beispiel munter mit Waschfrauen lästern, zu hören gibt es dabei natürlich permanent andere Gerüchte. Auch sonst ist es eher selten, dass unterschiedliche Charaktere mit der gleichen Stimme ewiggleiches "Ich will aber nicht mit dir reden" von sich geben - super gemacht, Larian! Schade ist, dass der eigene Held eher von der schweigsamen Sorte ist. Obwohl man zu Beginn eine Stimme festlegen kann, wird unser Teil eines Gespräches nicht vorgelesen, schade eigentlich. Einzig in Kämpfen lässt der Recke mal den ein oder anderen Spruch fallen, hier wäre mehr drin gewesen. Ganz selten kam es zwar während den ausführlichen Tests zu Soundglitches, diese waren aber eher Ausnahme als Regel.

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